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  • 25.10.2015, 19:57h           35      Teilen:   |

Reaktionen

Schwule und lesbische Katholiken enttäuscht von Familiensynode

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Drei Wochen lang tagten fast 300 Bischöfe aus aller Welt, um über die Familienpolitik des Vatikans zu beraten. Das Ergebnis wurde vor allem in westlichen Ländern als mager eingestuft.

"Chance vertan", meinen das Netzwerk katholischer Lesben und die Ökumenische Arbeitsgruppe HuK. LSVD: Menschenfeindlichkeit bekräftigt.

Das Netzwerk katholischer Lesben (NkaL) und die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle (HuK) sind enttäuscht über das Ergebnis der katholischen Bischofssynode im Vatikan. Das am Samstag nach einer dreiwöchigen Beratung beschlossene Schlussdokument biete nichts Neues, sondern setze "die ambivalente Haltung der katholischen Kirche gegenüber gleichgeschlechtlichen Partnerschaften fort", heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme.

"Die Synode hat die Auseinandersetzung mit der Situation von Homosexuellen und ihren Partnerschaften gescheut", erklärt Manuela Sabozin vom NkaL. "Sie hat die Gelegenheit verpasst, ihre Position aus internationaler Sicht theologisch zu klären und die Verfolgung von Homosexuellen an den Pranger zu stellen."

Die beiden Gruppen lobte, dass die theologische Diskussion "mutiger" gewesen sei als je zuvor: Einzelne Bischöfe hätten sich dafür eingesetzt, dass Homosexuelle in der Kirche willkommen werden, auch hätten die deutschsprachigen Synoden-Bischöfe mit ihrer Bitte um Verzeihung für "zu harte und unbarmherzige" Haltungen "ein historisch einmaliges Bekenntnis" abgelegt. Auch betone das Abschlussdokument die grenzenlose Liebe Jesu gegenüber allen Menschen und verzichte auf einer Wiederholung der "Sprache der Sünde".

"Das reicht aber nicht", meint Markus Gutfleisch von der HuK. "Die Synode hat es vermieden, LSBT als Gäste einzuladen und ihre Einschätzung zu hören. Die Ablehnung von homosexuellen Partnerschaften zeigt, dass die Bischöfe sich aktuellen theologischen Einsichten verweigern. Wir hoffen, dass die positiven Ansätze in deutschen Bistümern, die durch die Vorarbeiten für die Synode sichtbar wurden, weitergeführt werden." Man werde "Kardinal Marx beim Wort nehmen und jetzt den Dialog mit der Kirche intensivieren, damit sie hier beginnt, echte Heimat für uns zu werden."

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LSVD: Menschenfeindlicher Kampf bekräftigt

Eine deutliche Kritik am Abschlussdokument des Vatikan-Treffens kam vom LSVD: "Die Bischofsynode bekräftigt den menschenfeindlichen Kampf gegen die Bürgerrechte von Lesben, Schwulen und gleichgeschlechtlichen Paaren." Darüber könnten "auch einige milde Worte" nicht hinwegtäuschen, meinte LSVD-Sprecher Manfred Bruns. "Die Katholische Kirche trägt damit Mitverantwortung für schwere Menschenrechtsverletzungen in vielen Ländern dieser Welt."

Deutsche Bischöfe sollten sich von dieser Haltung distanzieren, so der LSVD. Allerdings sei bereits das "Schuldbekenntnis" der deutschsprachigen Bischöfe "nichts wert", wenn der Regensburger Bischof bereits zwei Tage später wieder "vehement gegen Homosexuelle polemisiert". Rudolf Voderholzer hatte öffentlich einen Flyer der Kirche zum Thema Gender kritisiert und dabei betont, dass ein Diskriminierungsverbot gegenüber Schwulen und Lesben "keine Wertschätzung einer homosexuellen Orientierung" darstelle (queer.de berichtete).

Beck: Papst muss mehr Einsatz zeigen

Von einer "herben Enttäuschung" für alle, "die auf eine barmherzigere und willkommen heißende katholische Kirche hofften", sprach auch der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck. "Homosexuellen Gläubigen wie wiederverheiratet Geschiedenen gibt die Synode Steine statt Brot! Diese Synode hat die Kirche nicht neu zusammengeführt und wird der Kirche in diesen Streitfragen keinen neuen Frieden spenden."

In Bezug auf Homosexuelle zeige der Abschlussbericht "keine wesentlich neue Tonlage", meinte Beck. Der Ball liege jetzt beim Papst: "Die katholische Kirche muss sich fragen lassen, ob sie in der Sexualethik weiterhin auf den Lehren des 13. Jahrhundert gründen will oder vom Zentrum des biblischen Zeugnis aus eine Ethik für das 21. Jahrhundert wagen will." (nb)

Mehr zum Thema:
» Vatikan: Familiensynode bekräftigt Nein zur Anerkennung von Homo-Paaren (24.10.2015)
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Tags: vatikan, katholische kirche, familiensynode, huk, nkal
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Reaktionen zu "Schwule und lesbische Katholiken enttäuscht von Familiensynode"


 35 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
25.10.2015
20:08:47


(+5, 11 Votes)

Von MarieJoseph


Wenn Franziskus nicht mehr Papst sein wird, kommt ein Hardliner, der dort nahtlos anschließen kann, wo Benedikt aufgehört hat, denn Franziskus hat formal nichts verändert, sondern ist nur nett und freundlich zu den Menschen. Das Schlimmste, was den liberalen Katholiken passieren könnte, wäre ein afrikanischer Papst, z.B. Robert Sarah. Aber selbst unter einem solchen Hardliner wird die HuK weiterhin versuchen, die katholische Kirche "von innen heraus" zu reformieren. Das versucht sie ja immerhin schon seit fast 40 Jahren....


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#2
25.10.2015
20:36:44


(+9, 11 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"Die Katholische Kirche trägt damit Mitverantwortung für schwere Menschenrechtsverletzungen in vielen Ländern dieser Welt."

Hä, Mittverantwortung?, wie bitte? nein, DIE katholische kirche TRÄGT DIE HAUPTVERANTWORTUNG VON VERFOLGUNG, TÖTUNG, HETZTUM, DISKRIMINIERUNG, STAATLICHE POLITISCHE EINMISCHUNG, ILEGALE MISSIONIERUNG, ILLEGALE THERAPIEN, NATURZERSTÖRUNG, EXPLOSION DER WELTBEVÖLKERUNG usw.


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#3
25.10.2015
21:09:52


(+16, 16 Votes)

Von kuesschen11
Aus Darmstadt (Hessen)
Mitglied seit 26.08.2012


Bei der Familiensynode der Katholiken kommt einfach kein Dialog mit LGBTs auf Augenhöhe zustande. Sie sprechen nicht miteinander, das Thema wird weiterhin marginalisiert behandelt.

Die Bischöfe bleiben bis dato menschenverachtend, verletzen die Würde der Bürger durch Widerstand und stiften somit Unfrieden in der Welt. Wer sich ihren Dogmen widersetzt und hinterfragt, bekommt einen Tritt und wird gefeuert.

Brauchen Menschen im 21. Jahrhundert noch so eine rücksichtslose Moral?


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#4
25.10.2015
21:35:07


(+12, 14 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


Quelle surprise, liebe devot-gläubigen Homos!

Gebt es doch zu, ihr steht drauf, vom Klerus gedemütigt zu werden, weil ihr euch für unvollkommene, um nicht zu sagen entartete, kleine Sünder haltet.

Wer darauf keine Lust mehr hat, tritt aus der Kirche aus. Dann müsst ihr euch auch nicht mehr den Vorwurf gefallen lassen, Kindesmissbrauch gutzuheissen und aktiv zu unterstützen.


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#5
25.10.2015
21:54:17


(+14, 16 Votes)

Von HonestAbe
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 24.06.2012


Das wird jetzt hart für alle katholischen Schwulen, Lesben und Bis, aber die einzige Lösung heißt, euch ENDLICH von diesem lächerlichen Verein von Trickbetrügern, Kinderschändern und Faschisten loszusagen. Ihr braucht die nicht, um euren Glauben zu leben. Wenn ihr weiter auf diese anmaßenden Karikaturen herein fallt, seid ihr keinen Deut klüger als die Menschen des Mittelalters vor der Reformation. Es gibt einfach heutzutage keine Entschuldigung mehr dafür einer Kirche zu folgen, die Menschen verachtet und das Recht und Gesetz unserer modernen Staaten scheißt. Ihr folgt damit übrigens nicht Jesus Christus, sondern der Tradition eines Verrückten names Paulus. Erst durch diesen fürchterlichen Eiferer wurde das was heute die katholische Kirche darstellt möglich. Jesus hätte nicht gewollt, dass eine Gruppe von doppelzüngigen Pharisäern in Rom die Gläubigen unter ihre Moral zwingt. Das genaue Gegenteil hat er gepredigt.

Sofern man dergleichen Dinge denn glauben mag. Wichtiger für alle klar denkenden Menschen ist also immer wieder zu betonen, dass NICHTS von dem was diese verblödeten Pfaffen von sich geben, auch nur irgendein noch so kleines Gewicht für Menschen haben darf, die nicht an diese Schweinepriester glauben. Solange dies jedoch (wie z.B. in Deutschland) nicht zu 100 % der Fall ist, ist unsere Demokratie in Gefahr!


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#6
25.10.2015
21:59:03


(+12, 12 Votes)

Von hypathia
Aus Baden (Österreich)
Mitglied seit 18.11.2012


Hat wirklich irgendjemand geglaubt, dass dieses Altherrentreffen irgendetwas in der kath. Kirche verändern würde?
So naiv kann man doch gar nicht sein.


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#7
25.10.2015
23:46:19
Via Handy


(+10, 12 Votes)

Von puschelchen
Aus irgendwo in nrw
Mitglied seit 18.12.2009
Antwort zu Kommentar #6 von hypathia


Ich finde es UNMÖGLICH, wie hier wieder gegen die heilige Mutter Kirche gehetzt wird!!!!!

Den epochalen Beschlüssen der Synodenväter wird es zu verdanken sein, dass in spätestens 50 Jahren geächtet sein wird, wenn unsere warmen Brüder und Schwestern z.B. in Afrika erschlagen werden. Zudem wird man spätestens 2115 den Empfehlungen des Weltärztebundes (bzw. dann der VÄFP, der Vereinigung der Ärzte föderaler Planeten) folgen, nach denen Homosexualität keine Krankheit und ganz normal ist.

Ich halte nunmehr JEDE Wette, dass in 250 Jahren die ersten gleichgeschlechtlichen Paare gesegnet werden dürfen. Nunmehr ist klar, dass der Vatikan endlich gleichgeschlechtliche Paare anerkennen wird, wie es schon unzählige Gemeinschaften gemacht haben (siehe Huk.Coburg, Quäker, barfüßige Schwestern des krummen Gänseblümchens, etc.).

LUJA!!!


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#8
25.10.2015
23:56:35


(+14, 16 Votes)

Von Marc


"Schwule und lesbische Katholiken enttäuscht von Familiensynode"

Und ich bin enttäuscht von schwulen und lesbischen Katholiken.

Jeder, der da Mitglied ist, unterstützt diese menschenverachtende, scheinheilige Organisation und ihre Unterdrückung und ihr Schüren von Hass - sowohl ideologisch als auch finanziell.

Mit Religion hat dieser macht- und geldgeile Konzern nicht viel zu tun. Das ist eher eine Perversion von Religion, sich selbst so als unfehlbare Diktatoren aufzuspielen.

Gerade als Christ sollte man aus der katholischen Kirche austreten...


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#9
26.10.2015
02:16:37


(+10, 12 Votes)

Von Fghjjredbbn


Der einzige lösungsweg:

Kirchenaustritt.de

(Tipp: damit spart ihr euch die Kirchensteuer, sehr viel Geld)


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#10
26.10.2015
04:51:06


(+11, 11 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014
Antwort zu Kommentar #7 von puschelchen


Du bist ja vielleicht sprühend vor Zuversicht und großzügig mit Wohlwollen bedacht!

Ich hätte angenommen, dass die in 400 Jahren vielleicht zu dem Schluss gelangen, dass Lesben und Schwule rein theoretisch auch Menschen sein könnten.

Na ja, die weiter diesem Verein anhängen, verstehe ich so oder so nicht. Man kann sich seinen Gott ja mit auf's Sofa nehmen, wenn man glaubt, unbedingt einen zu brauchen.


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