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Michael Angelakos bei einem Auftritt im Treasure Island Music Festival in San Francisco (Bild: flickr / BotMultichillT / by 2.0)

Zehn Wochen, nachdem Michael Angelakos die Trennung von seiner Ehefrau bekannt gegeben hat, outet sich der 28-Jährige.

Singer-Songwriter Michael Angelakos, der Frontmann der amerikanischen Elektropop-Band Passion Pit, hat sich am Montag in einem Interview als schwul geoutet. Im Podcast von Schriftsteller Brett Easton Ellis ("American Psycho") erklärte der 28-Jährige, er sei schon lange "zwischen Hetero- und Homosexualität hin- und hergependelt". Angelakos hatte erst im August erklärt, dass er sich von seiner Frau Kristy Mucci scheiden lassen werde.

Er habe wegen seines Umfeldes lange mit seinem Coming-out gewartet: "Wenn es um meine Sexualität geht, wurde mir wie bei meiner Bipolarität empfohlen: 'Hol dir keine Hilfe. Rede mit niemandem drüber'", sagte der in Boston lebende Sänger, der sich vor drei Jahren als bipolar geoutet hatte. "Ich habe unter einer sehr heterosexuellen Gruppe von Leuten gelebt. Nicht, dass sie nicht verständnisvoll gewesen wären, es war einfach noch nicht Zeit dafür."

Youtube | Ein Musikvideo von Passion Pit

Angelakos: Jungs haben halt über Mädchen gesprochen


PR-Bild von Passion Pit mit Michael Angelakos in der Mitte

In der Musikszene, in der er damals verkehrt sei, hätten "die Jungs halt über Mädchen gesprochen", so Angelakos weiter. "Es war eben zu dieser Zeit so einfach, über Mädchen zu sprechen. Ich habe dann halt über sie geschrieben". Er habe aber "Probleme" mit Mädchen gehabt, die allerdings aufgehört hätten, als er angefangen habe, mit seiner späteren Frau Kristy Mucci auszugehen. "Sie war eine sehr gute Freundin", so Angelakos.

Seine Homosexualität habe er zu dieser Zeit einfach nicht wahrhaben wollen: "Wenn man zwischen Hetero- und Homosexualität hin- und herpendelt und nicht weiß, was da vor sich geht, ist es schön, jemanden zu haben, mit dem man sich wohl fühlt." Seine Frau habe von seinem Interesse an Männern gewusst, aber er wollte sie nicht enttäuschen: "Ich wollte so sehr heterosexuell sein, weil ich sie sehr liebe. Es war eines der schwierigsten Dinge für mich, als wir entschieden haben, uns zu trennen."

Angelakos hatte Passion Pit im Jahr 2007 gegründet. Das Album "Gossamer" konnte sich 2012 in den Top-Ten der amerikanischen Charts platzieren. Die Band veröffentlichte im April ihr neuesten Album "Kindred". (dk)



#1 MarisaAnonym
#2 Carsten ACAnonym
  • 10.11.2015, 11:44h
  • Es ist immer gut, wenn Leute zu sich selbst stehen und keine Rolle spielen müssen. Alles andere bleibt langfristig nicht ohne psychische Schäden.
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#3 ohahalalaAnonym
#4 JensAnonym
  • 10.11.2015, 12:16h
  • Antwort auf #1 von Marisa

  • "... als er angefangen habe, mit seiner späteren Frau Kristy Mucci auszugehen. "Sie war eine sehr gute Freundin", so Angelakos."

    "Ich wollte so sehr heterosexuell sein, weil ich sie sehr liebe. Es war eines der schwie­rigsten Dinge für mich, als wir entschieden haben, uns zu trennen."

    Jemand der bisexuell ist, wird sich nicht wegen seiner Sexualität von seiner Frau trennen.

    Liest sich ganz stark wie jemand der schwul ist und seinen Weg vom vermeintlichen Hetero" über die Hoffnung bisexuell zu sein, beginnt seine Homosexualität zu akzeptieren.
    Natürlich gibt es Bisexuelle, das müssen wir nicht diskutieren, aber in seinem Fall würde ich wetten das er schwul ist.
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#5 JasperAnonym
  • 10.11.2015, 12:21h
  • "Seine Homosexualität habe er zu dieser Zeit einfach nicht wahrhaben wollen"

    Das ist leider bei vielen Leuten so. Man kann nur immer hoffen, dass es nicht zu lange dauert, bis man sein wahres Ich erkennt und akzeptiert. Je später man sich dessen bewusst wird, desto mehr bereut man, was man alles verpasst hat und sich selbst angetan hat.

    Aber das ist auch wieder mal ein Beleg, dass wir mehr Aufklärung an Schulen brauchen, damit in Zukunft mehr Menschen sofort zu sich stehen können und nicht mehr solche Probleme haben, sich selbst zu akzeptieren. Und damit weniger Menschen daraus resultierende psychische Probleme bekommen.
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#6 YoungHeterolikeAnonym
  • 10.11.2015, 14:22h
  • Der ist wirklich hübsch und von der Art seines Auftretens durchaus repräsentativ für die neue Generation von Gays.
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#8 TheDadProfil
  • 10.11.2015, 15:02hHannover
  • Antwort auf #1 von Marisa
  • ""oha, bipolare gays. gibts voll oft.""..

    Stimmt..

    Das liegt mit den Auslösern einer Bipolarität zusammen, die zu über 75 % in Traumata bestehen..

    Dazu zählen vor allem Sexuelle Gewalt gegenüber Kindern und die Verdummbibelung..

    Wie man hier auch wieder sehen kann..
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#9 MrAlwaysRightAnonym
  • 10.11.2015, 15:15h
  • Antwort auf #4 von Jens

  • Ääähm... Ja, Bisexualität gibt es. Ist trotzdem was (ganz!) anderes als bipolare Störung ^^
    Im Artikel steht nirgends was von bisexuell, sondern nur dass der Künstler homosexuell ist.
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#10 dauerbeschallungAnonym
  • 10.11.2015, 15:18h
  • "In der Musikszene, in der er damals verkehrt sei, hätten "die Jungs halt über Mädchen gesprochen"

    die dauer-heterosexismen der film-, fernseh- und allgemein konsum- und verblödungsindustrie sind heute so aggressiv und omnipräsent wie nie - und wirken!
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