Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?24905

Roger Moore vor historischer Kulisse in Berlin bei einer PR-Aufnahme aus dem Jahr 1983 (Bild: United Artists)

Kann 007 eine Frau oder gar ein Schwuler sein? Nein, sagt der Star aus "Octopussy" und "Der Spion, der mich liebte".

Der frühere James-Bond-Darsteller Roger Moore hat gegenüber der "Daily Mail" erklärt, dass er sich keinen schwulen oder weiblichen James Bond vorstellen könne. "Ich habe davon gehört, dass Leute über einen Lady-Bond oder einen schwulen Bond gesprochen haben. Aber das wäre kein Bond aus dem einfachen Grund, weil das nicht das wäre, was [Bond-Autor] Ian Fleming geschrieben hat".

Der 88-Jährige beteuerte, dass er nicht aus Homophobie einen schwulen Bond ablehne, sondern weil die Figur nicht beliebig geändert werden könne. Man solle nicht aus "politischer Korrektheit" die Vision des Autors ignorieren, erklärte der Engländer.

Moore war erst vor wenigen Monaten in die Kritik geraten, weil ihn die französische Zeitschrift "Paris Match" mit der Aussage zitiert hatte, dass er sich keinen Bond mit schwarzer Hautfarbe vorstellen könne. Damals hatte er gesagt: "Auch wenn James von einem Schotten, einem Waliser und einem Iren dargestellt wurde, glaube ich, er sollte ein 'englischer Engländer' sein. [Ein schwarzer Bond] ist zwar eine interessante Idee, aber unrealistisch."

Daniel Craig und Pierce Brosnan können sich schwulen Bond vorstellen

Im Gegensatz zu Moore haben der aktuelle Bond, Daniel Craig, und dessen irischer Vorgänger, Pierce Brosnan, bereits ausdrücklich erklärt, dass sie sich einen schwulen Bond vorstellen könnten. Beide schränkten allerdings ein, dass dies eine eher langfristige Perspektive sei. So sagte Brosnan im August, er glaube nicht, dass die gegenwärtige Produzentin eine derartige Änderung erlauben werde (queer.de berichtete).

Letzte Woche sagte Daniel Craig, dessen neuer Film "Spectre" am Montagabend in London in Anwesenheit von Prinz William und Kate Weltpremiere feiert, dass ein schwuler Bond durchaus vorstellbar sei: "Alles ist möglich. Man kann alles tun, so lange es glaubwürdig ist und funktioniert", so der Schauspieler im britischen Nachrichtensender "Sky News". Bereits 2012 hatte er aber im queer.de-Interview erklärt, dass der James Bond, den er darstelle, nicht schwul sei (queer.de berichtete). Dabei bezog er sich auf diverse Interpretationen einer Filmszene aus "Skyfall".

Mit Sam Smith gibt es beim aktuellen James-Bond-Film immerhin eine schwule Premiere: Erstmals wird der Titelsong von einem offen schwulen Mann interpretiert (queer.de berichtete). (dk)

Youtube | Sam Smiths "Writing's On The Wall" ist der Titelsong des neuen Bond-Films


#1 LeonhardAnonym
#2 Sabelmann
#3 NilsAnonym
  • 26.10.2015, 15:09h
  • Einen Bond, der nicht mehr die nächstbeste Frau ins Bett zieht???? :O :O

    Niemals!!!!

    Bond! James Bond!

    Modernisierung - ja! Anpassen an neue Zeit - ja! Aber den Charakter völlig austauschen...dann wird das ganze der völligen Beliebigkeit preisgegeben... tschuldigung... geht gar nicht!!! Bond bleibt Bond!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 AlexanderSalamanderAnonym
  • 26.10.2015, 15:11h

  • Quatsch. Das ist eine schlechte Ausrede von Roger Moore.
    Man müsste doch nicht viel ändern nur wenn er schwul oder bisexuell wäre.
    Ob die Lover von Bond jetzt weiblich oder männlich sind, ändert nichts an der Handlung.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Klar benennenAnonym
  • 26.10.2015, 15:12h
  • Widerlich rassistiche und homophobe Aussagen!

    Jeder fiktionale Charakter kann auch schwul sein, und es ist allerhöchste Zeit, dass die faschistoide Ausgrenzung u. a. von Schwulen überall dort, wo es verkaufs- und gewinntechnisch für Medienkonzerne nicht opportun erscheint, ein Ende hat!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 stromboliProfil
#7 Petrillo
  • 26.10.2015, 16:17h
  • Leute - Bond kann nicht schwul sein, weil er u.a. ein Idol pubertierender Jünglinge ist, die sich nicht an Mädels heran trauen.

    Das ist genau so, wie Boyband-Mitglieder keine Freundin haben dürfen, damit die weiblichen Fans noch hoffen können...

    Abgesehen davon, dass mit zunehmender Prüderie Bond ja eh nicht mehr so viele Gespielinnen hat wie früher, wäre doch eine Bi-Variante viel interessanter, angedeutet wurde so was m.W. auch schon. Ansonsten lasst den Heten ihren Fantasie-Hengst!

    Anstatt eines weiblichen Bond könnte bspw. Angelina Jolie noch öfter in die Salt-Rolle schlüpfen bzw. man daraus eine neue Serie kreieren.

    Sir Moore ist für einen Mann seines Alters durchaus recht progressiv und liberal eingestellt - dass man eine Romanfigur nicht beliebig verändern kann, zeigt schon der Unmut der Fans, weil "Pumuckel" schlanker geworden ist. Oder wer wollte eine "Pippi Langstrumpf" mit schwarzem Pagenschnitt. Oder einen Jungen in der Rolle?
  • Antworten » | Direktlink »
#8 JogoleinProfil
#9 michael008
#10 Sabelmann
  • 26.10.2015, 17:23h
  • Huch...die Aufregung hier ist aber gross!Natürlich muss nicht ALLES verschwult werden auch wenns bei vielen Rollen in der Phantasie vieler Huschen gerne gewünscht wäre.
    Ich denke es gibt viele hervorragende "schwule Filme",da sollte man nicht darauf angewiesen sein aus hetero(und umgekehrt) schwul zu machen.
  • Antworten » | Direktlink »