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Kommentare zu:
Bayern: "Keine Notwendigkeit" für Aktionsplan gegen Homophobie


#1 LeonhardAnonym
  • 29.10.2015, 13:43h
  • Na, Bayern ist ja nicht erst heute in bezug auf Homothemen ein "Land der Ahnungslosen". Die nun in fast allen Bundesländern umgesetzten Aktionspläne basieren auf einer jahrealten Empfehlung der UN-Menschenrechtscharta. In Baden-Württemberg hat die grün-rote Regierung auf den Wunsch nach besonderer Sorgfalt hin erst einmal Sozialforschung (eine Befragung und einen Beteiligungsaufruf an die relevanten Zielgruppen) durchgeführt, mit teils sehr deprimierenden Ergebnissen über die dringende Notwendigkeit auch heute noch. Der Aktionsplan ist jetzt nach vielen Verbesserungsvorschlägen und Wünschen und verbessertem Budget nach drei Jahren Forschungszeit verabschiedet worden. Die Ergebnisse und weitere Unterlagen kann man gerne beim baden-württembergischen Ministerium für Soziales und Familien anfordern. Weiter wenig tun in Bayern wie bisher ist blanke Ignoranz.
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#2 LucaAnonym
  • 29.10.2015, 13:44h

  • Auch in Bayern gibt es täglich Diskriminierung, Mobbing und Gewalt gegen Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle.

    Auch an bayerischen Schulen ist "Schwuchtel" das häufigste Schimpfwort.

    Auch in Bayern ist die Selbstmordrate unter GLBTI-Jugendlichen 5x höher als bei Hetero-Jugendlichen.

    Etc. Etc. Etc.

    Aber die CSU sieht dennoch keinen Handlungsbedarf.

    Entweder sind die zu dumm, um das zu sehen oder sie wollen es nicht sehen, weil sie das sogar gut finden. Da die gleichzeitig homophobe Hetzer aus Landesmitteln fördern, wird es letzteres sein.
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#3 AngewidertAnonym
  • 29.10.2015, 14:15h

  • Bei der CSU blättert der schwarze Lack eben ab und zu ab und die braune Grundierung kommt zum Vorschein.
    Spass beiseite...die Überschneidungen in der Geisteshaltung zwischen AfD und
    CDU/CSU sind geringer als es die Vertreter der Union jemals zugeben würden.
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#4 marianneAnonym
#5 AngewidertAnonym
#6 Menschenveracht*Anonym
  • 29.10.2015, 15:05h
  • *ung!

    Vernichtungs- und Auslöschungspraxis!

    "90 Prozent der Fachkräfte attestieren den Schulen, dass dort ein unfreundliches soziales Klima für homosexuelle Jugendliche herrscht. Bei den Befragten aus der Schulsozialarbeit, die noch näher dran sind, teilen sogar 97 Prozent die Meinung.

    Dass sich die jungen Leute bei Gleichaltrigen problemlos outen, halten die Fachleute daher für schwierig, wenn nicht unmöglich. Deshalb würde eine klare Mehrheit der Kräfte aus der Schulsozialarbeit ihnen auch nicht dazu raten.

    82 Prozent der Befragten geben an, dass an Orten wie Schulen oder Jugend-Freizeitstätten homophobe Ereignisse verbreitet sind.

    Und auch in den Familien, davon gehen 80 Prozent der Fachkräfte aus, wird die sexuelle Identität der jungen Leute nicht problemlos akzeptiert."

    www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.neue-studie-schwul-in-de
    r-schule.07c758bd-e8f6-458e-a1c2-b5b8c64cfbdd.html
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#7 JürgenAnonym
  • 29.10.2015, 15:16h
  • Das wäre ja auch aus Sicht der Union kontraproduktiv:
    die wollen ja gerade Homophobie, weil sie solche diffusen Ängste ausnützen wollen, um daraus politisch Kapital zu schlagen...
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#8 Markus45Anonym
#9 RalfAnonym
  • 29.10.2015, 18:08h
  • Natürlich hält die Bayerische Staatsregierung an ihrer homofeindlichen Einstellung fest. Das war doch auch nicht anders zu erwarten. Allerdings hat die CSU -weitgehend identisch mit der Regierung, so wie einst SED und Regierung der DDR- immerhin den Anstand, das auch offen zu sagen, statt großartige Versprechen abzugeben, die dann nicht eingehalten werden (siehe Bundes-SPD). Aber: Auch die CSU-Front bröckelt. Beim Münchner CSD forderte der von der CSU getragene Bürgermeister Schmid die Eheöffnung. Leute wie er müssen natürlich dieses Thema immer wieder parteiintern aufbringen und dürfen nicht locker lassen. Mag sein, dass sich da in absehbarer Zeit doch was tut. Es ist nicht lange her, da konnte sich niemand einen die Regenbogenfahne schwenkenden CSU-Bonzen an der Spitze der CSD-Parade vorstellen oder dass bayerische Polizeibeamte die Parade nicht nur überwachen, sondern an ihr teilnehmen würden. Die Entwicklung ist nicht vorhersehbar. Es ist auch nur wenige Jahre her, dass die extrem homofeindliche SPD in Rheinland-Pfalz umgefallen ist und seither eine gar nicht so schlechte, wenn auch vergleichsweise stille (und deshalb auch nicht öffentlich angefeindete) Gleichstellungspolitik ihres seitherigen Koalitionspartners mitträgt. Im Übrigen: Ausgerechnet jetzt laut einen Aktionsplan fordern, wo die AfD die Konservativen vor sich hertreibt, ist wenig hilfreich. Zu diesem Zeitpunkt wird die CSU keine Zugeständnisse machen können, selbst wenn sie wollte. Konservative werfen ihren Ballast lieber leise über Bord, wenn gerade keiner hinschaut. Da gilt es, konkrete Inhalte zu transportieren. Das unter der geräuschvoll aufgezogenen Flagge "Aktionsplan" zu fordern, ist kontraproduktiv. Und das weiß Linus Förster auch. Aber anscheinend ist es ihm wichtiger, sich als Möchtegern-Reformer zu präsentieren und mit dem Finger auf die CSU zu zeigen, die mal wieder alles blockiert - so wie seine eigene Partei übrigens auf Bundesebene, wo sie bei den Koalitionsverhandlungen keinen Finger für Schwule und Lesben gerührt, aber alle idiotischen CSU-Forderungen akzeptiert hat.
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#10 panzernashorn
  • 29.10.2015, 18:21h

  • Immerhin halten die (unfreiwillig) das Andenken an ihren bekanntesten Schwulen hoch und in Ehren, ihren Kini Ludwig II............

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#11 giliattAnonym
  • 29.10.2015, 23:01h
  • Seehofer hat in seinem Privatleben die Maßgaben seiner Partei und seiner Religion mit Füßen getreten. Bigotterie nennt man sowas. Oder verlogen. Milde gesagt: Scheinheiligkeit.

    Sakra! Wann der Franzjosef dös g`wusst habbenta tata!
    Aus dem Freistaat Bayern kamen die beiden großen gesellschaftliche Skandale mit homosexuellem Hintergrund - Sedlmayr und Moshammer, aus dem Bussi-Bussi-Promi-Umfeld.

    Schön, dass Bayern sich nun erklärt und brüstet, homophobe Aktivitäten erfolgreich zu bekämpfen (was ja grundgesetzverankerte Pflicht ist!). Schön, dass in Bayern das Tolerieren gleichgeschlechtlicher Lebensformen Bestandteil der HIV-Prävention ist (was bitte hat HIV mit Homoehe zu tun? Hä?).

    Alles in Butter also. Fortschrittlicher geht`s nimmer: Da kann Bayern auch dem Aktionsplan gegen Homophobie seine Teilnahme nicht verwehren.
    Ja mei, logisch...
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#12 ParadoxonAnonym
  • 30.10.2015, 00:43h
  • Antwort auf #9 von Ralf
  • "Ausgerechnet jetzt laut einen Aktionsplan fordern, wo die AfD die Konservativen vor sich hertreibt, ist wenig hilfreich. Zu diesem Zeitpunkt wird die CSU keine Zugeständnisse machen können, selbst wenn sie wollte. Konservative werfen ihren Ballast lieber leise über Bord, wenn gerade keiner hinschaut. Da gilt es, konkrete Inhalte zu transportieren. Das unter der geräuschvoll aufgezogenen Flagge "Aktionsplan" zu fordern, ist kontraproduktiv. Und das weiß Linus Förster auch".

    Ich halte das für eine ganz kluge Analyse der Situation. Natürlich geht es "uns" meist um die Außenansicht von Politik, d.h. wie etwas bei "uns" ankommt, und ich denke, da gibt es in der Bewertung ja auch weitgehende Einigkeit, sogar den LSU geht ihre Partei so sehr auf die Nerven, dass sie nicht mehr auf den CSDs für sie den Kopf hinhalten mögen. Es gibt aber eben auch die "Innenansicht" von Politik, wo man sich fragen mag, warum sich eine Partei so und nicht anders verhält. Man kann sich etwa fragen, ob die Kanzlerin sich wirklich "schwertut" mit dem Homothema, oder ob sie nur nach einer Ausrede sucht, warum sie meint, das jetzt in ihrer Partei nicht verkaufen zu können. Ihr müsste klar sein - und ich denke, das ist es auch - dass sie gemütlicher vor sich hinregieren könnte mit ihren gemeinsamen Lösungen und dem Internet-Neuland und dem Kröten-Lieblingstier, wenn sie das Thema abräumen würde. Bloß ist es um die Gemütlichkeit in der Union erst einmal geschehen, und man versucht, mühsam den rechten Rand zusammenzuhalten, bis man mit der AfD aus dem Gröbsten raus ist. Das trifft die CSU noch stärker als die CDU, weil die sich schon immer als die rechtere Gruppierung gezeigt hat. Also gibt es verstärkte Seehoferei in Berlin und in Bayern. Natürlich nutzen die politischen Konkurrenten das aus, und so eben auch die SPD, zumal sie wegen ihres gebrochenen Wahlversprechens in Berlin einiges hat, wovon sie ablenken will. Das sollte sie aber etwas redlicher tun als mit diesem und anderen albernen Schaufensteranträgen.

    Ob die CSU oder die CDU auf diese Weise die AfD kleinkriegen ist fraglich. Ich bin pessimistisch, dass die Wähler zurückwandern könnten. Wahrscheinlicher ist, dass sich die AfD nochmals spalten könnte, in eine Petry-Gruppe und eine Höcke-Gruppe. Der Knacks ist jedenfalls schon da.
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#13 Markus45Anonym
#14 hugo1970Profil
  • 30.10.2015, 08:32hPyrbaum
  • "wo für Schwule und Lesben Milch und Honig fließen."

    In alten diktaturisch rumänischen kommunistischen zeiten, als Besuch aus dem westen kam, sagten die rumänischen Grenzbeamten auch, das Milch und Honig in den rumänischen Flüßen fließen würde.
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#15 PippilottaAnonym
#16 Homonklin44Profil
#17 Homonklin44Profil
  • 31.10.2015, 09:03hTauroa Point
  • Also in Bayern leben ganz bestimmt nicht nur Ahnungslose. Da gibt es eine ganze Menge fortschrittszugewandter und klar denkender Leute wie in jedem anderen Bundesland auch.

    Aber Graitzdaifi nommenòi, für ihre ReGIERenden tun sie mir ernsthaft Leid. Do kunnst eini schlògn! Aber nützt bei den konservenkonservativen Religiototen ja eh nix, die san von Natur aus damisch.

    So auch diese scheinheilige Beschwichtigungspolitik, ja, man täte ja schon alles Erdenkliche für einen maximalen LGBTIQ-Schutz und deren freie Entfaltung sei doch allenthalben garantiert. Jo mei.

    Aber ihren religiotisch eingefärbten, konstanten Widerstand, den verschweigen sie, bzw. halten ihn aufrecht wie einen Anti-Flüchtlingszaun, während sie Welcome Refugees-Schilder hoch halten.

    Ja Luia, was für eine Januskopf-Strategie!
    A Watschn solltn's kriagn! Oane, dass's unterm Düsch inna flaggn! Sóggerlzementnommenòi! Dó kunnst a narrisch werrn!

    Der olle geniale König Ludwig hätt sich in die Grätschn g'langt bei sowas.
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#18 Harry1972Profil

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