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"Eingeölte, holzharte Homosexuellenpimmel"

Böhmermanns böse Steinbach-Satire

Im "Neo Magazin Royale" präsentierte Jan Böhmermann seine Twitter-Nachrufe auf die quicklebendige CDU-Politikerin Erika Steinbach.

Die Empörung war groß: Die Nachricht vom Tod des früheren Bundeskanzlers Helmut Schmidt am Dienstag missbrauchte die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach, um in einem Tweet Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen. "Wir können nicht mehr Ausländer verdauen, das gibt Mord und Totschlag" – dieses dem Altkanzler zugeschriebene Zitat aus dem Jahr 1981 postete die menschenrechtspolitische Sprecherin der Union in einer extra aufbereiteten Grafik zum Tod des SPD-Politikers.

Die Entgleisung der früheren Vertriebenenen-Chefin griff am Donnerstag auch das "Neo Magazin Royale" auf ZDF Neo auf: Moderator Jan Böhmermann drehte den Spieß einfach um und präsentierte im Look-and-Feel des Steinbach-Tweets seine persönlichen Nachruf-Ideen auf die CDU-Politikerin.

Die "Zitate" wurden dabei freilich noch etwas mehr aus dem Zusammenhang gerissen, aber nicht weniger instrumentalisiert, wie das folgende Beispiel zeigt:



In einem Video der Sendung (ab 5:25) kann man sich weiteren "Zitate" der verblichenen Erika anschauen. (mize)



#1 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 13.11.2015, 16:01h
  • Schön waren aber auch Schmidts Entgleisungen nicht...
    >>>
    Es hieß von konservativer Seite aus stets über Schmidt, er sei der richtige Mann in der falschen Partei. Er bietet Führung, macht keine Fehler, findet die Demokratie nicht gut, sieht dafür aber beim Unfugreden gut aus. Klar, dass ihn die Deutschen lieben.
    jungle-world.com/artikel/2008/51/32329.html

    >Schmidt ist schon zu Lebzeiten zu einer unangreifbaren bundesrepublikanischen Ikone geworden, aber niemand scheint so richtig zu wissen warum. Die Welt schreibt über sein letztes großes Interview mit Sandra Maischberger: Oft geht das, was er sagt, nicht über Allgemeinplätze hinaus. Schmidt war so westdeustch, wie man nur sein kann. Er war Offizier im Nationalsozialismus und ihm wurde von Vorgesetzten mehrfach eine einwandfreie nationalistische Haltung attestiert. Darum geht es unter anderem in Helmut Schmidt und der Scheißkrieg, einer Biografie von Sabine Pamperrien. Darauf angesprochen antwortete Schmidt bei Maischberger nur mit Das ist reiner Quatsch. Das ist dummes Zeug. Und weiter: Ich war weiß Gott kein Nazi, aber habe während des Krieges als Soldat meine Pflicht erfüllt. Na dann.<
    www.vice.com/de/read/obwohl-helmut-schmidt-gestorben-ist-mus
    s-man-seine-meinungen-kritisieren-duerfen-442


    >Bundeskanzler Helmut Schmidt machte sich 1981 Sorgen darum, wie lange die Bundesrepublik noch mit den Folgen der Zuwanderung aus der Türkei fertig werden könne und erklärte im Februar 1982 in einem Zeit-Interview: Mir kommt kein Türke mehr über die Grenze.<
    www.tagesspiegel.de/meinung/andere-meinung/auslaender-in-deu
    tschland-kohls-tuerken-raus-plaene-trafen-einen-nerv-der-deu
    tschen/8596018.html


    >Mit dem Satz Ich bin doch kein Kanzler der Schwulen wehrte sich Helmut Schmidt 1980 dagegen, eine Beseitigung des Paragraphen 175 zum Wahlkampfthema zu machen.<
    www.spiegel.de/spiegel/print/d-13689080.html

    >Für die größte Verstimmung sorgte Schmidt, als er den Wunsch der Liberalen, den Paragraphen 175 abzuschaffen, als Kuriosität behandelte. Genscher zeigte sich betroffen, wie wenig Verständnis der Kanzler für Probleme von Minderheiten aufbringe. Schmidt soll dabei laut Spiegel auch seinen liberalen Innenminister Gerhart Baum unwirsch angefahren haben und sogar mit Koalitionsbruch gedroht haben, sollte er die Liberalisierung fortsetzen: Jetzt reichts, Herr Baum. Da müssen Sie sich einen anderen Koalitionspartner suchen.<
    www.queer.de/detail.php?article_id=25004&kommstart=20&am
    p;chronologisch=ja#kommentare


    >Angelegt wurden die ersten der Spionierspiegel im Jahre 1964 unter dem damaligen Hamburger Innensenator Helmut Schmidt; der letzte Spiegel, in der Toilette am Rathausmarkt, wurde noch nach der Reform des Homosexuellenparagraphen 175 im Jahre 1973 installiert. Als Begründung für ihre Observationen führen die zuständigen Behörden ins Feld, nur so die ekelerregenden Belästigungen (Polizeisprecher Peter Kelling) stoppen zu können, denen sich unbedachte normale Benutzer der Toiletten seitens aufdringlicher Homosexueller ausgesetzt gefühlt hätten.<
    www.zeit.de/1980/30/rosa-listen-in-der-hansestadt

    In der SPD suchte er nicht nur eine Art zivile Verlängerung soldatischer Gemeinschaft er behandelte sie, mit wechselndem Erfolg, auch wie ein Oberleutnant seine Kompanie.
    In den 68ern sah Frontsoldat Schmidt eine Wiederkehr der sinistren ideologischen Kräfte, die schon 1933 ins Unheil führten. Für die Linksintellektuellen, von Rudi Dutschke bis Jürgen Habermas, hatte er kaum mehr als Verachtung übrig. Alles Utopische erschien ihm gefährlich zu sein, bestenfalls überflüssiges Geschwätz, das vom Wesentlichen, den steinernen Notwendigkeiten der Realpolitik, ablenkte.
    Er hielt die Linksextremen für Widergänger der Nazis die Linksmilitanten sahen in ihm den Oberleutnant von Hitlers Armee, der an der Blockade von Leningrad und dem Vernichtungskrieg im Osten beteiligt war. Diese tragische Pointe hat er nie verstanden, so wenig wie die Wachstumsskepsis der Grünen. Ökologie hielt er lange für eine Marotte gelangweilter Mittelstandsdamen. Der starre Blick auf das Machbare war manchmal ein Tunnelblick.
    Sein größter Fehler war die Aufrüstung mit Pershing-Raketen, die er US-Präsident Jimmy Carter (den er als Moralisten verachtete) aufschwatzte. Gegen die Nachrüstung gingen in der Bundesrepublik Hunderttausende auf die Straße, die SPD rebellierte. Effektiver als Schmidt hat kein Politiker den Aufstieg der Grünen beflügelt. Auch die Gründung der taz als Medium der Gegenöffentlichkeit war eine Antwort auf Schmidts autoritäres Krisenmanagement im Deutschen Herbst.
    Auf dem Kölner Parteitag 1983 stimmten neben Schmidt 14 Genossen für die Nato-Nachrüstung, 400 dagegen. Das war die Antwort der SPD auf Schmidts, später von Schröder imitierter Art, die Partei mit Machtworten zu erpressen. So rabiat wie Schmidt wurde kein anderer führender Sozialdemokrat je vom Hof gejagt.
    Auf SPD-Parteitagen wurde er als Greis bejubelt, wie ein lebendes Denkmal. Das war vielleicht ein letztes Missverständnis in der komplizierten, kurvenreichen Beziehung zwischen Helmut Schmidt und der SPD.
    Ein Sozialdemokrat war er so wenig, wie Angela Merkel Christdemokratin ist.

    m.taz.de/Nachruf-auf-Helmut-Schmidt/!5250053;m/

    Und jetzt bitte anschnallen, nicht auf den Bildschirm kotzen:
    www.youtube.com/watch?v=gYs0hb04HZw

    - See more at:
    reiserobby.de/altkanzler-parolen-gegen-schwule-und-tuerken-v
    on-helmut-schmidt/#sthash.sD8Ee1mV.dpuf
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#2 MarcAnonym
  • 14.11.2015, 10:37h

  • Hat Erika Steinbach denn noch gar nichts Erhellendes zu den Anschlägen in Paris getwittert?
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#3 AurelAnonym
#4 bildungsauftragAnonym
  • 14.11.2015, 13:24h
  • "eingeölte, holzharte Homosexuellenpimmel"

    Ein sehr geiles Bild, das doch gleich die Fantasie anregt und den allgegenwärtigen Heterosexismen auch lustvoll etwas entgegensetzt.

    Heiße, harte, glänzende, fettig gewichste Schwänze, die miteinander Spaß haben, sind geil!

    Genau so muss man den homophoben, rassistischen, sexistischen Diener_innen des Kapitals, die gerade junge Menschen mit ihrem braunen Dreck zu bereitwilligen Untertan_innen im Sinne von Ausbeutung und Unterdrückung heranzüchten wollen, antworten!
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