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Wegen Erpressung eines reichen Kunden

70 Monate Haft für Pornostar Jarec Wentworth


Jarec Wentworth war bereits vor Monaten von einer Jury für schuldig befunden worden

Die nächsten Jahre muss der Darsteller von Sean Cody und Men.com hinter Gittern verbringen, weil er einen wohlhabenden Geschäftsmann erpresst hatte.

Ein Gericht in Los Angeles hat den Pornostar Jarec Wentworth (bürgerlich: Teofil Brank) am Dienstag zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und zehn Monaten verurteilt. Der 25-Jährige war bereits im Juli von einer Geschworenen-Jury für schuldig befunden worden, den Multimillionär Donald Burns erpresst zu haben. Wentworth hatte laut Staatsanwaltschaft insgesamt rund 1,5 Millionen US-Dollar in Bar und in Wertgegenständen gefordert, damit er die sexuelle Beziehung mit Burns geheim hält.

Mit der Strafe kam er sogar noch relativ gut davon: Im schlimmsten Fall hätten ihm bei dieser Verurteilung bis zu 53 Jahre Haft gedroht. Zusätzlich ordnete das Gericht die Zahlung von 500.000 Dollar an.

Wentworth war im März verhaftet worden, nachdem Burns die Polizei informiert hatte (queer.de berichtete). Im Wagen des Pornodarstellers wurde eine mit scharfer Munition geladene Waffe gefunden.

"Ich will beide Hände voller Geld"

Burns hatte laut Gerichtsunterlagen Wentworth einige Male zu sexuellen Abenteuern getroffen und ihn dafür mit Zahlungen zwischen 1.500 und 2.000 Dollar entlohnt. Außerdem soll der Pornostar für Burns weitere Treffen mit anderen Darstellern des Pornolabels Sean Cody arrangiert haben, für das er damals gearbeitet hatte.

Später forderte Wentworth aber mehr Geld und drohte seinem wohlhabenden Kunden. Unter anderem wurden im Verfahren SMS-Nachrichten von Wentworth an Burns gezeigt, in denen es hieß: "Ich will ein neues Auto, ein Motorrad und beide Hände voller Geld. Dann lasse ich dich in Frieden".

Wentworth warf seinem Kunden Vergewaltigung vor


Donald Burns wurde laut der Jury Opfer einer Erpressung (Bild: FB)

Der Pornostar selbst hatte erklärt, Burns habe ihm die Gefälligkeiten aus eigenen Stücken angeboten, nachdem dieser ihn vergewaltigt hatte (queer.de berichtete). Das hat der Unternehmer später bestritten und auch die Staatsanwaltschaft leitete keine entsprechenden Ermittlungen gegen Burns ein.

Burns hatte als Manager von Telekommunikations- und Internetfirmen ein Vermögen von einer Viertelmilliarde Dollar aufgebaut. Er war in Szeneblogs kritisiert worden, weil er viele republikanische Kandidaten unterstützt hatte, die sich gegen LGBT-Rechte aussprechen, darunter etwa Mitt Romney und Jeb Bush. Gleichzeitig spendete er aber auch vereinzelt an Demokraten und sogar an den grünen Politiker Ralph Nader. Außerdem gab er einer Gruppe 400.000 Dollar, die das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben in Florida bekämpfte. Spenden an mehrere politische Parteien sind für Geschäftsleute in den USA durchaus üblich, um sich unabhängig vom Wahlergebnis Einfluss zu sichern. (cw)



#1 wiking77
  • 29.10.2015, 19:21h
  • Mir tut er leid. Was für eine Verschwendung ihn 70 Monate im Knast verschwinden zu lassen.

    Seine Karriere ist damit, leider, vorbei.

    Aber vielleicht studiert er ja Jura (viele Verbrecher studieren ja dieses Fach, wobei ich ihn nicht als Verbrecher abqualifizieren würde) oder er schreibt einen tollen Roman (so ähnlich wie Jack Unterweger).

    Ich wünsche ihm alles Gute und einen guten Neuanfang.

    Findet sich eigentlich kein reicher Sponsor, der ihn vielleicht von dieser horrenden Strafe freikauft?
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#2 Miguel53deProfil
#3 SigmundAnonym
#4 Belle EpoqueAnonym
#5 JarJarAnonym
#6 Foxie
  • 30.10.2015, 13:49h

  • Da haben sich die richtigen gefunden. Geldgeil und charakterlos der eine. Verklemmt und verlogen der andere. Ich kann für keinen davon Mitgefühl oder nur Verständnis entwickeln.
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#7 Homonklin44Profil
  • 31.10.2015, 08:36hTauroa Point
  • Sex mit Mister Burns ... hätte ich eher Smithers zugetraut...

    Spaß beiseite, das scheinen Beide nicht gerade angenehme Charaktere zu sein, die 'Vergewaltigung' eines athlethisch fitten Erwachsenen durch einen vermutlich recht dicken anderen klingt schon etwas zweifelhaft, wer weiß. was da genau lief zwischen denen. Jedenfalls hat Wentworth wohl die Gier gepackt, und dafür muss er nun gradestehen, so wie jeder andere auch!

    Wer den Hals nicht voll kriegen kann ...da kenne ich kein Mitleid. Und seine Strafe fiel milde aus, er sollte dankbar sein.
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#8 wiking77
#9 wiking77