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Einzelkommentar zu:
Berlin-Brandenburg: Sexuelle Vielfalt doch im Rahmenlehrplan


#3 Cygnus2015Profil
  • 27.10.2015, 11:13hNähe Stuttgart
  • Gut so, dass dieser Bildungsplan kommen wird. Die Leitlinie "Sexuelle Selbstbestimmung" halte ich hier sogar mit für das Wichtigste, weil ja das Recht, als Schwuler oder Lesbe seine Neigung auszuleben, Teil der sexuellen Selbstbestimmung ist, diese Selbstbestimmung aber zum Beispiel genauso den Heteros freie Partnerwahl gewährleistet. Nicht zu vergessen ist, dass in vielen fundamentalistischen Familien die Jugendlichen egal ob hetero oder homo ihr Recht auf sexuelle Selbstbestimmung oft verwehrt bekommen, weil dort neben Homosexualität auch Masturbation, vorehelicher Sex oder ein Partner aus einer anderen Religionsgemeinschaft als verwerflich vermittelt wird - sexuelle Selbstbestimmung also nicht zählt.

    Bei diesen Bildungsplan-Debatten wird ja auch sehr oft gestritten, welche Rechte der Staat und welche Rechte die Eltern haben. Dabei wird oft eine Gruppe von Menschen vergessen, die ebenfalls im Besitz von unveräußerlichen Rechten sind, nämlich die Schüler. Und deren Recht spricht eindeutig FÜR solche Bildungspläne. Es ist nämlich das Recht der Schüler, über die Freiheiten Bescheid zu wissen, die ihnen nach unserem deutschen Recht zustehen, ganz gleich, ob es dem persönlichen Umfeld passt oder nicht. Nämlich, welche Alterscchutzgrenze für sexuelle Handlungen zwischen Personen besteht, aber eben auch, dass sie selbst bestimmen dürfen, was sie mit ihrem eigenen Körper machen, und dass für sie die die freie Wahl des Liebespartners besteht (auch die Wahlfreiheit - entsprechend der persönlichen Neigung - des Geschlechts des Partners). Und zu diesem Feiheitsrecht gehört eben auch, dass die Grenzen erlaubter ausgelebter Sexualität im Rahmen der persönlichen Gewissenfreiheit liegt, nicht in der von den Eltern vermittelten Sexualmoral.

    Nur leider haben manche erzkonservativen fundamentalistischen Eltern genau das Problem: Sie wollen nicht, dass ihre Kinder sexuell selbstbestimmte Menschen werden. Und haben deshalb ein Problem mit dem Bildungsplan.
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