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Der "Daily Mirror" machte die Geschichte am Samstag zum Aufmacher

Der "Mirror" behauptet, ein Nationalspieler und ein weiterer Liga-Fußballer hätten sich bereits bei Freunden geoutet und planten den Schritt in die Öffentlichkeit.

Ist das jetzt eine erfundene Meldung oder eine, die die Öffentlichkeit auf etwas vorbereiten soll? Am Samstag hat das britische Boulevardblatt "Daily Mirror" auf seiner Titelseite das anstehende öffentliche Coming-out von zwei Profi-Fußballern angekündigt.

Dem Bericht zufolge planten die beiden Spieler der Premier League, von denen einer auch in der Nationalmannschaft eingesetzt werde, den Schritt vor dem Beginn der nächsten Saison. "Die beiden Spieler haben ihren Familien und Freunden davon erzählt und werden von ihren Clubs und der Football Association unterstützt", schreibt die Zeitung. Der Fußballverband wollte zugleich kein öffentliches Statement abgeben.

Eine anonyme Quelle sagte der Zeitung: "Das Stigma ist verschwunden und die Öffentlichkeit ist viel akzeptierender. Es war immer ein Macho-Spiel und es kann – vielleicht mehr als in jedem anderen Sport – eine aggressive Mob-Mentalität auf den Tribünen geben. Aber der Trend dreht sich und immer mehr Sportler sind offen homosexuell."

Dritter Fußballer zögert


Das Coming-out von Thomas Hitzlsperger war auch in England ein Riesenthema. Inzwischen ist er gelegentlich für die BBC als Experte tätig.

Das Blatt berichtet, ein weiterer bekannter Profifußballer habe sich 2011 bei Freunden als schwul geoutet. Nachdem sein Wagen homophob beschmiert worden sei, habe er sich aber zunächst gegen ein öffentliches Coming-out entschieden.

Trotzdem meint der "Mirror": "Insider glauben, dass Fußballer durch ein Coming-out noch populärer werden könnten – und ihr Einkommen stark vergrößern können." Der Promi-Agent Simon Jones sagte: "Was das Profil betrifft, wirkt sich ein Coming-out im Jahr 2015 nicht negativ aus. Die Welt liegt ihnen praktisch zu Füßen."

In den letzten Jahren hatten sich viele prominente Sportler geoutet, darunter der auf der Insel geradezu verehrte Turmspringer Tom Daley und der zuvor auch in England aktive Fußballer Thomas Hitzlsperger. In Erinnerung ist der britischen Öffentlichkeit aber auch der Profi-Spieler Justin Fashanu, der sich 1990 outete und sich 1998 nach etlichen Anfeindungen durch Familie, Spieler und Fans sowie einer Presse-Vorverurteilung nach einem Missbrauchsvorwurf das Leben nahm. (nb)



#1 JoonasAnonym
  • 24.10.2015, 11:25h
  • Damit würden sie nicht nur ihrer eigenen Psyche was gutes tun, wenn sie sich nicht mehr selbst verleugnen müssten und ständig Angst vor Enttarnung haben müssten.

    Sondern sie würden auch zu ECHTEN Vorbildern. Denn wenn man seinen Fans eine Rolle vorspielt, lieben sie nicht die echte Person, sondern eine Kunstfigur. Damit ist man kein Vorbild, sondern spielt nur ein angebliches Vorbild.

    Kein normaler Mensch hat heutzutage noch was gegen Schwule. Höchstens gegen Leute, die ihre Fans anlügen.

    Und wie gesagt: vor allem sollte man es auch seiner selbst willen tun. Denn diese ewige Selbstverleugnung kann langfristig nicht ohne Schäden für Psyche und Seele bleiben...
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#2 hugo1970Profil
  • 24.10.2015, 11:33hPyrbaum
  • Es währe zu schön, um wahr zu sein.

    Hoffentlich ist es nicht nur ein ausgedachter Artikel, nur um die Verkaufszahlen hochzuschleudern.

    Wenn es stimmt, das sich die Betreffenden im engen Umfeld "geoutet" haben, heißt das noch lange nicht, das Sie sich dann auch öffentlich outen.

    Ich könnt mir auch vorstellen, das sich vor allem hohe Funtionäre aus dem Sportkommerz vehement gegen ein Outing streuben.
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#3 Julian SAnonym
  • 24.10.2015, 11:50h
  • Die sollen es einfach machen. Erst danach werden sie sehen, wie frei und glücklich sie sich plötzlich fühlen. Und verstehen, was sie sich jahrelang selbst angetan haben...

    Ich selbst bereue es, mich nicht schon viel früher geoutet zu haben.
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#4 Längst überfälliAnonym
  • 24.10.2015, 11:56h
  • Profi-Fußballer haben ihre Fans, ihr Vermögen, ihre gute Wohngegend, etc. Da ist es doch echt leicht, sich zu outen.

    Die solllen mal an diejenigen denken, die vielleicht in einer homophoben Familie leben müssen, die in einem Viertel wohnen, wo man als Schwuler um sein Leben fürchten muss, etc. DIE haben es schwer, sich zu outen. Aber doch kein Millionär...

    Die sollten sich auch outen für all die anderen, die es momentan noch nicht können. Die sollten denen eine Stimme geben, die keine Stimme haben.

    Und gerade auch den Schwulen in den Amateur-Ligen und kleinen regionalen Vereinen damit helfen...
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#5 ursus
  • 24.10.2015, 12:11h
  • >"Das Stigma ist verschwunden"

    gut, dass es mir endlich jemand sagt. ich hätte es sonst nicht gemerkt. kann es bitte noch jemand den religionsheinis_heidis, der union, der afd und allen anderen weitererzählen?

    dass es gar kein stigma mehr gibt, ist sicher auch der grund, weshalb die mirror schon einen riesenartikel zu diesem so vollkommen unaufregenden thema macht, bevor auch nur irgendwas passiert ist...
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#6 no_name_01
  • 24.10.2015, 13:10h
  • Der DFB sollte endlich Mal ne Scheibe abschneiden von ihren englischen Kollegen. Es ist verwunderlich, dass deutsche Institutionen verglichen zu (vermeintlichen konservativen) Resteuropäern schlecht abschneiden, was Homoakzeptanz, Förderung und gesetzliche Gleichberechtigung betrifft !
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#7 JogoleinProfil
  • 24.10.2015, 13:15h Aalen

  • Falls das stimmt wäre es schön, wenn etwas von dem Mut den es im Profifußball dazu braucht über den Ärmelkanal schwappen würde.
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#8 hugo1970Profil
  • 24.10.2015, 13:46hPyrbaum
  • Ich bin noch zu einer erklährung geckommen:
    vielleicht stimmt das Gerücht, nur dieses Boulevardblatt hatt diesen Artikel veröffentlicht in der Hoffnung, das die besagten Profis, vielleicht doch ein rückzier machen.
    Ist dieses Blatt eher konservativ oder liberal?
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#9 RealistosoAnonym
#10 2345tztfAnonym
  • 24.10.2015, 14:00h
  • In Deutschland gab es eine ähnliche Ankündigung auch schonmal, danach ist aber nichts passiert.

    Ich glaub es erst, wenn es Realität wird und wenn es sich um einen AKTIVEN Spieler der ERSTEN Liga handelt. Wenn es mehrere sind, umso besser.

    Wenn es tatsächlich passieren sollte, dann wäre das schon eine Art Durchbruch und weitere aktive Erstligaspieler auch aus anderen europäischen Ländern und auch aus Deutschland könnten sich outen.

    Ich glaub es erst, wenn es tatsächlich passiert.
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