Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 02.11.2015, 13:32h           9      Teilen:   |

Ein Jahr Wartezeit

Niederlande: Keusche Schwule dürfen Blut spenden

Artikelbild
In Deutschland werden derzeit nur heterosexuelle Männer als Blutspender geduldet (Bild: warrenski / flickr / cc by-sa 2.0)

Homo- und bisexuelle Männer werden im Nachbarland nicht mehr automatisch vom Blutspenden ausgeschlossen – sie dürfen jedoch ein Jahr keinen Sex gehabt haben.

Die niederländische Gesundheitsministerin Edith Schippers hat ein Ende des totalen Blutspendeverbots für Schwule angekündigt. Männer, die Sex mit Männern haben, sollen demnach nach einer sexfreien Wartezeit von zwölf Monaten zur Blutspende zugelassen werden.

Derzeit ist in den Niederlanden – wie auch in Deutschland – ein totales Blutspendeverbot für alle Männer in Kraft, die nur einmal sexuelle Beziehungen zu einem anderen Mann gehabt haben. Dabei ist es anders als bei Heterosexuellen egal, wie lange der Sex zurücklag oder ob er safe war.

"Ich unterstütze Gleichberechtigung, bin aber auch verantwortlich, dass die Blutspenden sicher sind"; erklärte Schippers. "Die zwölfmonatige Wartezeit wird das Totalverbot beenden, ohne die Sicherheit der Blutprodukte zu gefährden."

Fortsetzung nach Anzeige


Änderung nur für manche Bisexuelle interessant

LGBT-Aktivisten bezeichneten die Änderung als "symbolisch". Das Gesetz sei lediglich interessant für bisexuelle Männer, die sich in einer Beziehung mit einer Frau befänden, erklärte Tanja Ineke von der LGBT-Organisation COC. Auch die neue Regelung sei diskriminierend, da nicht das wirkliche Sexualverhalten, sondern die sexuelle Orientierung des Spenders als Anlass für Einschränkungen genutzt werde.

Vor zwei Monaten hatte Argentinien das Blutspendeverbot für Männer, die Sex mit Männern haben, aufgehoben (queer.de berichtete). Dort gibt es kein Keuschheitsgebot für schwule Blutspender, sondern es soll das individuelle Risikoverhalten betrachtet werden.

Nur sechs EU-Länder behandeln Schwule gleich

Innerhalb der Europäischen Union behandeln mit Bulgarien, Italien, Lettland, Polen, Portugal und Spanien nur sechs der 28 Mitgliedsstaaten schwule, bisexuelle und heterosexuelle Männer gleich. Mehrere Länder schreiben ähnlich wie von den Niederlanden geplant ebenfalls eine einjährige Keuschheitsperiode vor, darunter Großbritannien und Tschechien.

Es gab zwar in den letzten Jahren eine Debatte über die Aufhebung des generellen Verbots, bislang aber ohne Erfolg. Die Deutsche Aids-Hilfe fordert schon lange eine Neuregelung, da "viele Heterosexuelle zumindest zeitweise höhere Infektionsrisiken" aufweisen würden.

Rechtlich gesehen haben Schwule in dieser Frage keinen Anspruch auf Gleichbehandlung mit Heterosexuellen: Der Ausschluss von Männern vom Blutspenden aufgrund der sexuellen Orientierung ist nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom April rechtens, weil diese Gruppe ein höheres Risiko auf eine HIV-Infektion habe. Das Verbot müsse allerdings verhältnismäßig sein (queer.de berichtete). (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 9 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 352             28     
Service: | pdf | mailen
Tags: blutspenden, niederlande
Schwerpunkte:
 Blutspenden
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

Reaktionen zu "Niederlande: Keusche Schwule dürfen Blut spenden"


 9 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
02.11.2015
13:41:06


(+2, 4 Votes)

Von Belle Epoque


Das Blutspendeverbot für Schwule aufzuheben ist ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings hat das Ganze in den Niederlanden einen ganz großen Schönheitsfehler: warum dürfen das nur "keusche" und nicht alle Schwulen? Darüber sollten die Frau Schippers sowie die Politiker in Großbritannien und Tschechien noch einmal in sich gehen!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
02.11.2015
13:52:43


(+1, 5 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Da wird die eine Diskriminierung durch eine andere ersetzt :

Wer Gutes tun will, darf keinen Sex haben..

Von den Niederlanden habe ich anderes erwartet..


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
02.11.2015
14:30:12


(0, 2 Votes)

Von Gerhard


Schwarzer Schimmel :D


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
02.11.2015
14:39:12


(+1, 3 Votes)

Von Leonhard


Keusch? Ist das so etwas wie essgestört?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
02.11.2015
15:23:37


(-1, 3 Votes)

Von Nariu
Antwort zu Kommentar #3 von Gerhard


lol, genau, das dachte ich auch: keusche schwule reiten auf nem schwarzen schimmel zur blutspende


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
02.11.2015
15:34:41
Via Handy


(-1, 3 Votes)

Von KaumZuGlauben
Antwort zu Kommentar #5 von Nariu


Keusche Schwule..ich kenne echt einen...
Warum er keusch ist?
Fragt lieber nicht.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
02.11.2015
15:47:31
Via Handy


(+3, 7 Votes)

Von Jogolein
Aus Aalen (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 06.10.2015


Schwule Blutspender kenn ich zu genüge. Wer blutspenden will, tut das auch. Ich kenne keinen auf dessen Stirn in roten Lettern steht: "Achtung, ich bin schwul!".

Will heißen, deartige Verbote sind nicht nur diskriminierend, sondern einfach hirnrissig und unnötig.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
02.11.2015
17:50:18


(+1, 5 Votes)

Von snow
Antwort zu Kommentar #1 von Belle Epoque


und wie bitte wollen die Überprüfen ob jemand keusch lebt oder nicht ?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
02.11.2015
20:33:25


(+4, 4 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


O, mann, wie ich sollche Diskussionen hass.
Erst einmal zeigen diese Diskussionen, wie dumm auch gebildete sind, einfach nur schrecklich und beschämend.

Reinste pure Diskriminierung, warum ist es bei schwulen größer?, nur weil der "Darm" enger ist als die Muschi? Haben die die Heteros wenniger wechselnde Partner als Homos, wohl kaum.

Wie soll ich, oder wie soll man mir beweisen, wann, wie, wie oft, wo ich Sex gehabt habe?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 


 Ort: Amsterdam


 POLITIK - EUROPA

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Volker Beck bedauert "schreckliche Sätze" aus den Achtzigern Schwulen Flüchtling verprügelt: Zehn Monate auf Bewährung 25 Jahre "Schwulen-Verrat" im Fernsehen LiSL: Keine deutschen Steuergelder für Verfolgerstaaten
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt