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Yusaf Mack hat von 41 Kämpfen immerhin 31 gewonnen (Bild: Twitter/@Yusafmack)

Letzte Woche erzählte Yusaf Mack noch, er sei stockhetero und für einen schwulen Pornodreh unter Drogen gesetzt worden. Jetzt gab er zu, gelogen zu haben.

Der amerikanische Profiboxer Yusaf Mack hat sich als bisexuell geoutet und sich dafür entschuldigt, dass er zur Wahrung seiner heterosexuellen Identität gelogen hat. Der zehnfache Vater aus Philadelphia hatte erst vor einer Woche erklärt, dass er für einen Pornofilm auf dawgpoundusa.com, in dem er beim Sex mit zwei anderen Männern zu sehen ist, von den Produzenten unter Drogen gesetzt worden sei und sich nicht an den Dreh erinnern könne (queer.de berichtete). Der 35-Jährige behauptete zudem, dass er an jedem Tag mit 4.500 Dollar Bargeld in der Tasche aufgewacht sei.

Am Montag veröffentlichte Mack eine Presseerklärung, in der er sich "von ganzem Herzen" für diese Darstellung entschuldigte: Ihm habe beim Dreh niemand Drogen untergeschoben, "das war eine Lüge". Er sei bei dem Porno-Dreier bei vollem Bewusstsein gewesen.

Coming-out "speziell für afro-amerikanische Männer" schwierig


Yusaf Mack (re.) beim Pornodreh, an den er sich nun doch erinnert (Bild: Dawg Pound USA)

"Die zweite Sache, die ich erklären will, betrifft meinen Lebensstil", so Mack weiter. "Ich habe mich an dem Film für Erwachsene beteiligt, weil ich Geld gebraucht habe, aber auch weil ich ein bisexueller Mann bin. Das bedeutet, dass ich gerne safe mit jedem intim bin, den ich mir aussuche." Er sprach ferner davon, dass der "gleichgeschlechtliche Lebensstil" ein Tabu sei, "speziell für afro-amerikanische Männer". Daher sei es hart für ihn gewesen, ehrlich über seine Bisexualität zu sein. "Ich musste mich daran erinnern, dass ich ein Champ bin und kämpfen kann. Ich will mich durchboxen. Ich bin mehr als meine sexuelle Orientierung".

Während es in den letzten Wochen bei Coming-outs von Sportlern, etwa bei Skier Gus Kenworthy oder Eiskunstläufer Adam Rippon in sozialen Netzwerken eine Welle der Solidarität und viele Glückwünsche gab, waren die Reaktion bei Mack in der Community negativ. Vielmehr wurde er als Lügner beschimpft, der Schwule mit seinen Vorwürfen als Vergewaltiger verleumdet habe. Auch dass er sexuelle Orientierung als "Lebensstil" bezeichnete, erntete Kritik.

Die Offenbarung des Boxers war auch nicht ganz freiwillig, da das Pornolabel, das seit 2002 im Geschäft ist, wenige Tage nach Mack Drogen-Vorwürfen mit einer Verleumdungsklage gedroht hatte: "Wir werden alle notwendigen Schritte einleiten, um unseren guten Namen zu schützen gegen diese offenkundig falschen und lächerlichen Behauptungen", hieß es bei Dawg Pound USA. (dk)



#1 SammyAnonym
#3 NoMercyAnonym
#4 komischer VogelAnonym
#5 SebiAnonym
  • 03.11.2015, 12:14h
  • Es ist nicht peinlich, bi zu sein. Es ist nur peinlich, das mit albernen Lügen vertuschen zu wollen.
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#6 zweiflerAnonym
#7 AbendAnonym
  • 03.11.2015, 12:30h
  • Weiß jemand wie das Video heißt bzw. unter welchem Pseudonym er in dem Porno mitgespielt hat?
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#8 KonniAnonym
#9 Belle EpoqueAnonym
  • 03.11.2015, 12:50h
  • Gut, daß er mit der Wahrheit jetzt herausrückt, da ihn auch das Pornolabel unter Druck gesetzt und mit einer Verleumdungsklage gedroht hat! ABER es ist trotzdem die Frage erlaubt, was nun aus seiner Ehe und seinen zehn Kindern wird. Auf jeden Fall wird er denen Vieles zu erklären haben!
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#10 LinusAnonym