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Aufstand in der Christopher Street

Der deutsche Trailer zu "Stonewall" ist da



Warner Bros. Germany hat den offiziellen deutschen Trailer zu Roland Emmerichs Kinofilm "Stonewall" veröffentlicht.

"Stonewall" handelt vom Aufstand der LGBT-Community im New York des Jahres 1969. Im Mittelpunkt steht die fiktive Figur Danny Winters (gespielt von Jeremy Irvine), der am Abend des 27. Juni in der Christopher Street in die Kämpfe verwickelt und festgenommen wird.

In den USA floppte der Film an der Kinokasse und wurde von Kritikern zerrissen. Aus der Community wurde Roland Emmerich u.a. vorgeworfen, mit einem Fokus auf einen weißen, schwulen Hauptdarsteller die Geschichte zu verfälschen (queer.de berichtete).

In Deutschland läuft der Film ab 19. November, dann kann sich jeder selbst ein Bild machen. Wir haben "Stonewall" in einer Pressevorführung bereits gesehen, mussten jedoch eine Erklärung unterschreiben, vor dem Kinostart keine Kritik zu veröffentlichen. (mize)



#1 MinkAnonym
  • 24.10.2015, 10:25h
  • Es ist ei n Kinofilm, keine Dokumentation. Der erste Film, der ohne heterosexuelle Identifikationsfigur auskommt, heißt es.

    Ich bin neugierig und freue mich auf Emmerichs Werk.
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#2 BlobstarAnonym
  • 24.10.2015, 10:45h

  • Nach den ganzen Kontroversen will ich mir damit den zu gucken vor allem eine eigene Meinung bilden.
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#3 MarekAnonym
  • 24.10.2015, 11:03h
  • Auch hier gab es ja schon erbitterten Streit über den Film, der aber letztendlich nur gezeigt hat, dass die Strategie der Homohasser aufgegangen ist.

    Dieser Film hätte das Potential gehabt, auch viele Heteros zu erreichen und wirklich etwas zu verändern in den Köpfen (auch Heteros, die noch nie in einem Film mit LGBTI-Thema waren). Und er hätte auch das Potential gehabt, uns alle zu motivieren, noch mehr für unsere Rechte einzutreten und vielleicht sogar ein neues Stonewall zu beginnen.

    Vor beidem hatten die Ewiggestrigen panische Angst, also haben sie eine beispiellose Kampagne gestartet, für die sich sogar manche LGBTI haben einspannen lasse, die das nicht durchschaut haben.

    Ja, der Film erzählt die damaligen Geschehnisse aus der Sicht eines schwulen, weißen Hauptdarstellers (ja, es gab damals auch weiße Schwle bei den Protesten). Wenn man keine Dokumentation dreht (die dann eben auch nicht die breiten Massen erreicht), sondern einen Spielfilm, muss man eine dramaturgische Rahmenhandlung bieten. Das heißt aber nicht, dass Schwarze, Latinos, Drag-Queens, Transsexuelle, etc. nicht in dem Film vorkämen und dass deren Rolle nicht gewürdigt würde... Die gesamte Vielfalt kommt vor und wird auch nicht marginalisiert.

    Wenn jemand den Film dennoch nicht mag, ist das sein/ihr gutes Recht. Aber das Problem ist, dass alle möglichen Leute einfach mal dem Shitstorm hinterhergerannt sind, ohne sich selbst ein Urteil zu bilden. Und das ausgerechnet von uns, die wir immer fordern, man solle keine Vorurteile haben - und dann haben wir selbst die größten Vorurteile und weigern uns, uns selbst ein Urteil zu bilden.

    Übrigens:
    laut dem Filmkritik-Metaportal Rotten Tomatoes ist der Kritiker-Schnitt zu dem Film tatsächlich nur 9% Zustimmung, weswegen viele ihn auch nicht gesehen haben. Aber unter den tatsächlichen Besuchern, die ihn wirklich gesehen haben, hat der Film eine Zustimmung von 92%. Und eine Gesamtnote von 4,6 von 5 möglichen Punkten. Wie kommt dieser Unterschied zwischen Kritikern und realem Publikum wohl zustande?

    Aber wie gesagt: leider haben sich ausgerechnet von uns viele instrumentalisieren lassen und haben sich lieber empört, statt sich selbst ein Urteil zu bilden. Damit haben wir selbst eine historische Chance kaputt gemacht.
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#4 hugo1970Profil
  • 24.10.2015, 11:04hPyrbaum
  • "mussten jedoch eine Erklärung unterschreiben, vor dem Kinostart keine Kritik zu veröffentlichen. (mize)"

    Da schlägt die Macht des Geldes voll durch, hoffentlich floppt der Film weltweit.
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#5 CISHomoEhemaliges Profil
  • 24.10.2015, 11:27h
  • Antwort auf #3 von Marek

  • Völlig richtig! Die Problematik, die du beschreibst, bezieht sich aber nicht nur auf den Film! Viele angebliche Antirassisten, Antifaschisten und andere Linke haben uns imner gern vor ihreren Karren gespannt, um andere Ziele zu verfolgen!
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#6 ShadesofgayAnonym
  • 24.10.2015, 11:28h
  • Es obliegt jedem persönlich, ob er sich den Film ansieht oder nicht. Jedenfalls sollte man(n) oder frau sich darüber eine eigene Meinung bilden!
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#7 hugo1970Profil
#8 ursus
  • 24.10.2015, 12:13h
  • >"mussten jedoch eine Erklärung unterschreiben, vor dem Kinostart keine Kritik zu veröffentlichen."
    seltsam. ist so etwas üblich?
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  • Anm. d. Red.: Ja.
#9 NimboAnonym
  • 24.10.2015, 16:41h

  • Ich freue mich drauf und werde ihn mir Ansehen! Und ich hoffe ich Sitze nicht allein im Saal. Das dauernde genoergel zu dem Film kotz mich an. Daß kommt immer von denen, die alles besser gemacht HÄTTEN... aber nie vom Monitor oder vom Sofa aufgestanden sind.
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#10 ClaudiaAnonym
  • 24.10.2015, 17:53h
  • Ich muss mir nicht jeden Müll im Kino oder im Fernsehen ansehen, um mir eine Meinung darüber bilden zu könne, ob es Schwachsinn ist oder nicht.
    Zu Stonewall hat es ja genug Kritik von allen Seiten gegeben:

    1. Die Kritikerwelt in iher ganzen Bandbreite fand ihn scheiße.

    2. Die Community fand ihn scheiße.

    3. Das "heterosexuelle" Publikum, an das sich Emmerich mit seiner Geschichtsklitterung anschleimen wollte, fand ihn offenbar auch so scheiße, dass es ihn nicht sehen wollte.

    Tja, dumm gelaufen.

    Das reicht mir dann - ich muss mir das nicht antun und dann auch noch Geld dafür ausgeben.

    Es gibt massenhaft bessere Filme, gerade im LGBT-Kontext.

    Emmerich sollte besser weiterhin Monster- und US-patriotische Alien-Filme machen - dafür reicht sein Horizont wohl aus.
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