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Die jugendlichen Ehrenamtler von SchLAu beim Kölner CSD (Bild: nb)

Das LGBT-Schulaufklärungsprojekt SchLAu NRW zieht angesichts eines Fachtags zum 15-jährigen Bestehen in Bochum Bilanz: Insgesamt haben bereits mehr als 70.000 Jugendliche an SchLAu-Workshops teilgenommen.

Dabei ist die Zahl der Teilnehmer in den letzten Jahren erheblich angestiegen. Im Jahr 2011 wirkten 5.000 Jugendliche bei Workshops in NRW mit, 2014 waren es bereits 8.300 Teilnehmer. "Die Nachfrage ist so hoch wie nie", erklärt Benjamin Kinkel, Landeskoordinator von SchLAu NRW. "Fragen zu sexueller Orientierung und geschlechtlicher Vielfalt haben alle Jugendlichen." SchLAu nehme Jugendliche mit ihren Fragen ernst, beantworte sie professionell und sensibilisiere gleichzeitig für ein demokratisches und vielfältiges Miteinander. Die steigende Nachfrage der Schulen zeige, wie wichtig das Engagement der über 200 Ehrenamtlichen bei SchLAu NRW sei.

Am Samstag eröffent NRW-Emanzipationsministerin Barbara Steffens (Grüne) den Fachtag "15 Jahre SchLAu NRW – Chancen und Diskurse emanzipatorischer Bildung" im Jahrhunderthaus Bochum. Das Programm bringt verschiedene Akteure aus Wissenschaft und Praxis zusammen. In Vorträgen und Workshops werden Fragen und Strategien zu einer Einwanderungsgesellschaft, zur Menschenrechtsarbeit sowie zur Gleichstellung der Geschlechter angesprochen.

"Die homo- und transphoben Tendenzen gerade bei Jüngeren zeigen, wie wichtig die Arbeit von SchLAu NRW ist", erklärte Ministerin Barbara Steffens am Freitag. Sie verwies dabei auf eine vergangenen Monat veröffentlichte Studie ihres Ministeriums, nach der Homophobie zwar insgesamt zurückgehe, aber nicht in allen Altersklassen (queer.de berichtete). "Die Selbstbestimmung von jungen Menschen zu stärken und ihnen die Möglichkeit zu geben, in einem geschützten Rahmen über unterschiedliche sexuelle und geschlechtliche Identitäten zu diskutieren und Diskriminierungen abzubauen, ist ein wichtiges Ziel der Workshops von SchLAu. Sie tragen zu einer offenen und aufgeklärten Gesellschaft bei", so Steffens weiter. (pm/cw)



#1 BeifallAnonym
  • 30.10.2015, 13:36h

  • Auch wenn NRW von den südlichen
    Bundesländern immer angedenk seiner finanziellen Probleme im Zuge des Wirtschaftsswandels kritisiert und verlacht wird,
    bin ich froh hier zu wohnen und freue mich, dass hier gesellschaftspolitisch einiges besser läuft als in manch anderen Bundesländern.
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#2 LucaAnonym
  • 30.10.2015, 14:20h

  • "Die Nachfrage ist so hoch wie nie"

    Kein Wunder. Aufgrund der Untätigkeit der Politik herrscht ja auch ein riesiger Nachholbedarf bei Aufklärung an Schulen.

    Ist schon ein Armutszeugnis, dass private Initiativen das leisten müssen, was eigentlich Aufgabe des Staates wäre.
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#3 bla bla blubbAnonym
  • 02.11.2015, 12:11h
  • Und warum werden dann nicht an ALLEN Schulen, beginnend bei den Grundschulen - neben der unmissverständlich, detailliert und gegen alle Aggressionen homophober christlicher Faschistenfreunde festgeschriebenen, fächerübergreifenden Sichtbarmachung sexueller Vielfalt - entsprechende "Aufklärungsprojekte" unter Anleitung der Klassenehrer*innen implementiert (denen dazu verpflichtende Vorgaben gemacht werden müssen), wobei rotierend von allen Schüler*innen selbstverwaltete Aufklärungsgruppen gebildet werden, die insbesondere dafür zuständig sind, bei alltäglicher Homophobie für Aufklärung zu sorgen, d. h. sofort einzugreifen und ein respektvolles Miteinander zu gewährleisten?

    Inzwischen kann man sich im öffentlichen Raum keine zwei Minuten mehr in der Nähe von Gruppen teils noch vorpubertierender Jugendlicher aufhalten, ohne dass diese untereinander, nicht selten lautstark, homophobe Beleidigungen äußern.

    Die so genannte Bildungspolitik ist verantwortlich für diese Zustände und missachtet kontinuierlich die Gesundheit von LGBT-Jugendlichen, wenn sie Schutz vor Homophobie weiterhin der "Freiwilligkeit" überlässt.
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