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  • 09.11.2015, 16:31h           22      Teilen:   |

Preis der Reuter-Stiftung

LSVD kritisiert Auszeichnung für Ender Çetin

Artikelbild
Ender Çetin wurde für seinen Einsatz für Integration ausgezeichnet - der LSVD kritisiert aber, dass er wenig für die Integration von Schwulen und Lesben tut

Die Auszeichnung der Reuter-Stiftung für den Chef der Şehitlik-Moschee stößt auf Kritik: Für den LSVD ist es eine "Farce", dass ein Gegner der "Willkommenskultur gegenüber nicht-heterosexuellen Muslimen" geehrt werde.

Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg übt scharfe Kritik an einer Preisvergabe an Ender Çetin, den Vorstandsvorsitzenden der Berliner Şehitlik-Moschee. Er war vergangene Woche von der Helga-und-Edzard-Reuter-Stiftung für sein "herausragendes Bemühen um ein friedliches Zusammenleben von Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen" ausgezeichnet worden. Den mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Preis teilte er sich mit der baden-württembergischen Integrationsministerin Bilkay Öney (Grüne).

"Aus der Arbeit unseres Zentrums für Migranten, Lesben und Schwule wissen wir, dass sich im Moschee-Alltag in Bezug auf lesbische Musliminnen und schwule Muslime nichts geändert hat", kritisierte der Berlin-Brandenburger LSVD-Geschäftsführer Jörg Steinert gegenüber queer.de. "Von einer aufrichtigen Willkommenskultur gegenüber nicht-heterosexuellen Muslimen ist man nach wie weit entfernt".

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Äußerungen zu Homosexualität "alles andere als lobenswert"

Auch aus Schulen, die mit dem LSVD kooperierten, habe man in den vergangenen Monaten erfahren, "dass Ender Çetins Äußerungen gegenüber muslimischen Jugendlichen zum Thema alles andere als lobenswert sind", so Steinert weiter. "Die Auszeichnung durch die Helga-und-Edzard-Reuter-Stiftung ist daher eine Farce."

Der LSVD hatte sich vergangenes Jahr um einen Dialog mit der Şehitlik-Moschee bemüht, der aber zwei Mal gescheitert war (queer.de berichtete). Später erklärte Çetin bei einer Diskussionsveranstaltung, dass gleichgeschlechtlicher Sex nach den meisten Auslegungen des Korans verboten sei (queer.de berichtete).

Die Şehitlik-Moschee bietet 1.500 Gläubigen Platz und ist Teil des Moscheevereins Ditib, dem ein Drittel aller deutschen Moscheen angehören. Ein Dialog mit Homosexuellen wird von der Ditib, die de facto dem türkischen Staat untersteht, bislang abgelehnt. (dk)

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Tags: reuter-stiftung, ender cetin, sehitlik-moschee, berlin, lsvd
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Reaktionen zu "LSVD kritisiert Auszeichnung für Ender Çetin"


 22 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
09.11.2015
17:48:11


(-11, 15 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


Steinert verunglimpft mal wieder mit Unterstellungen und Halbwahrheiten. Wird Zeit, dass der echte LSVD dem White Pride-Apologeten aus der Ostzone mitsamt seiner regionalen Splittergruppe mal auf demokratischen Kurs bringt.

Link zu www.deutschlandfunk.de


Link zu www.queer.de

Link zu www.queer.de


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#2
09.11.2015
18:07:35


(+10, 14 Votes)

Von Just me
Antwort zu Kommentar #1 von reiserobby


"White Pride-Apologeten aus der Ostzone"

Was spielt es hier für eine Rolle, aus welchem Teil Deutschlands Steinert kommt? Glaubst du, seine Äußerungen seien darauf zurückzuführen, dass er in Ostdeutschland aufgewachsen ist? Du kritisierst rassifizierte Denkmuster, reproduzierst im gleichen Atemzug aber die Abwertung von Ostdeutschen. Ziemlich bigott.


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#3
09.11.2015
18:20:00


(0, 6 Votes)

Von DeusVult


Wenn die Massenzuwanderung von Arabern aus dem Vorderen Orient wenigstens etwas Gutes hat, dann, dass die Dominanz der Türken und der türkischen Muslims zurückgedrängt wird.
Araber werden von den Türken nicht als gleichwertig angesehen. Es wird also keine gemeinsamen Moscheen geben, sondern es werden neue Moscheen und kulturelle Einrichtungen speziell für Araber eingerichtet.
Damit dürfte auch die Hoffnung Erdogans auf eine Ausweitung des türkischen Einflussen dahin schmelzen.


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#4
09.11.2015
18:30:44


(-8, 14 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby
Antwort zu Kommentar #2 von Just me


Denke nicht, dass der Begriff "Ostzone" ein rassistischer Begriff ist, derweil ein Jörg Steinert allzu häufig bemüht ist, echten Rassismus zu leugnen. So echauffiert er sich öffentlich auf seinem Facebookprofil über diesen Artikel
Link zu www.tagesspiegel.de

und lässt Freunde darüber spekulieren, ob die Herkunft des Autoren ein Rolle spiele...
Und dafür, dass in der "Ostzone" "nationalbefreite Zonen" ausgerufen werden, die AfD Höhenflüge feiert, NPD-Funktionäre als "gemäßigt" beschönigt werden, weitaus mehr Flüchtlingsheime als im Westen brennen und Rassismus sowie Fremdenfeindlichkeit grassieren, dafür kann ich nichts...


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#5
09.11.2015
18:39:12


(+7, 11 Votes)

Von ehemaligem User Defragmentierung
Antwort zu Kommentar #1 von reiserobby


Ich stimme "Just me" zu. Wie auch schon der von Dir gruppenabwertend verwendete Begriff "cis", oder Deine Definition von Rassismus als Einbahnstraße, zeugt auch die Verortung "Ostzone" von Inkonsequenz in Deiner Haltung.

In dem von Dir verlinkten Interview des Deutschlandfunk, bestätigt Ender Çetin das Problem der Homophobie in seiner Gemeinschaft, klärt aber in keinster Weise über die Gründe, die zu der Absage des geplanten Austausches führten, auf. Er spricht lediglich nebulös von "Irritationen" in der Gemeinde. Für mein Verständnis bestätigen seine Worte die Kritik des LSVD.


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#6
09.11.2015
18:50:45


(+9, 11 Votes)

Von Just me
Antwort zu Kommentar #4 von reiserobby


Es geht gar nicht darum, ob der Begriff 'Ostzone' rassistisch ist. Auch geht es nicht darum, Gewalt- und Ausgrenzungserfahrungen von als weiß gelesenen Ostdeutschen mit denen von Schwarzen bzw. PoC gleichzusetzen.

Es geht darum, dass du Menschen aufgrund eines Merkmals pauschal ein bestimmtes Verhalten unterstellst. Du suggerierst damit eine Kausalität, die in ihrer verallgemeinerten Form zu Vorurteilen und Ausgrenzung führt. Wo siehst du genau den argumenativen Unterschied, wenn du Ostdeutschen unterstellst, per se rassistischer als Westdeutsche zu sein, weil "in der 'Ostzone' 'nationalbefreite Zonen' ausgerufen werden etc.", als wenn jemand Schwarzen und PoC per se einen größeren Hang zu Kriminalität unterstellt?

Fakt ist, du unterteilst Menschen in Gruppen und unterstellst ihnen aufgrund der Zugehörigkeit zu dieser Gruppe ein bestimmtes Verhalten. Das eine zu kritisieren, das andere aber völlig unreflektiert zu reproduzieren, halte ich für bigott, wie bei allen Doppelstandards.


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#7
09.11.2015
19:17:31


(-9, 13 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby
Antwort zu Kommentar #5 von Defragmentierung


Weil er offen und ehrlich über Probleme spricht, selbst aber emsig an der Inklusion homosexueller Gläubige in seine Gemeinde arbeitet und sehr wohl dem Dialog mit organisierten LGBT offen steht und diesen auch führt, deshalb soll Ender Çetin also ein Preis verwehrt werden? Das ist doch entweder verrückt oder eben schlicht verleumderisch. Nutzt keinem schwulen Muslim etwas, hilft auch keinem christlichen, jüdischem oder atheistischen Homosexuellen, sondern dient allein der Fütterung xenophob unterfütterter Vorurteile...
Und wie plump Herr Steinert, dass durch die "Flüchtlingskrise" von sogenannten "Flüchtlingskritikern" negativ besetzte Wort "Willkommenskultur" in seiner auf Gruppenkonkurrenz getrimmten "Kritik" an der Preisverleihung einbaut, zeigt doch deutlich genug auf, von welcher Seite er um Applaus hechelt.

Çetin hat den Preis verdient, obwohl der Muslim kein Vorkämpfer in Homorechten ist, aber er ist keinesfalls homofeindlich gesonnen, was Steinert jedoch mal wieder suggerieren möchte. Was man vermuten kann ist, dass der Geschäftsführer gar ein Interesse hegt, Muslime zu integrieren, er bastelt lieber am Feindbild. Selbst die Hilfe für Flüchtlinge wird instrumentalisiert, Ängste vor "dem Islam" zu schüren.

Ich unterstelle: Steinert ist bestimmt SPD-Mitglied ;-)
Link zu www.berliner-zeitung.de


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#8
09.11.2015
19:24:54


(+7, 11 Votes)

Von Peer


Es ist skandalös, dass Homohasser auch noch belohnt werden.

Wenn das ein typisches Beispiel für Integration sein soll, sehe ich schwarz, wie das in Zukunft laufen soll.


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#9
09.11.2015
19:38:51


(-2, 8 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #3 von DeusVult


""Wenn die Massenzuwanderung von Arabern aus dem Vorderen Orient""..

Mal abgesehen davon, dass es so etwas wie eine "Massenzuwanderung" nicht gibt..

Wenn man sich ein bisschen mit den Organisations-Strukturen von Muslimischen Gemeinden beschäftigt, wird man erkennen können, wie unsinnig Deine "Hoffnung" hier ist..

Zunächst sind nur knapp 25 % der hier lebenden Muslime Menschen türkischer Herkunft, und diese zu einem großem Teil auch gar keine "Türken", sondern Kurdische Mitbürger..

Ähnliches gilt für die Zuwanderer aus Syrien..
Auch hier sind die Menschen überwiegend kurdischer Abstammung, und längst nicht alle Muslime..

Und dann gehen Muslime in ihre Gemeinden nicht nach Ethnien aufgespalten, sondern nach den einzelnen Schulen des Islam..

Und so wird es keine "speziellen Moscheen für Araber" geben, sondern die Menschen werden sich zumeist bestehenden muslimischen Gemeinden anschließen..


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#10
09.11.2015
19:41:56


(+10, 12 Votes)

Von Shinkaishi
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von reiserobby


Mir sind zumindest sehr viel mehr gewaltsame Ausschreitungen von Muslimen gegenüber Homosexuellen bekannt als umgekehrt, auch wenn man sich dabei nur auf westliche Staaten bezieht in denen beide eine Minderheit sind.

Vielleicht gibt es dann eine gewisse Berechtigung eine Kritik wie rassistisch doch GLBTI Menschen seien als unangebracht zu sehen?

Der Knackpunkt ist eben, und das kann der Artikel auch nicht wegdiskutieren, dass Ablehnung meistens auch Ablehnung erzeugt.

Aber hier geht es nicht wirklich um eine Frage der Ethnie, hier geht es um Kultur, und zwar um Kulturen die Homophobie zu einem stetig präsenten Element machen.

Jemanden abzulehnen weil man ihn oder sie (oft aber eben auch fälschlicherweise) als jemanden einstuft, der seine Homophobie auch noch aktiv umsetzt und damit anderen das Leben schwer macht ist eben etwas anderes als jemanden abzulehnen weil man meint das Recht zu haben, die Sexualität von anderen kontrollieren zu dürfen (oder schlimmeres zu tun).

Zuletzt, wer Wörter wie "Bio Deutscher" benutzt oder wie schon genannt abfällige Klischees über Menschen aus bestimmten Regionen vom Stapel lässt disqualifiziert sich eh schon.

Es ist denke ich übrigens auch klar, dass man schlecht einerseits Rassismus ankreiden kann, wenn Menschen pauschal Homophobie vorgeworfen wird weil sie aus einer Gruppe kommen, in der sich dies und anderes statistisch häuft und dann andererseits über Menschen lästern, die in der CDU sind / eine Kirchenfunktion innehaben, etc.?

Wenn man anfängt verschiedene Spielregeln einzuführen, je nachdem wie genehm oder zuwider einem das Ziel gerade ist nennt man das im Allgemeinen Heuchelei oder Doppelmoral.


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