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Viele Männer und einige Kinder in zivil sind bei der Hinrichtung zu sehen

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat am Sonntag neue Propaganda-Bilder veröffentlicht, die angeblich die öffentliche Hinrichtung von zwei Homosexuellen in der syrischen Stadt Aleppo zeigen sollen.

Auf den Bildern sind zwei an den Händen gefesselte Männer mit verbundenen Augen zu sehen, die auf eine große Zeltplane geführt werden. Weitere Bilder zeigen die blutüberströmten Männer nach ihrer Hinrichtung, in Nahaufnahmen sind auch mit Blut überströmte Steine fotografiert worden.

Die Bilder zeigen zudem etliche Zivilisten, darunter Kinder, die Zeugen des Spektakel wurden. Über die Freiwilligkeit der Teilnahme kann nur spekuliert werden. Bilder von früheren Hinrichtungen zeigten eine klare Trennung zwischen IS-Kämpfern, die eine Hinrichtung durchführten, und Zivilisten, die als Zuschauer am Rand standen.

Seit über einem Jahr verbreitet der IS Berichte und Bilder von Hinrichtungen von angeblichen Homosexuellen, die entweder durch den Sturz von einem hohen Gebäude, durch Steinigung oder durch Erschießung getötet werden. Erst vor einem Monat sollen angeblich neun Männer und ein Junge wegen ihrer sexuellen Orientierung hingerichtet worden seien (queer.de berichtete).

Anfang des Jahres war ein IS-Dokument aufgetaucht, in dem die Todesstrafe für Homosexuelle angeordnet wurde (queer.de berichtete). Mit dem Tod werden auch Ehebruch, der Abfall vom Glauben und das Spionieren für den Gegner bestraft, ebenso wie Mord und Blasphemie. Für einige Taten werden speziell Steinigung (Ehebruch) oder Kreuzigung (Raubmord) vorgesehen.

queer.de verbreitet die Folterbilder von Hinrichtungen durch den "Islamischen Staat" nicht weiter, weil sie zum einen die Menschenwürde und Persönlichkeitsrechte der Opfer verletzten und zum anderen keine unabhängige Dokumentation, sondern Propaganda sind (siehe Kommentar). (dk)



#1 thermobarischAnonym
#2 reutersAnonym
  • 26.10.2015, 18:43h
  • Antwort auf #1 von thermobarisch
  • Ein führender Vertreter der oppositionellen Freien Syrischen Armee (FSA) zeigte sich am Montag offen für eine Kooperation mit der russischen Luftwaffe, obwohl Russland mit Assad verbündet ist und auf eine Einbindung Assads in eine politische Lösung des seit vier Jahren andauernden Bürgerkriegs dringt. Westliche Staaten haben durchblicken lassen, dass sie nicht mehr auf eine sofortige Entmachtung des Präsidenten und die Zerschlagung seiner Regierung als Voraussetzung für einen Frieden pochen.

    de.reuters.com/article/worldNews/idDEKCN0SK1ZT20151026
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#4 arabistikAnonym
#5 PythonesqueAnonym
#6 gelesenAnonym
  • 27.10.2015, 18:44h
  • "Rund 500 Terroristen des Islamischen Staates (IS) sind mit vier aus der Türkei in Syrien eingetroffenen Maschinen nach Jemen ausgeflogen worden, wie Brigadegeneral Ali Mayhub von den syrischen Streitkräften am Dienstag in Latakia mitteilte.

    Nachrichtendienstlichen Angaben zufolge landeten die Flugzeuge in Aden. Zwei davon gehörten den Turkish Airlines, ein Flugzeug war aus Katar und noch ein aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Sie brachten etwa 500 IS-Terroristen aus Syrien, die sich vor russischen Luftangriffen retten wollten, sagte Mayhub.

    Die Extremisten wurden von Offizieren der saudischen Koalition in Empfang genommen Die IS-Leute sollen an einer Bodenoperation der Koalition teilnehmen, die in den jüngsten Kämpfen gegen die Huthi-Milizen erhebliche Verluste hinnehmen musste. Dabei sagte der General unter Berufung auf die Aufklärung, dass in nächster Zeit weitere IS-Terroristen aus Syrien ausgeflogen werden sollten."

    Bei sputnik nicht gefunden:

    www.epochtimes.de/politik/welt/wasservorrat-von-is-milizen-n
    ur-fuer-1-woche-russland-schneidet-is-versorgungsroute-ab-a1
    279511.html
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#7 General a DAnonym
  • 28.10.2015, 00:21h
  • Antwort auf #4 von arabistik
  • Deutschlandradio Kultur:

    Herr Kujat, teilen Sie die Auffassung, dass der Westen im Grunde genommen über Jahre in Syrien zu zögerlich war und Russland jetzt sehr geschickt in dieses Vakuum gestoßen ist?

    Harald Kujat:

    Absolut. Es ist ganz eindeutig, dass die Europäer überhaupt keine Vorstellung von dem hatten, was dort entstehen könnte, auch vier Jahre lang zugesehen haben, wie die Dinge sich entwickelt haben. Es ist auch völlig richtig, dass die Amerikaner keine Strategie, zumindest keine Strategie, die einen Erfolg verspricht im Hinblick auf die Beendigung des Bürgerkrieges und die Bekämpfung des IS, hatten. Das ist die Situation gewesen. Und Russland ist in dieses Vakuum hineingestoßen.

    Man muss sagen, das wird ja immer wieder diskutiert, welches sind die Ziele Putins, aber natürlich will Russland seinen Einfluss in dieser Region festigen und Zugang zum Mittelmeer haben. Man sieht ja auch den Zusammenhang zum Beispiel mit dem Konflikt in der Ukraine. Nur die Krimhalbinsel garantiert den Russen eine Seebasis, die es ihnen erlaubt, den Zugang zum Mittelmeer zu haben. Und nur eine logistische Basis im Mittelmeerraum, in diesem Fall in Syrien, erlaubt es den Russen, diese Präsenz im Mittelmeer aufrecht zu erhalten. Also, hier kommen strategische Ziele und die Ziele, die mit diesen Krisen, mit diesem Krisengürtel muss man schon sagen, der sich von Libyen über den Irak bis nach Syrien und sogar bis in den südlichen Kaukasus erstreckt, zusammen. Also, das ist das Ziel, das Russland verfolgt, hier Einfluss zu halten und im Grunde genommen auch die südliche Krisenregion südlich von Russland abzuschirmen gegen den Einfluss terroristischer und islamistischer Kräfte. Das ist es, was sie verfolgen.

    www.deutschlandradiokultur.de/syrien-krieg-soll-der-westen-e
    ine-allianz-mit-russland.990.de.html?dram:article_id=333303
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#8 gefundenAnonym
  • 01.11.2015, 12:45h
  • Antwort auf #1 von thermobarisch
  • Der Berliner Thinktank SWP kommt zum Schluss: Russland ist jetzt Vetomacht im Nahen Osten.

    Über das »russische Kräftedispositiv in Syrien« schreiben die SWP-Autoren Markus Kaim und Oliver Tamminga: »Russland hat in den letzten Wochen verstärkt militärische Kräfte auf die Luftwaffenbasis nahe Latakia im Nordwesten Syriens verbracht. Die dort stationierten Marineinfanteristen, Panzer vom Typ T-90, Gefechtsfahrzeuge und Artillerie dienen vor allem dem Schutz der Luftwaffenbasis vor Angriffen durch den IS oder andere Oppositionsgruppen.« Die Zahl von 300 bis 500 Marineinfanteristen sei ausreichend, um eine solche Basis dauerhaft zu schützen, aber zu klein für eigene Offensiven.

    Moskaus Coup: »Diese Form der Luftüberlegenheit beeinflusst unmittelbar den Einsatz der Luftkriegsmittel der USA und ihrer Verbündeten und zwingt diese dazu, die eigenen Operationen mit Russland zu koordinieren, um Zwischen- oder sogar Unfälle zu vermeiden.«

    Die »Stiftung Wissenschaft und Politik« berät den Bundestag und die Bundesregierung. Aus dem Haushalt des Kanzleramts wird der offiziell unabhängige Thinktank auch maßgeblich finanziert. Kanzleramtsminister Peter Altmaier, enger Vertrauter von Regierungschefin Angela Merkel, sitzt als stellvertretender Präsident an führender Stelle im Stiftungsrat.

    www.swp-berlin.org/fileadmin/contents/products/aktuell/2015A
    88_kim_tga.pdf
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#9 damastAnonym
  • 02.11.2015, 19:25h
  • Antwort auf #7 von General a D
  • Obamas regime change in Syria: effort to destabilize China, Russia?

    atimes.com/2015/11/obamas-regime-change-in-syria-effort-to-d
    estabilize-china-russia/


    Doch die von den USA ausgebildeten ausländischen Soldaten sind oft nicht in der Lage, ihre eigene Heimat zu verteidigen, obwohl sie meist besser ausgebildet und ausgestattet als ihre Feinde sind.

    de.sputniknews.com/militar/20151102/305363781/usa-militaer-h
    ilfsprogramm-scheitert.html


    Im Nahen Osten zerfällt die mit dem Sykes-Picot-Abkommen etablierte koloniale Ordnung, Staaten wie der Irak und Syrien zerbrechen. Steht der Westen in der Pflicht, eine Allianz mit Russland einzugehen, um eine Stabilisierung zu erreichen?

    Kujat: Betrachtet man die Ursachen, die diese Region in die Krise stürzten, lautet die Antwort: ja. Denn der Westen trägt mit seiner Intervention Verantwortung für die Destabilisierung in Libyen, ebenso durch die Irak-Kriege für das Taumeln des Iraks. Wir tragen außerdem Verantwortung über die von Ihnen angesprochene Kolonialgeschichte. Die willkürlichen Grenzziehungen der Kolonialmächte schufen ethnisch inhomogene Staaten mit starken Zentrifugalkräften. Und weil sich dieses Drama direkt vor der Haustür Europas abspielt, haben wir ein unmittelbares Eigeninteresse. Weil wir weder die Lebensgrundlagen der Menschen sicherten, noch die Konflikte zu einem frühen Zeitpunkt eindämmten, sehen wir uns nun mit den Folgen konfrontiert und müssen handeln, auch dort, wo die Ursachen liegen.

    www.presseportal.de/pm/65442/3160839
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#10 General i DAnonym
  • 03.11.2015, 22:31h
  • Antwort auf #7 von General a D
  • Kujat, 29.10.15:

    "Es ging nicht darum, die Freiheit Deutschlands am Hindukusch zu verteidigen. Das hatte Peter Struck damals nur gesagt, um in der Bevölkerung mehr Unterstützung zu erzeugen. Im Laufe der Zeit wurden die Ziele ambitionierter. Und hier wurzelte das Scheitern. Denn mit einem militärischen Einsatz kann man weder eine Demokratie etablieren noch einen wirtschaftlichen Aufschwung begründen noch eine Stabilisierung erreichen. Letztlich kann man nur die Voraussetzungen dafür schaffen, dass soziale, politische und wirtschaftliche Entwicklungen beginnen, damit das Land später auf eigenen Füßen stehen kann. "

    Domröse, 03.11.15:

    Afghanistan: Deutscher Nato-Kommandeur fordert Luftschläge gegen Taliban

    www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-deutscher-nato-ko
    mmandeur-fordert-luftschlaege-gegen-taliban-a-1060957.html
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