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Einzelkommentar zu:
Berlin-Brandenburg: Sexuelle Vielfalt doch im Rahmenlehrplan


#7 Just meAnonym
  • 28.10.2015, 11:18h
  • Wenn die neue Richtlinie zur Sexualerziehung, die in den Rahmenlehrplänen sexuelle und geschlechtliche Vielfalt thematisiert, schon seit dem Jahr 2001 eingeführt wurde, bin ich erstaunt wie wenig Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bislang über das Thema wissen. Noch immer ist 'schwul' ein beliebtes Schimpfwort, noch immer trauen sich die meisten - oder zumindest viele - nicht sich zu outen.

    Natürlich freue ich mich, wenn sexuelle und geschlechtliche Vielfalt nun doch im Rahmenlehrplan einfließt, doch letztlich kommt es auf die konkrete Umsetzung an. Wenn die Lehrkräfte hier selbst Hemmungen oder Vorurteile haben, werden sie wohl eher einen großen Bogen darum machen. Ich weiß selbst, dass einige Inhalte in meiner Schulzeit, die verbindlicher Bestandteil der Rahmenpläne sein sollen, nur mal kurz erwähnt wurden, weil 'keine Zeit mehr dafür war'. Das Thema war dann einfach abgehakt.

    Solange die konkrete (qualitative) Umsetzung nicht von höherer Stelle kontrolliert wird, ändert sich für queere Schüler_innen kaum etwas. Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt muss immer wieder mit Selbstverständlichkeit thematisiert werden und nicht einmalig als Problemthema. Anders gesagt, heteronormative Verhältnisse müssen hinterfragt und aufgebrochen werden.

    Mindestens ebenso wichtig finde ich es daher, Aufklärungsprojekte wie SchLau etc. stärker finanziell zu unterstützen und die Ehrenamtler_innen für ihre Arbeit zu entlohnen. Die Deligierung von Aufklärungsarbeit an ehrenamtliche Projekte zeigt, wie wenig das Thema bislang ernst genommen wird. Hier muss sich noch gewaltig etwas ändern.
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