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Einzelkommentar zu:
Bayern: "Keine Notwendigkeit" für Aktionsplan gegen Homophobie


#9 RalfAnonym
  • 29.10.2015, 18:08h
  • Natürlich hält die Bayerische Staatsregierung an ihrer homofeindlichen Einstellung fest. Das war doch auch nicht anders zu erwarten. Allerdings hat die CSU -weitgehend identisch mit der Regierung, so wie einst SED und Regierung der DDR- immerhin den Anstand, das auch offen zu sagen, statt großartige Versprechen abzugeben, die dann nicht eingehalten werden (siehe Bundes-SPD). Aber: Auch die CSU-Front bröckelt. Beim Münchner CSD forderte der von der CSU getragene Bürgermeister Schmid die Eheöffnung. Leute wie er müssen natürlich dieses Thema immer wieder parteiintern aufbringen und dürfen nicht locker lassen. Mag sein, dass sich da in absehbarer Zeit doch was tut. Es ist nicht lange her, da konnte sich niemand einen die Regenbogenfahne schwenkenden CSU-Bonzen an der Spitze der CSD-Parade vorstellen oder dass bayerische Polizeibeamte die Parade nicht nur überwachen, sondern an ihr teilnehmen würden. Die Entwicklung ist nicht vorhersehbar. Es ist auch nur wenige Jahre her, dass die extrem homofeindliche SPD in Rheinland-Pfalz umgefallen ist und seither eine gar nicht so schlechte, wenn auch vergleichsweise stille (und deshalb auch nicht öffentlich angefeindete) Gleichstellungspolitik ihres seitherigen Koalitionspartners mitträgt. Im Übrigen: Ausgerechnet jetzt laut einen Aktionsplan fordern, wo die AfD die Konservativen vor sich hertreibt, ist wenig hilfreich. Zu diesem Zeitpunkt wird die CSU keine Zugeständnisse machen können, selbst wenn sie wollte. Konservative werfen ihren Ballast lieber leise über Bord, wenn gerade keiner hinschaut. Da gilt es, konkrete Inhalte zu transportieren. Das unter der geräuschvoll aufgezogenen Flagge "Aktionsplan" zu fordern, ist kontraproduktiv. Und das weiß Linus Förster auch. Aber anscheinend ist es ihm wichtiger, sich als Möchtegern-Reformer zu präsentieren und mit dem Finger auf die CSU zu zeigen, die mal wieder alles blockiert - so wie seine eigene Partei übrigens auf Bundesebene, wo sie bei den Koalitionsverhandlungen keinen Finger für Schwule und Lesben gerührt, aber alle idiotischen CSU-Forderungen akzeptiert hat.
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