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Aufbruch in ein neues Leben?

Bye-bye Akif Pirinçci!


Menschenfeindlich, selbstherrlich, halbgebildet und selten pointiert: Weil der Buchhandel seine Werke boykottiert, will Akif Pirinçci Deutschland verlassen (Bild: Wiki Commons / Eckhard Henkel / CC-BY-SA-3.0)

Es gibt Hoffnung: Der Autor der "Großen Verschwulung" will seinen Beruf aufgeben und ausreisen. Ein Gruß zum Abschied.

Von Ejo Eckerle

Der gesellschaftliche Brandbeschleuniger Akif Pirinçci, bisher im Hauptberuf Schriftsteller, gibt in der "Jungen Freiheit" bekannt: zum einen sei er nicht mehr Schriftsteller, zum anderen werde er Deutschland verlassen. Sollte beides sich bewahrheiten, beglückwünsche ich ihn zu diesem Schritt und wünsche gute Reise.

Nur, ich habe da so meine Zweifel, ob das gelingt. Ist die innere Heimat eines Autors nicht seine Sprache? Und kann man die so ohne weiteres verlassen? Und hat er sich nicht an anderer Stelle als Satiriker bezeichnet? Und will er, um Himmels willen, das auch weiter bleiben?

Horrorgestalt aus der literarischen Giftküche

Akif Pirinçci denkt vermutlich von sich, er sei ein schlauer Fuchs: Vorwürfe, seine Texte seien homophob, rassistisch und frauenfeindlich, bedienten sich einer schwer erträglichen Fäkalrhetorik, begegnet er mit stets mit dem Hinweis: Alles nur Satire. Ich darf das!

An dieser Stelle kann man ihm nur schwer widersprechen. Nehmen wir den Satirebegriff ernst, dann darf Spott natürlich auch geschmacklos, gemein und verletzend sein, die unterste Schublade bedienen. Sprachliche Eleganz ist nicht unbedingt das Kriterium. Das macht Pirinçcis Texte für jene Menschen, die er verhöhnt, zurecht schwer erträglich. Und wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass Satire nicht unbedingt in der aufklärerischen Tradition von Dieter Hildebrandt und Co. stehen muss.

Im Gegensatz zu einem Menschenfreund wie Hildebrandt wirkt Pirinçci wie eine Horrorgestalt aus der literarischen Giftküche: Menschenfeindlich, selbstherrlich, halbgebildet und selten pointiert. Der schlaue Akif hatte eines bei seinem listig angelegten Satire-Feldzug nicht bedacht. Dass er als Autor eine erste Existenz besitzt: die des schmusig-verspielten Katzenliebhaber-Literaten, der mit seinen Büchern die Herzen so mancher romantischen Seele erwärmte. Das sicherte ihm die Grundlage seines Erfolgs und machte ihn erst zur Marke, die etwas wert ist.

Diese Marke hat er nun gründlich beschädigt. Der schlaue, kleine Akif hat etwas verspielt, was lange dauert, bis es erreicht ist: Marktwert. Bis ans Ende seiner Tage wird ihm jetzt das Image des homophoben, frauenfeindlichen Rassisten anhängen.

Katzen haben bekanntlich sieben Leben. Und eine tote Existenz kann man getrost begraben. Also, Akif, du machst das schon ganz richtig. Wir warten inzwischen ab, wie lange Dein zweites Leben als Satiriker noch währt.



#1 Homonklin44Profil
  • 28.10.2015, 08:01hTauroa Point
  • Man kann sich, auch wenn man sich zuweilen als 'Genie' outet, oder das wenigstens a'la möchtegern in dem und jenem Interview loslässt, auch irgendwie sehr gelenkig selbst ein Bein stellen. Besonders, wenn man sein Mundwerk nicht so unter Kontrolle hat, bzw. Feder und Block.

    Ich möchte ihm keine Träne nach weinen, und ausgereist ist er ja schon einmal, er weiß, wie das geht.

    Wenn frauenfeindliche, rassistische, xeno-, homo-,transphobische Haltungen halt doch nicht das ansonsten so euphorisch verteidigte Deutschlandgefühl blühen lassen, muss man sich vielleicht auch einfach mal fragen, ob man nicht selbst Fehler macht.

    'Genies' können das. Wer seine Positionen nicht hinterfragen, überprüfen und ggf. revidieren kann, ist ein armes Würstchen.

    ...ob er in Zukunft evtl. Katzen-Pornos drehen mag ...? FelidaErotika...
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#2 MariuszAnonym
  • 28.10.2015, 08:49h
  • und david berger hat sein selbsterwähltes vatikanscheindasein immer noch nicht überwinden und plädiert für eine fortsetzung der diskriminierung, indem er, wie die leute das immer machen, die (sprachlich) diskriminieren wollen, die "hüter" der politischen korrektheit kritisiert.

    "Scharfe Kritik an dem Boykott kam dagegen von dem homosexuellen Publizisten David Berger, der von einem Rückfall des deutschen Buchhandels in die Barbarei sprach. Auch wenn er Pirinçcis Pegida-Rede als völlig inakzeptabel ansehe, empfinde er den derzeitigen Umgang der selbsternannten Hüter der politischen Korrektheit mit seinen Büchern aus der Vergangenheit, besonders aber der Buchgroßhändler mit seiner aktuellen Neuerscheinung Die große Verschwulung im Hinblick auf die Meinungs- und Pressefreiheit noch tausendmal unerträglicher"
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#3 goddamn liberalAnonym
  • 28.10.2015, 09:04h
  • Antwort auf #2 von Mariusz
  • Na ja.

    Beides tragische Fälle von Überassimilation.

    Der Migrant Pirinicci mag weiterwandern, die weißen Frauen aus den westfälischen Schlössern spuken weiter und spucken auf unsere Rechte.

    Brauner Spuk.
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#4 ShadesofgayAnonym
  • 28.10.2015, 09:28h
  • Reisende soll man nicht aufhalten und es ist auch kein Verlust! Mit seinen homophoben Ansichten ist er besonders in folgenden Staaten gut aufgehoben:

    - fast alle Nachfolgestaaten der ehemaligen UdSSR (Ausnahme Estland, Lettland und Litauen)
    - vielen afrikanischen Staaten (besonders Uganda, Nigeria und Gambia)
    - fast alle Staaten des Nahen Ostens (Ausnahme Israel)

    Je schneller er unser Land verläßt, desto besser!
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#5 HonestAbeProfil
  • 28.10.2015, 09:58hBonn
  • Ich denke Russland wäre wohl am besten geeignet als neue Heimat von Pirinçci. Idealerweise natürlich verbunden mit einem Übertritt in die orthodoxe Kirche. Da kann er dann einen lustigen Hut tragen und darf ungefilterte Hassbotschaften gegen LGBT verbreiten. In Russland heißt sowas dann "völkische Aufklärung zum Schutz der Kinder" oder so. Ob sie das in Russland so einen "Osmanen" jedoch machen lassen, halte ich für sehr fraglich. Ich denke da kann ein Großmaul wie er ganz froh sein, wenn er nicht von irgendwelchen verrohten Kaukasen mit Komplexen am nächsten Bordstein zusammengetreten wird.

    Willkommen Pirinçci, in der Welt die du selbst mit geschaffen hast.
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#6 Tommy0607Profil
  • 28.10.2015, 10:10hEtzbach
  • "Reisende soll man nicht aufhalten"!
    Auch in unserer "modernen" Zeit werden Homophoben sowie Rassisten immer noch viel zu wenig bestraft. Und wenn es "mal " passiert , ist es gut so!.Auch Minderheiten wie Homosexuelle , Ausländer sowie Flüchtlinge : Und wenn "gewisse" Leute sie sie sie nicht aktzeptieren, beschimpfen und sie mit Worten beleidigen , haben sie die Konsequenzen zu tragen!
    "Mitgefühl" für Homophobe und Rassisten : Nein , Danke!
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#7 Homonklin44Profil
#8 ursus
  • 28.10.2015, 10:50h
  • das ist natürlich als kreischfutter für die stammtische geplant: "jetzt sind wir schon wieder so weit, dass verfemte schriftsteller das land verlassen müssen!"

    ein durchsichtiges manöver, das leider prima funktionieren wird.

    weshalb ist ein so großer teil der deutschen bevölkerung eigentlich derzeit so wild darauf, die dreißiger jahre wiederzubeleben?
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#9 MariposaAnonym
  • 28.10.2015, 11:06h
  • Uganda heißt ihn sicherlich willkommen..... Am besten sollt er sich aber gleich bei den Salafisten oder dem IS bewerben.
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#10 businesscoachingAnonym