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  • 12.11.2015, 11:33h               Teilen:   |

Nummer-eins-Erfolge und Video-Clips aufwendig überarbeitet

Beatles: Die Urväter der Videoclips

Artikelbild
The Beatles sind mit mehr als einer Milliarde verkaufter Tonträgern die bisher kommerziell erfolgreichste Band der Musikgeschichte

Die Hit-Sammlung "The Beatles 1" wurde brillant überarbeitet: 27 Klassiker und dazugehörige Video-Clips erstrahlen in neuem Glanz.

Von Jan Gebauer

Kinder, wie die Zeit vergeht: die erfolgreichste Beatles-Kompilation "1" ist stolze 15 Jahre alt und wurde unlängst neu aufgelegt. Die Industrie schläft eben nicht und findet immer neue Wege uraltes Material in noch hellerem Glanz erstrahlen zu lassen.

Was hier und da gerne in die Hose geht, können sich die Rechteinhaber der alten Beatles-Aufnahmen nicht leisten, denn bei kaum einer anderen Gruppe liegt die Messlatte so hoch wie bei den Jungs aus Liverpool, von denen bekanntlich nur noch Paul McCartney und Ringo Starr unter uns weilen.

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Erfolgreichstes Album der 2000er Dekade

Ob "Yesterday", "Come Together" oder "She Loves You": Auf "1" sind die erfolgreichsten Beatles-Songs enthalten. - Quelle: Universal Music / Apple Corps Ltd
Ob "Yesterday", "Come Together" oder "She Loves You": Auf "1" sind die erfolgreichsten Beatles-Songs enthalten. (Bild: Universal Music / Apple Corps Ltd)

"1" war und ist freilich keine wirkliche "Best of", dafür fehlen dann doch einige wichtige Highlights wie "Strawberry Fields Forever" oder "Drive My Car", Aufnahmen aus dem Meilenstein "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" oder Fan-Favoriten wie "Here Comes the Sun". Das Konzept ist kommerzieller Natur: Die besagten 27 Songs standen in Großbritannien und den USA zwischen 1963 und 1970 an der Spitze der Single-Charts. Ausnahme: die Ballade "Something", von George Harrison geschrieben und später auch ein Hit für Shirley Bassey, schaffte nur Platz 3 in den USA.

Dennoch war und ist die Kompilation nicht irgendeine neue Hit-Sammlung der Beatles: Mit dem aufwendig beworbenen Album feierte man 2000 die 30-jährige Trennung der Beatles. Folglich ist das musikalische Kleeblatt in diesem Jahr bereits stolze 45 Jahre auseinander. Der Erfolg der Veröffentlichung überwältigte selbst kritischste Fans, die bereits jeden der enthaltenen Songs auf x verschiedenen Veröffentlichungen daheim hatten. "1" verkaufte sich weltweit über 31 Millionen Mal und war das erfolgreichste Album der Dekade 2000-20009. Nicht schlecht für eine Sammlung von Uraltaufnahmen und heftiger zeitgenössischer Konkurrenz von Eminem, Usher & Co.

Als Videoclips laufen lernten

"Something" konnte man bei George Harrison noch verbessern.
"Something" konnte man bei George Harrison noch verbessern. (Bild: Universal Music / Apple Corps Ltd)

Besonders bemerkenswert sind die vielen Musikclips, die passend zu den Songs, ebenfalls restauriert auf DVD bzw. Blu-ray gebannt wurden. Besonders die Clips ab 1966, jenem Jahr, als die Beatles von den Konzertbühnen abtraten, sind spannend, da sie heute als frühe Video-Clips gelten. Musikfernsehen à la MTV oder Viva war damals noch undenkbar, die Beatles waren aber auch hier Visionäre und nahmen amüsante Kurzfilme zu Promotionzwecken auf. Dabei nahmen sie sich auch gerne selbst auf die Schüppe.

Die Original-Bänder befanden sich teilweise im grenzwertigen Zustand, sodass die Techniker monatelang daran zu arbeiten hatten. Nun liegen aber alle Songs als HD-Videos im Mono- oder Stereo-Surround-Sound vor. In der Deluxe-Edition gibt es übrigens neben den besagten 27 Videos noch 23 weitere, darunter neben alternativen Versionen auch selten gezeigtes und frisch restauriertes Film- und Videomaterial. Wer allerdings dem guten alten Vinyl nachtrauert, darf sich vorfreuen: Eine Ausgabe mit zwei 180-Gramm-schweren LPs soll in den kommenden Monaten folgen.

Youtube | The Beatles 1 Video Collection Restoration Trailer
Links zum Thema:
» Mehr über das Album und die Blu-ray bei Amazon
» Offizielle Beatles-Homepage
Mehr zum Thema:
» Paul McCartney setzt Nostalgie-Trip fort
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Tags: beatles, paul mccartney, john lennon, george harrison, ringo starr
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