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Die Kandidaten während der Debatte in Boulder (Colorado)

Der derzeit nach Umfragen führende republikanische Präsidentschaftskandidat weiß, wo der Feind steht: Amerika wird von Menschen zerstört, die ihn als homophob bezeichnen.

Zur besten Sendezeit fand am Mittwoch in den USA die bereits dritte republikanischen Präsidentschaftsdebatte statt, bei der die zehn führenden Kandidaten Journalisten Rede und Antwort standen. Das Thema Homosexualität spielte nur am Rande eine Rolle. Die einzige Frage zum Thema ging an Ben Carson, der derzeit laut Umfragen mit 27 Prozent das Feld vor Immobilienmogul Donald Trump anführt.

Der Moderator des Senders CNBC wollte wissen, warum Carson im Vorstand der Großhandelskette Costco sitzt, die von LGBT-Gruppen als homofreundlich eingestuft wird. Der Politiker empfand das als persönlichen Angriff und ging in seiner geliebten Opferrole auf:

Sie verstehen offenbar meine Ansichten über Homosexualität nicht. Ich glaube daran, dass unsere Verfassung jeden schützt, unabhängig von dessen sexueller Orientierung oder anderen Aspekten. Ich glaube auch daran, dass die Ehe eine Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau ist. Es gibt keinen Grund, warum man nicht fair zur Gay Community sein kann. Die sollten nicht automatisch annehmen, dass jemand, der die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau ansieht, homophob ist. Das ist eine der Mythen, die die Linke unserer Gesellschaft aufzwingt. So machen sie Leuten Angst und bringen sie dazu, den Mund zu halten. Das ist, um was es in der P.C. (politisch korrekten)-Kultur geht. Das zerstört diese Nation. Wir, das amerikanische Volk, sind nicht unsere Feinde – unser wahren Feinde sind diejenigen, die uns entzweien wollen.

Natürlich wird der 64-Jährige von LGBT-Aktivisten dafür kritisiert, dass er tausenden gleichgeschlechtlichen Ehe-Paaren das Eherecht wieder entziehen will, aber das gehört bei den Republikanern derzeit noch zum guten Ton. Was die Aktivisten über Carson viel mehr entsetzt, sind die verrückten Sachen, die er sonst so sagt: So wirft er Schwulen vor, am Untergang Amerikas schuld zu sein, und vergleicht sie mit Kinderschändern (queer.de berichtete). Und er warnt eindringlich davor, dass die politische Korrektheit der Linken der direkte Weg zum Faschismus ist: Denn Hitler, so Carson vor einem Monat, sei nur an die Macht gekommen, weil es in der Weimarer Republik "zu viel politische Korrektheit" gab. (dk)

Wer starke Nerven hat, kann sich hier die ganze rund zweistündige Debatte ansehen:



#1 RobinAnonym
#2 altem EuropäerAnonym
#3 umfeldAnonym
#4 DefragmentierungEhemaliges Profil
  • 29.10.2015, 15:02h
  • Ben Carson ist, wie sein wirrer Hass ahnen lässt, natürlich Mitglied des militanten christlichen Todeskultes. Er, nach eigener Aussage, glaubt fest an das bald bevorstehende Ende der Welt, wünscht es herbei. Wer wählt so jemanden? Und noch viel unverständlicher: Wieso springen seine suizidalen Unterstützer nicht gleich vom Hochhaus runter, wenn sie sich selbst so gerne tot und die Welt vernichtet sähen? Vielleicht kann einer der hier im Forum umherspukenden Zombieanhänger Aufklärung über seinen Gesinnungsgenossen Carson bieten? Noch besser wäre aber ein forensischer Sachverständiger ... ^^
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#5 HonestAbeProfil
  • 29.10.2015, 15:17hBonn
  • Ben Carson ist wahrlich das maximale Paradebeispiel eines Inselbegabten. Ein genialer Neurochirurg auf der einen Seite und ein totaler Depp in sämtlichen anderen Belangen. Wäre ich Verschwörungstheoretiker wäre ich inzwischen völlig davon überzeugt, dass der geniale Arzt Ben Carson durch einen außerirdischen Doppelgänger ersetzt wurde.
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#6 JürgenAnonym
  • 29.10.2015, 15:23h
  • "unser wahren Feinde sind diejenigen, die uns entzweien wollen."

    Der wirft Schwulen und Lesben vor, am Untergang Amerikas Schuld zu sein und vergleicht uns mit Kinderschändern und Nazis.

    Wer entzweit denn hier? Wir oder er?

    ----------------------

    "Die sollten nicht automatisch annehmen, dass jemand, der die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau ansieht, homophob ist. "

    Tja, das ist halt die Definition von Homophobie:
    Wenn jemand Homosexuellen Rechte verwehrt, die er Heterosexuellen gibt, dann ist das Diskriminierung.

    Genau das ist homophob. Und obendrein auch ein Verstoß gegen das demokratische Gleichheitsprinzip.
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#7 headhunterAnonym
#8 HonestAbeProfil
#9 hugo1970Profil
  • 30.10.2015, 08:48hPyrbaum
  • Bei den Konservativen gilt die Regel, immer an das entgegengesetzte denken, was sie sagen, dann müßten die Wähler merken, für wie dumm sie von den rechts religiösen neoliberal konservativen verkauft werden.

    "Sie verstehen offenbar meine Ansichten über Homosexualität nicht.........." (Bitte den ganzen Absatz lesen)
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#10 hugo1970Profil