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  • 06.11.2015, 11:42h           11      Teilen:   |

Referendum

Kalifornier stimmen über Bareback-Verbot in Pornos ab

Artikelbild
Werbung für eine kalifornische Bareback-Produktion

Jetzt ist es amtlich: Im November 2016 müssen die Wähler in Kalifornien entscheiden, ob Darsteller in Pornofilmen künftig Kondome tragen müssen.

Der kalifornische Innenminister Alex Padilla hat am Mittwoch bestätigt, dass die Befürworter eines Bareback-Verbots in Pornofilmen genügend Unterschriften gesammelt haben, um einen Volksentscheid zu erzwingen. Demnach haben die Aktivisten über 414.000 gültige Unterschriften überreicht – nötig gewesen wären 365.000. Über den "California Safer Sex in the Adult Film Industry Act" (PDF) wird nun am 8. November 2016 abgestimmt, parallel zu den Präsidentschaftswahlen.

Erklärtes Ziel des Gesetzes ist es, Pornodarsteller vor sexuell übertragbaren Krankheiten zu schützen. Deshalb müssen sie bei Vaginal- oder Analsex Kondome tragen. Diese müssen in den Filmen zwar nicht ausdrücklich zu sehen sein, allerdings müssen Produzenten bei Filmen ohne "sichtbare Kondome" beweisen, dass sie sich an das Gesetz gehalten haben.

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Ex-Pornostar: Industrie übt Druck auf Darsteller aus

"Pornoproduzenten sagen den Medien, die Darsteller hätten eine Wahl, wenn es um Kondome geht", erklärte Cameron Adams, ein früherer Pornodarsteller, der 2013 HIV-positiv getestet worden war und seither für eine Gesetzesänderung wirbt. "Die Produzenten sagen aber nicht, dass Darsteller, die ein Kondom tragen möchten, viel weniger verdienen". Außerdem würde Druck ausgeübt, da es ein Überangebot an Darstellern gebe.

Die Initiative für den Volksentscheid war von der Organisation Aids Healthcare Foundation (AHF) aus Los Angeles ausgegangen. Sie hatte bereits 2012 ein Referendum im Bezirk Los Angeles erzwungen, in dem 56 Prozent der Bevölkerung des Bezirks für ein Bareback-Verbot stimmte. Im kalifornischen Parlament in Sacramento gab es zudem bereits drei Anläufe, eine Kondompflicht in Erotikfilmen einzuführen, allerdings bislang ohne Erfolg.

Der Pornoindustrieverband "Free Speech Coalition" wehrt sich bereits seit Jahren gegen derartige Einschränkungen. Eine Klage gegen die Kondompflicht in Los Angeles scheiterte aber im Dezember 2013 (queer.de berichtete). Außerdem beschuldigte der Verband die Aids Healthcare Foundation und deren Chef Michael Weinstein, einen "moralischen Kreuzzug" gegen die Industrie durchzuführen, obwohl diese mit jährlich acht Milliarden Dollar Umsatz ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für den klammen US-Bundesstaat sei. Wenn dieses Verbot durchgesetzt werde, würden Darsteller im nächsten Schritt gezwungen werden, Schutzbrillen oder Plastikhandschuhe zu tragen, prophezeite der Branchenverband. Auch würden die Firmen dann einfach nach Florida, Nevada oder in andere Länder umsiedeln, in denen es liberalere Gesetze gebe.

Bereits jetzt ist Bareback-Sex bei den größten schwulen Labels der USA verpönt. So werden bei den jährlich vergebenen GayVN-Awards Filme automatisch disqualifiziert, bei denen keine Kondome verwendet werden. Allerdings zeigen gerade kleine Pornofirmen gerne Bareback-Sex, da die Nachfrage nach diesen Filmen insbesondere in Europa hoch ist. (dk)

Mehr zum Thema:
» Kalifornien könnte über Kondom-Pflicht in Pornofilmen abstimmen (02.09.15)
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Tags: kalifornien, porno, referendum, volksentscheid
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Reaktionen zu "Kalifornier stimmen über Bareback-Verbot in Pornos ab"


 11 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
06.11.2015
12:41:08


(+1, 5 Votes)

Von ollinaie
Aus Seligenstadt (Hessen)
Mitglied seit 23.08.2012


Ich fühle mich in die Diskussionen zum "Rauchverbot in Kneipen" zurückversetzt.


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#2
06.11.2015
12:50:37


(-3, 9 Votes)

Von Turk18
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Und irgendwann hast dann eine Cam in deiner Wohnung, die überwacht, ob du ja auch ein Kondom verwendest.

Hab noch nie ein Heten-Film gesehen, wo Gummis benutzt worden sind ...
Ich persönliche kaufe auch keine Gay-Streifen mit Gummis, weil es abtörnend ist.

Es sollte jedem selbst überlassen bleiben, was er tut und was nicht. Und eines Tages, wenn die Menschheit endlich ein paar Gehirnzellen mehr hat, kommen die Viren-Lügen und die Gier nach Geld ans Tageslicht ... nur dann werden keine Filme mehr gedreht - aus welchen Gründen auch immer.

Also schnell viele Bareback-DVDs von größeren Firmen ordern, denn die günstigen sind meistens müll. :-)


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#3
06.11.2015
15:00:18


(+6, 6 Votes)

Von no_name_01
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von Turk18


"Hab noch nie ein Heten-Film gesehen, wo Gummis benutzt worden sind "
ich bezweifle, dass Du ausreichend Filme gesehen hast, um ein Fazit ziehen zu können...ich habe genügend "Heten"-Filme mit Kondomen gesehen. Auch hier ist dies meist bei den größeren Labels anzutreffen.

"Und eines Tages, wenn die Menschheit endlich ein paar Gehirnzellen mehr hat, kommen die Viren-Lügen und die Gier nach Geld ans Tageslicht " Oh Gott, das Verschwörungssüppchen


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#4
06.11.2015
15:20:21


(+4, 4 Votes)

Von AlexD
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 11.05.2015


Sollte das Verbot durchkommen, wird es gar nichts bewirken, außer das die Firmen in andere Bundesstaaten abwandern, die ein solches Verbot nicht haben. So lange Bareback Filme extrem stark nachgefragt sind, so lange wird die Filmindustrie Mittel und Wege finden, diese auch anzubieten.


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#5
06.11.2015
15:56:29
Via Handy


(+8, 8 Votes)

Von Jogolein
Aus Aalen (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 06.10.2015
Antwort zu Kommentar #2 von Turk18


Viren-Lüge? Und sonst gehts dir gut? Als nächstes behauptest du noch, dass alle, die an Aids erkrankt sind, Hypochonder sind, oder wie?


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#6
06.11.2015
18:50:26


(0, 4 Votes)

Von gatopardo
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Die Amis mit ihren Sorgen !!!


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#7
06.11.2015
20:17:51


(0, 6 Votes)

Von Antiturk


Dass die Menschheit mehr Gehirnzellen bekommt, das erscheint mir angesichts der Tatsache, dass Leute wie Du existieren eher unrealistisch.

Im Übrigen darfst Du machen was du willst, in der Hoffnung dass angesichts von Menschen mit MEHR Gehirnzellen um dich herum du nur an dir alleine rumspielen darfst.


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#8
11.11.2015
10:21:27


(-3, 3 Votes)

Von wiking77
Profil nur für angemeldete User sichtbar


ich bin grundsätzlich dafür, dass jeder für sich, seine Gesundheit und seine "innere Hygiene" selbst verantwortlich ist. Sowas geht schon in Richtung paternalistischen Staat oder Gouvernantenstaat, der immer und in allen Lagen schaut, dass es den lieben Staatsbürgern, auch gegen deren Willen, gut geht. Das mag in manchen Fällen angebracht sein, in vielen ist es das nicht.

Und letztlich, auch wenn jetzt manchen die das Eigenbild des Antikapitalisten pflegen aufjaulen: aber der Markt wird's schon richten. In solchen Dingen gibt es halt auch das unbarmherzige Gesetz von Angebot und Nachfrage. Solange solche Filme nachgefragt werden, wird es sie auch geben. Ein Verbot verknappt zeitweilig das Angebot, aber nicht die Nachfrage. Evtuell werden Produzenten ausweichen (evtl. nach Saudi-Arabien oder dem Iran ) und diese Film werden dort, gerade für die Betroffenen Schauspieler bzw. Perfomer, unter noch widrigeren und gesundheitsgefährdenderen Bedingung hergestellt. Mehr Differenziertheit und Liberalität täte dieser Diskussion gut.


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#9
11.11.2015
21:13:54


(+1, 3 Votes)

Von ollinaie
Aus Seligenstadt (Hessen)
Mitglied seit 23.08.2012
Antwort zu Kommentar #8 von wiking77


Ich wähle meine Filme danach aus, ob mir ein Darsteller gefällt, oder nicht, bzw. ein anderer Schlüsselreiz bedient wird.

Manchmal kaufe ich Filme TROZ BB, obwohl das für mich eher eine Antimotivation ist.

Wenn ich an bestimmte Tschechische Darsteller denke finde ich es höchst bedauerlich, daß die ihre Gesundheit mehr als notwendig riskieren.

Privat soll jeder machen was er will, aber Beruflich sollte Arbeitssicherheit Vorrang haben. Und jetzt sage mir keiner: Aber die zwingt doch niemand da mitzumachen!


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#10
13.11.2015
18:37:05


(-2, 2 Votes)

Von wiking77
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #9 von ollinaie


natürlich hat man die Wahl. Schließlich könnten Porno-Perfomer mit ihrem guten Aussehen ja auch was anderes machen.

Ich denke mal, jeder macht doch in solch einer Lage eine Art Nutzen-Risiko-Abwägung und dann muss er auch für sein Tun die Verwantwortung tragen.


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