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  • 31.10.2015, 12:21h           24      Teilen:   |

Prozess in Hamburg

Hetero schlug Gast in Gay-Bar die Schneidezähne aus

Artikelbild
Das Amtsgericht St. Georg urteilte über einen Fall sinnloser Gewalt (Bild: Markus Daams / flickr / cc by-sa 2.0)

Das Amtsgericht Hamburg-St. Georg verurteilte am Donnerstag einen 36-Jährigen wegen Körperverletzung.

Der Fall liegt bereits ein Jahr zurück: Am 26. Oktober 2014 hatte Michael B., selbst heterosexuell, mit Freunden die Hamburger Schwulenkneipe "Daniel's Company" besucht. Er wusste, an was für einem Ort er sich befand, doch als er von Männern angetanzt und an der Hüfte berührt wurde, rastete er aus.

"Ich muss hier weg, ich krieg 'ne Krise", berichtete Michael B. laut "Hamburger Morgenpost" am Donnerstag vor dem Amtsgericht St. Georg von jenem Abend im "Daniel's" am Kreuzweg. Vor dem Club traf er dann auf einen 26-Jährigen, dem der Hetero schon zuvor in der Bar unangenehm aufgefallen war.

Fortsetzung nach Anzeige


Entschuldigung beim Gerichtstermin

Der schwule Gast versuchte ihm zu erklären, dass dies ein Gay-Lokal sei. "Quatsch mich nicht an", schimpfte der Haustechniker ohne Ausbildung erst zurück, dann schlug er dem Schwulen ohne Vorwarnung zwei Schneidezähne aus. Das Opfer trägt seitdem ein Provisorium.

"Ich war im Brass. Ich möchte mich entschuldigen", erklärte Michael B. am Donnerstag im Gerichtssaal. Er beteuerte auch, nichts gegen Schwule zu haben.

Das Amtsgericht St. Georg verurteilte den 36-Jährigen wegen Körperverletzung zu drei Monaten Gefängnis auf Bewährung sowie zu 1.000 Euro Wiedergutmachung. Für das Opfer ist es damit jedoch nicht getan: Die Kosten für die Zahnimplantate in Höhe von 3.400 Euro muss sich der 26-Jährige noch in einem Zivilprozess einklagen. (cw)

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Tags: hamburg, st. georg, daniels, amtsgericht, körperverletzung, gewalt
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Reaktionen zu "Hetero schlug Gast in Gay-Bar die Schneidezähne aus"


 24 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
31.10.2015
12:35:16


(+5, 13 Votes)

Von no_name_01
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Lieber Michael, man verirrt sich nicht einfach so in eine Schwulenbar. Und wenn doch, nimmt man es mit viel Humor!

Dein Ausdruck der Gewalt ist nur die Form unterdrückter Sexualität. Steh dazu!

Zum Fall: Wenigstens wurde das Ganze nicht bagatellisiert. Dem Opfer ist nur zu hoffen, dass er auch den Zivilprozess gewinnt und insgesamt eine Botschaft an andere, zukünftige Täter sendet.


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#2
31.10.2015
12:45:54


(+4, 8 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


Hm, ich mag auch nicht, wenn ich ungefragt berührt werde, aber dann gleich ausrasten?
Auserdem wenn ich als schwuler in einer hetero Bar bin muß ich damit rechnen, das mich auch Frauen anbagern und flirten, genau so is es auch als hetero in einer Schwulenbar.
Auserdem was ist dabei, wenn mich eine oder mehrere Personen "geil" finden?, und mit mir flirten, dann mach ich sogar mit. Nur wenn ich dann den Eindruck habe das eine Person, dann mehr will und ich nicht, dann klähre ich diese dann auch auf, das ich nicht an mehr interessiert bin.


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#3
31.10.2015
13:12:11


(+4, 12 Votes)

Von Rechts-Staat


Diese lächerliche "Strafe" ist eine Einladung zu weiteren alltäglichen Akten der homophoben Gewalt im Nachfolgestaat des deutschen Faschismus, der bis heute seine schwulen Opfer weder rehabilitiert noch entschädigt hat, homophobe Hassverbrechen noch nicht einmal als solche erfasst und ächtet (sprich: unsichtbar macht) und LGBTI-Menschen mit beispielloser Dreistigkeit weiterhin entrechtet und zugleich den Eindruck erweckt, es gebe doch gar keine Diskriminierung mehr.


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#4
31.10.2015
14:06:35


(+5, 7 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


Jemanden "anzubaggern" ist mitnichten ein Angriff, sondern eine soziale Interaktion.
Gay-Panic-Defense indes ist ein Hassverbrechen - basta.


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#5
31.10.2015
15:21:47


(+6, 8 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Hätte Michael einen Funken restliches Rückgrat, würde er dem durch ihn grundlos zu Schaden gekommenen Opfer freiwillig und zu Recht (!) die Behandlungskosten für das Ersetzen der Zähne bezahlen und dies nicht erst von dem Ausgang eines Prozesses abhängig machen.

Über ein angemessenes (!) Schmerzensgeld müsste außerdem gesprochen werden - schließlich hat ihm das Opfer gar nichts getan und ist erst durch seine Schuld in diese Misere geraten.


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#6
31.10.2015
19:42:37


(+2, 6 Votes)

Von Miguel53de
Aus Wuppertal (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 23.07.2012
Antwort zu Kommentar #5 von panzernashorn


Nun, durch den Zivilprozess werden dem netten Michael,noch ganz andere Kosten aufgebrummt werden. Waere ermklug und es taete ihm wirklich leid, wuerde er in der Tat die Kosten freiwillig uebernehmen.

Aber wie so oft, ich bin zwar nicht homophob, aber...


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#7
01.11.2015
00:13:20


(+3, 7 Votes)

Von get real
Antwort zu Kommentar #4 von reiserobby


in diesem faschistoiden staat gibt es keine homophoben hassverbrechen, sondern vielmehr werden diese gezielt unsichtbar gemacht.


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#8
01.11.2015
08:30:40


(+4, 4 Votes)

Von JarJar
Aus Kiel (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 30.10.2015


Deutschland; Bürokratenland. Warum muss das Opfer nun einen zweiten Prozess führen? Er hatte wegen der Verletzung die Kosten, klar dass das der Angreifer übernehmen muss, wenn der was dagegen hat muss DER in Revision gehen. Der sollte wenn es ihm wirklich leid tut von sich aus sagen: Ich zahle das und wenn ich es über Jahre abstottere...


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#9
01.11.2015
10:55:29


(+4, 4 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von Miguel53de


Sehe ich ganz genau so, Miguel,
allerdings bin ich der Meinung, wenn er klug gewesen wäre, hätte er diesen kriminellen Unsinn der Körperverletzung ohne Grund gar nicht erst angefangen.
Daher halte ich diesen Typen für dumm, primitiv, machohaft, niveaulos etc, jedenfalls unterste Schiene.

Mein Mitleid gilt ausschließlich dem Opfer, für den Täter empfinde ich nur Verachtung.


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#10
01.11.2015
11:20:28


(+5, 7 Votes)

Von Silencio
Aus Berlin
Mitglied seit 21.06.2013


Was spielt das eigentlich für eine Rolle in so einem Artikel, ob er ohne Ausbildung bzw. Haustechniker ist. Solche Zusätze befremden immer etwas, weil sie in keinem Zusammenhang mit der Tat stehen.


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