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  • 27.10.2015, 15:16h               Teilen:   |

Homochrom/LSF Hamburg

Zwei queere Preise für kenianischen Film

Artikelbild
"Stories of Our Lives" ist ein Film, der über die Probleme von jungen queeren Menschen in einem Land berichtet, das Homosexualität unter Strafe stellt

Doppelsieg für einen ernsten Film über die Lage von LGBT in Kenia: "Stories of Our Lives" wurde bei Filmfestivals in Hamburg und Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

Der kenianische Film "Stories of Our Lives" hat bei den lesbisch-schwulen Filmtagen in Hamburg und beim Filmfestival Homochrom, das in Dortmund und Köln ausgetragen worden ist, Jury und Publikum überzeugt: Bei beiden Festivals konnte der 62-minütige Film, eine Anthologie aus fünf Kurzfilmen, die wichtigsten Preise gewinnen. Der Film war bereits im Februar bei der Berlinale mit dem Teddy Award der Jury ausgezeichnet worden (queer.de berichtete).

Bei den Filmtagen in der Hansestadt erhielt die Produktion von Jim Chuchu und dem Kunstkollektiv NEST den Jurypreis, der mit 5.000 Euro der höchstdotierte queere Filmpreis Deutschlands ist.

Bei Homochrom konnte der Film den Publikumspreis gewinnen: Die Besucher gaben "Stories of Our Lives" die Durchschnittsnote 1,54. Den Preis teilte er sich damit punktgleich mit der deutschen Produktion "Ich bin nicht krank! Ich bin schwul" der beiden Kölner Filmemacher Alexej Getmann & Diana Harders, die vom Leben von schwulen Männern im homophoben Kasachstan erzählen.

Youtube | Trailer für "Stories Of Our Lives"
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Probleme von sexuell marginalisierten Jugendlichen

Filmplakat
Filmplakat

"Stories of Our Lives" erzählt wahre Geschichten: Mehrere Monate zogen Mitglieder des Kunst-Kollektives NEST durch Kenia und sammelten Geschichten von jungen LGBT-Menschen, von ihren Erfahrungen und ihrem Alltag in dem noch sehr homophob geprägten Land. Aus unzähligen anonymen Interviews entwickelten sie fünf Drehbücher für Kurzfilme, die einen Überblick über die gegenwärtige Situation und die Probleme der sexuell marginalisierten Jugendlichen liefern. In kurzen Szenen, poetischen Schwarz-Weiß-Bildern und ruhigen Tönen inszenierte Jim Chuchu die Episoden, die so unterschiedliche Themen wie Selbstfindung und Selbstbestimmung, Zwangsheterosexualisierung und Akzeptanz behandeln. Die Kurzfilme haben jedoch eines gemein: Alle erzählen vom Verlangen nach Liebe und der Angst davor, diese öffentlich zu leben.

"Wir begreifen die präzise komponierten Bilder und filmischen Rhythmen als eine starke Ästhetik des Widerstands und sind tief beeindruckt von der Leistung des NEST-Kollektivs", begründete die Jury der Lesbisch-schwulen Filmtage in Hamburg ihre Auszeichnung.

Leider ist der Film in Kenia, das homosexuellen Handlungen zwischen Männern nach altem Kolonialrecht mit bis zu 14 Jahren Haft bestraft, nur auf illegale Weise zu erhalten: Die kenianische Zensurbehörde hat "Stories of Our Lives" verboten, weil der Film für Homosexualität werbe und diese "den nationalen Normen und Werten" widerspreche. (dk)

Links zum Thema:
» Offizielle Website "Stories of Our Lives"
» Lesbisch-schwule Filmtage
» Homochrom
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Tags: stories of our lives, homochrom, lesbisch-schwule filmtage, hamburg, dortmund, köln, kenia
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