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Sophie Richter, Tobias Sauter, Schwester Francine und Schwester Suzette vom Orden der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz Berlin, Stiftungsvorstand Jörg Litwinschuh und Dennis Nill (v.l.n.r) bei der Segnung der neuen Geschäftsstelle der Bundestiftung im April 2015 (Bild: BMH)

Seit ihrer Gründung 2011 hat die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld 70 externe Projekte mit einem Gesamtvolumen von 247.558,92 Euro gefördert.

Geldsegen für die queere Community: Seit ihrer Gründung am 27. Oktober 2011 hat die auf Druck der FDP noch von der schwarz-gelben Bundesregierung errichtete Bundesstiftung Magnus Hirschfeld 70 externe Bildungs- und Forschungsprojekte gefördert. Dabei wurde ein Gesamtvolumen von bisher 247.558,92 Euro vom Kuratorium genehmigt, heißt es im jüngsten Newsletter der Stiftung.

In diesem Jahr wurde mit bislang 100.743,20 Euro eine neue Rekordsumme bewilligt. Zu den geförderten Projekten gehört etwa die Tagung "Schwul-lesbische Lebenswelten an Rhein und Emscher im 20. Jahrhundert", das Trans*-Mentoringprogramm des Berliner Sonntags-Clubs, der Nachdruck des Katalogs "Homosexuelle Männer im KZ Sachsenhausen", ein Dokufilm über die Kölner Rheintöchter und die Broschüre "Coming-out – und dann?" des Deutschen Jugendinstituts.

Die 11,75 Millionen Eigenkapital sind fest angelegt


Das Förder-Logo der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld war 2011 mit einem Kapital von zehn Millionen Euro ausgestattet worden, um die gesellschaftliche Lebenswelt von LGBT zu erforschen, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu fördern, Diskriminierung entgegenzutreten und die Erinnerung an die Nazi-Verbrechen an Homosexuellen sowie an das Werk des Namensgebers, des Sexualwissenschaftlers Magnus Hirschfeld, wachzuhalten (queer.de berichtete). Im vergangenen Jahr stockte die Große Koalition den Betrag um 1,75 Millionen Euro auf (queer.de berichtete). Die Projekte und die Stiftung selbst werden u.a. aus den Zinserlösen finanziert.

Mit dem "Archiv der anderen Erinnerungen", das Video-Interviews mit Zeitzeugen führt, dem Bildungs- und Forschungsprojekt "Fußball für Vielfalt" sowie Forschungs- und Vermittlungsprojekten ("Public History") zusammen mit dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin (IfZ), Universitäten und Einrichtungen der Länder setzt die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld eigene Schwerpunkte.

Geschäftsführender Vorstand ist seit Gründung Jörg Litwinschuh. In diesem Jahr wurde das kleine Team durch Carolin Küppers als Referentin für Bildung und Antidiskriminierung sowie Daniel Baranowski als Referent für Forschung und Erinnerung verstärkt. Insgesamt gibt es nur vier Festangestellte, davon drei halbtags, sowie Mitarbeiter im Bundesfreiwilligendienst und studentische Hilfskräfte.

Zur Finanziering ihrer Arbeit ist die Hirschfeld-Stiftung auch auf Spenden angewiesen: Am 28. November lädt sie zu ihrem dritten Charity-Dinner in das Hotel Grand Hyatt Berlin ein (queer.de berichtete). (cw)



#1 Pea*Anonym
  • 08.11.2015, 18:54h
  • *nuts!

    Apropos Krise(n):

    "Die Superreichen vereinen einen immer größeren Teil des gesamten Vermögens in Deutschland auf sich. Das zeigt eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Die reichsten ein Prozent der Haushalte in Deutschland besitzen 33 Prozent der Vermögen [rund 3 Billionen Euro]. Noch deutlicher wird es an der Spitze der Spitze: das oberste Promille (das sind ungefähr 40.000 Haushalte) halten mehr als 17 Prozent des Reichtums.

    Wie ungleich die Verteilung in Deutschland ist, zeigt die Gegenrechnung: Die ärmere Hälfte der Deutschen besitzt gerade einmal 2,5 Prozent der Vermögen."

    www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/vermoegen-sind-in-deutsch
    land-sehr-ungleich-verteilt-a-1051286.html
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#2 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 08.11.2015, 19:34h
  • Antwort auf #1 von Pea*
  • Direkt hierzu passt leider nur zu gut:

    "Etwa jeder fünfte Deutsche ist von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Für das Jahr 2014 [...] betraf dies 20,6 Prozent und damit 16,5 Millionen Menschen [...].
    Als armutsgefährdet gilt, wer über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügt. [...]. 2014 lag der Schwellenwert für eine alleinlebende Person bei 987 Euro."

    www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/millionen-deutsche-von-ar
    mut-oder-sozialer-ausgrenzung-bedroht-a-1061225.html


    Da der Staat seine Menschen leider immer mehr im Stich lässt, werden private Stiftungen immer wichtiger. Alle Lücken schließen, die der Staat mit seiner neoliberalen Politik aufgerissen hat und immer noch aufreißt, können diese allerdings natürlich nicht annähernd.
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