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Olympischer Medaillien-Gewinner

USA: Profi-Freestyle-Skier outet sich als schwul


Kenworthy spricht nicht nur freizügig, auf Instagram zeigt er auch viel Privates

Gus Kenworthy gewann Silber bei den Olympischen Spielen in Sotschi – und fühlte sich dennoch nicht stolz.

Der amerikanische Sportler Gus Kentworthy hat sich in einem Interview mit dem "ESPN Magazine" als schwul geoutet. Der 24-jährige Freestyle-Skier aus Telluride im US-Bundesstaat Colorado sagte dem Magazin, er habe Freunden und seiner Familie schon vor zwei Jahren von seiner Homosexualität erzählt.



Kentworthy nahm im letzten Jahr erstmals an den Olympischen Winterspielen teil – im russischen Sotschi holte er Silber im Slopestyle. Außerdem machte er Schlagzeilen durch die Adoption mehrerer streunender Hunde der Stadt, vier Welpen und ihrer Mutter.

"Ich habe mich nicht stolz gefühlt für das, was ich in Sotschi getan habe", sagte Kentworthy dem Magazin. "Denn ich fühlte mich so schlecht über das, was ich nicht getan habe. Aber ich wollte nicht aus dem Schrank kommen als der Silber-Gewinner von Sotschi. Ich wollte das als bester Freestyle-Skier der Welt machen."

Einer der besten Freestyle-Skier


Das Coming-out-Interview ziert das Cover des Magazins

Inzwischen gilt Kenworthy, der im britischen Chelmsford als Sohn einer englischen Mutter und eines amerikanischen Vaters geboren wurde, als einer der international besten Freestyle-Skier. Die Saison 2013/2014 beendete er zum vierten Mal in Folge auf dem ersten Platz in der Gesamtwertung der AFP World Tour.

Seine Sportart habe durchaus eine Macho-Seite, sagte Kentworthy in dem Interview, das bereits im September geführt, aber erst am Donnerstag veröffentlicht wurde. "Im Skisport gibt es so ein Alphamänner-Ding über das Abschleppen der heißesten Frauen." Er habe das auch versucht – und danach geheult. "Ich wusste nicht, was ich tat."

Zugleich habe er bereits mit fünf Jahren geahnt, dass er schwul sein könnte. Mit seinen Brüdern habe er die Leidenschaft für den Sport geteilt, aber auch Unterschiede gespürt: "Ich war unsicher und beschämt. Wenn Du nicht selbst schwul bist, wird Schwulsein nie als cool empfunden. Und ich wollte cool sein."



Das Verstecken der Homosexualität habe ihn zwischenzeitlich in Depressionen gestürzt, sogar Gedanken an Selbstmord aufkommen lassen. Letztlich habe sich die Stimmung gedreht, er wollte an die Öffentlichkeit. Und ein weiter Wunsch entwickelte sich: "Ich möchte einen TV-Boyfriend", so Kenworthy. Mehrfach habe er bei Turnieren einen Partner im Publikum gehabt, darüber aber geschwiegen. Jetzt könne er bei Siegen endlich einen vorzeigen, wenn er wolle.

Youtube | Ein paar Welpen


#1 JoonasAnonym
  • 22.10.2015, 20:53h
  • Schön, damit ist er nicht nur für andere ein Vorbild, sondern kann vor allem auch selbst aufrecht durchs Leben gehen, ohne eine Schmierenkomödie zu spielen und immer Angst vor Enttarnung haben zu müssen.
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#2 Patroklos
  • 22.10.2015, 20:58h
  • Ein weiterer Sportler, der sein Coming-Out hat und Tacheles spricht. Ein positives Beispiel für alle die Athleten, die noch in den Schränken ihr schwules Dasein fristen!

    Ich wünsche Gus Kenworthy weiterhin viel Erfolg in seiner aktiven Laufbahn und drücke ihm fest die Daumen, daß er auch 2018 in Pyeongchang wieder ganz oben auf dem Siegertreppchen steht sowie bald einen liebevollen Mann kennenlernt und auch gesund bleibt!
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#3 lalalaAnonym
#4 hugo1970Profil
  • 22.10.2015, 21:34hPyrbaum
  • Herzlichen Glückwunsch zu Seiner öffentlichen beckennung seiner Homosexualität.

    Liebe homosexuelle Fusballprofis, traut Euch beckennt Euch zu Eurer wahren Sexualität, dammit erleichtert Ihr nicht nur Euer Leben sondern auch aller diskriminierten LGBTI Menschen und vor allem das Leben Jugendlicher, die in den schulen wegen ihrer Sexualität diskriminiert werden.
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#5 RfkjgffAnonym
  • 22.10.2015, 23:15h
  • Gut, dass er sich nun zumindest überhaupt geoutet hat.

    Bedauerlich, dass er es nicht in Sochi spätestens nach dem Gewinn der Silbermedaille getan hat.

    Ein coming out in sochi wäre sogar mehr wert gewesen als tausend Goldmedaillen. Außerdem wäre er damit noch herausgehobener in die Geschichte eingegangen als jemand der putin trotzte. Leider ist das nicht passiert.
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#6 Roman BolligerAnonym
#7 ScuunbvfrAnonym
  • 22.10.2015, 23:30h
  • Ich möcht hier auch den homosexuellen Fußballprofis mut machen sich endlich zu outen und sich nicht mehr hinter einer heteroscheinfassade zu verstecken. Traut euch. Der mut nicht mehr öffentlich die eigene Identität zu verstecken wird belohnt mit einem glücklicheren leben, auch als aktiver Fußballprofi. Wäre es nicht schön ohne Last zu leben?

    Geschichte schreiben könntet ihr. Die Geschichte zum positiven beeinflussen. Ich an eurer Stelle würde mich mit stolz outen und mich freuen als erster das Eis gebrochen zu haben. Mit dem Gefühl vielen homosexuellen Jugendlichen geholfen zu haben und ein Vorbild für junge Menschen dafür zu sein Fußballprofi und offen schwul sein zu können. Wenn ihr euch Outet könnt ihr den Rest eures Lebens mit dem Gedanken verbringen damit das ein oder andere leben eines depressiven homosexuellen Jugendlichen gerettet zu haben, indem ihr ihnen wieder mehr Hoffnung gegeben hättet. Wäre das nicht schön?
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#8 snowAnonym
  • 22.10.2015, 23:49h
  • Antwort auf #7 von Scuunbvfr
  • Im Fussball gibt es leider ausgesprochen viele Homophoebe vollidoten die nur Gewalt und Hass sehen wollen. Man sieht es ja wieviele Polizisten es bei Fussballspielen braucht und wieviele bei Schirennen, Eishockeyspielen und anderen
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#9 FinnAnonym
  • 23.10.2015, 00:26h
  • Man sollte immer zu sich selbst stehen und sein Rückgrat nicht verbiegen.

    Alles andere macht Psyche und Seele früher oder später kaputt...
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#10 AnthrazitProfil
  • 23.10.2015, 00:39hAlfter
  • Antwort auf #8 von snow
  • So wenig ich bestreiten will und kann daß es homophobe Fußballfans gibt, so deutlich möchte ich darauf hinweisen daß diese keine Mehrheit darstellen.

    Es sei gestattet auf die Regenbogenfahne über der Südkurve des Millerntorstadions hinzuweisen.

    Der Grund warum so viele Angehörige der Ordnungsmacht bei Fußballspielen anwesend sind könnte neben Homophobie auch mit anderen Gründen zu tun haben. Vielleicht sogar mit Gründen die gar nicht mit dem Fußball oder den Fans zusammenhängen.
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