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  • 18.11.2015, 03:50h           29      Teilen:   |

Filmkritik

"Stonewall" jetzt im Kino: Macht kaputt, was euch kaputt macht!

Artikelbild
Danny (Jeremy Irvine) wirft den ersten Stein: Roland Emmerich erzählt die Stonewall-Krawalle aus der Perspektive eines weißen, jungen Schwulen (Bild: Warner Bros. Picturess Germany)

Roland Emmerichs Film über den Aufstand in der Christopher Street wurde heiß ersehnt, vorab zerrissen und ist doch vor allem eine sehr deutsche Weihnachtsgeschichte.

Von Stephanie Kuhnen

Kaum ein Film wurde so heiß ersehnt wie die Verfilmung des Stonewall-Aufstandes von 1969, das Ereignis, das mittlerweile weltweit als Initialzündung der zweiten LGBT-Bewegung gefeiert wird. Und kaum ein Film wurde derart erbittert verrissen, noch bevor er überhaupt in die Kinos kam.

Jetzt steht der deutsche Kinostart am 19. November unmittelbar bevor, in den USA ist Roland Emmerichs Version der Geschichte bereits grandios gefloppt. Zu groß und zu unterschiedlich waren offenbar die Erwartungen an das, was ein Hollywood-Film überhaupt leisten kann. Vor allem, wenn es sich um eine Begebenheit handelt, die symbolisch so aufgeladen ist und so wenig von noch stattfindenden Emanzipationsprozessen entkoppelt werden kann. Die geforderte Authenzität ist zwangsläufig unmöglich.

Dennoch ist es sinnvoll, die Stonewall-Krawalle als selbstermächtigten Aufbruch in den öffentlichen Raum und an die politischen Verhandlungstische zu markieren und filmisch zu inszenieren.

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Heldenepos zwischen Wagner-Oper und Brecht'scher Sozialkritik

Poster zum Film: Bundesweiter Kinostart von "Stonewall" ist am 19. November 2015
Poster zum Film: Bundesweiter Kinostart von "Stonewall" ist am 19. November 2015

Insgesamt ist Emmerichs "Stonewall" weniger ein akkurater Historienfilm als ein sehr deutsches Heldenepos, das sich selbst zwischen einer bombastischen Wagner-Oper und Brechts Sozialkritikhabitus eingeklemmt hat. Das ist tragisch und manchmal auch ärgerlich. Dabei hat der Film auch seine starken und unterhaltenden Momente. Leider geben die schwachen oder unentschlossenen Stellen viel Raum für die aktuellen Debatten um Transphobie und Whitewashing.

Entzündet hatte sich das regelrechte "Stonewall"-Bashing schon vor dem Kinostart an der Entscheidung Emmerichs, die Geschichte aus der Perspektive eines weißen, jungen Schwulen (Jeremy Irvine als "Danny") zu erzählen, der aus der tiefsten Provinz vor seinem homophoben Vater und einer unbarmherzigen, christlichen Mittelschicht nach New York flieht und dort völlig pleite in der anfangs für ihn noch bizarr und undurchsichtig wirkenden Welt der Christopher Street strandet. Dort schließt er sich einer Gruppe von wohnungslosen Schwulen und Transgendern unterschiedlicher ethnischer Herkunft an und lernt von ihnen trotz bitterer Armut und alltäglicher Gewalt durch Polizei und Freier zu überleben.

Der fiktive, kitschige und doch wunderbare Pflastersteinmoment

Danny durchläuft mehrere Stationen wie ein Grimmscher Hans im Glück, verliert von Episode zu Episode sein altes Selbst und gewinnt am Ende, als er fast alles verloren hat, die Erkenntnis, dass nur die Befreiung der eigenen Identität die Erlösung bringen kann. In der viel kritisierten Schlüsselszene, dem fiktiven Pflastersteinmoment, nimmt der geschundene Held den ersten Stein auf und entledigt sich wütend seiner Opferrolle, indem er ihn in die Scheibe der symbolischen Manifestation von homophober Gewalt, dem korrupten, elenden und von Zuhältern und Mafiosi betriebenen "Stonewall Inn" schmettert. Macht kaputt, was euch kaputt macht!

An dieser Stelle ist Emmerichs Film auch am sympathischsten: ein klares Bekenntnis, dass ein gewaltfreies, abwechselndes Wangehinhalten die Verhältnisse in größter Not höchstens homöopathisch behandelt, dass ein Von-unten-nach-oben-Betteln nur Almosen bringen kann. Selbst wenn in der holperigen Gesamthandlung der Steinwurf wie ein kitschiges Monument herausragt, hat er doch eine gewisse Chuzpe, die man Emmerich zugestehen muss.

Immerhin hat er als Deutscher den USA mit "Independence Day" (1996) einen hyperpatriotischen Film präsentiert, in dem ein versoffener Vientnamveteran, ein Jude und ein Afroamerikaner die Welt retten. Dass nun in dem Land, in dem christlicher Fundamentalismus die größte Bedrohung für die Rechte von LGBT darstellt, ausgerechnet die kollektiv als Sünder verurteilte Gruppe ihre symbolische Steinigung wütend zurückwirft, gibt der ansonsten recht konventionellen Dramaturgie einen frischen Mittelfinger.

Abgekupfert aus der 1995er-Vorlage von Nigel Finch



Leider erschöpfen sich die guten Szenen des Films recht schnell und man fragt sich, ob Emmerich so gut beraten war, die Erzählstruktur und Personage aus der 1995er Stonewall-Verfilmung des britischen Filmemachers Nigel Finch zu übernehmen: ein weißer Junge aus der Provinz kommt in die Christopher Street, lernt eine Latino-Drag-Queen kennen, die sich in ihn verliebt, er lernt aber noch einen Aktivisten der Mattchine Society kennen, geht zu deren Treffen, fährt mit ihnen nach Washington, die sind ihm nicht radikal genug, "Stonewall Inn"-Razzien und Schikanen und dann eskaliert die Situation in die Straßenschlachten.

Produziert wurde die 1995er Version von Christine Vachon, die später mit "Velvet Goldmine" und "Boys Don't Cry" noch große Erfolge des LGBT-Kinos feiern sollte und gerade mit "Carol" brilliert hat. Emmerichs Handlung hält sich so sehr an diese Vorlage, dass es bei einigen Szenen, die fast dialog- und ausstattungsgenau übernommen wurden, schon peinlich wird. Peinlich vor allem, weil wirklich nichts im Marketing des Films auf diesen Vorläufer hindeutet.

Das legt den Verdacht nahe, dass "Stonewall 2015" eigentlich nur eine großbudgetierte und starbesetzte Hollywood-Aufarbeitung eines wesentlich besseren Films ist, der noch alle Stärken des (vorwiegend) schwulen Independent-Kinos versammelt: Glamour, Humor, Schräges und Lust an der Anpassungsverweigerung. Eine ähnliche Verflachung ereilte schon die geniale australische Produktion "Priscilla – Queen of the Desert" (1994), die sich in einer krachledernen Parodie ihrer selbst als "To Wong Foo" (1995) in Hollywood wiederfand.

Das falsche Entgegenkommen an den heterosexuellen Mainstream



Interessant bei der Emmerich-Verfilmung des Stoffes wird es, wo sich die beiden Versionen unterscheiden. Da bleibt das Publikum ratlos zurück, ob die Intention zwar gut war, aber letztendlich doch das Entgegenkommen an den heterosexuellen Mainstream zum selbstgespannten Fallstrick mit mehr Lametta wurde.

Das verdeutlichen drei Figuren: die hinzugefügte einzige Lesbe, die nach Zeitzeugenberichten mit heftigem Widerstand gegen ihre Verhaftung signalisierte, dass man einfach nicht aufhören darf, sich zu wehren. Gut gedacht, aber angesichts der sonstigen Abwesenheit von Lesben hinterlässt die eingefügte, historische Szene eher viele unbeantwortete Fragen.

Oder die sporadisch auftauchende reale Stonewall-Veteranin Marsha P. Washington, deren Auftritte derart überzogen sind, dass man sich besonders in der Szene in einer Lederbar an einen RuPaul-Sketch erinnert fühlt. Und natürlich dem schmierigen Aktivisten der Mattachine Society, gespielt von dem wohl in seiner Rollengeschichte am meisten unterforderten Jonathan Rhys Meyers, der als elternfinanzierter Mittelschichts-Linker unfreiwillig zum Denkmal für den ersten weißen Gentrifizierer des Viertels wird.

Natürlich ist es Emmerich anzurechnen, dass er sich für das immer noch bestehende Problem der wohnungslosen LGBT-Street-Kids einsetzt. Aber seine Sozialkritik hinkt, weil sie sich nicht konsequent auf die Ursachen der Armut und Gewalt einlässt. Den strahlenden, gesunden Helden, dem aufgrund seiner Herkunft eine Hochschulausbildung bevorsteht, an den holzschnittartig stereotyp besetzten Figuren der zumeist nicht-weißen Street-Kids zu kontrastieren, wirkt gemein, denn er kann jederzeit gehen. Die sozial chancenlosen Wohnungslosen können zwar "edle" und "lustige" Stricher sein, aber letztlich bleiben sie allein zurück.

Der brutalste und doch ehrlichste Moment des Films



Ein schmerzhaft ehrlicher und brutaler Moment im Film ist, als Danny der Latina Ray/Ramona einen Korb mit den Worten gibt: "Du weißt, ich kann dich nicht lieben. Aber wir können Freunde sein." Die Machtverhältnsse sind klar und werden über "Liebe" ausgetragen. In Finchers Version von "Stonewall" gab es zwischen den beiden Protagonisten noch eine Affäre. Bei Emmerich wirkt Danny immer wie ein Erste-Welt-Tourist, dem beim Abenteuerurlaub der Rucksack geklaut wurde und der nach ein paar Telefonaten von seiner Regierung ausgeflogen wird.

Solange die Geschichte der LGBT-Bewegung getrennt von Rassismus, Sexismus und Klassismus erzählt wird, kann es eine tatsächliche Emanzipation nicht geben. Und da muss sich Emmerich tatsächlich der Kritik stellen, warum er unter vielen Möglichkeiten diese Perspektive auf die Stonewall-Geschichte gewählt hat.

Am Ende ist "Stonewall" leider ein sehr zeitgeistiger und auf seine Art sehr ehrlicher Film: eine Weihnachtsgeschichte, die jedes Jahr im Sommer wieder rausgeholt wird und nur bei einigen wenigen mit ihrem "Es begab sich zu einer Zeit…" ein wohliges Gefühl von guter Unterhaltung und Gemeinschaft herstellen kann. Für gutes Popcorn-Kino wird zu viel belehrt, für Action-Kino fehlt die Sexiness, für ein Fake-Biopic ist die Möglichkeit zur Identifikation zu begrenzt.

Aber immerhin löst "Stonewall" nötige Diskussionen aus, die hoffentlich bald konstruktiver geführt werden.

Youtube | Offizieller deutscher Trailer zu "Stonewall"
  Infos zum Film
Stonewall. Drama. USA 2015. Regie: Roland Emmerich. Darsteller: Jeremy Irvine, Jonny Beauchamp, Joey King, Jonathan Rhys Meyers, Ron Perlman. Laufzeit: 129 Minuten. Sprache: deutsche Synchronfassung. FSK 12. Verleih: Warner Bros. Pictures Germany. Deutscher Kinostart: 19. November 2015
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Stonewall

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Tags: stonewall, roland emmerich, christopher street, kino
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Reaktionen zu ""Stonewall" jetzt im Kino: Macht kaputt, was euch kaputt macht!"


 29 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
18.11.2015
04:54:04


(-7, 15 Votes)

Von tfuigg9h


Wen kümmert's?

Ich werd mir den Film nicht ansehen, denn der Film ist offenbar grottenschlecht, trotz queerer Thematik.

Nicht jeder Film mit LGBT-Thematik muss automatisch gut sein. Soviel Wahrheit gehört dazu. Und Stonewall (2015) gehört nunmal eben nicht zu den guten Filmen.

Wäre der Film auch nur halbwegs gut, so hätte er nicht so übereinstimmend (!) viele (!) negative (!) Kritiken erhalten und es wären in den USA nicht so derart wenige (!) Menschen für diesen Film ins Kino gegangen. Soviele Kritiker und soviele Menschen, die nicht ins Kino gegangen sind, können einfach nicht irren.

Ich erhoffe mir mit Independence Day 2 einen besseren Film von Emmerich.


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#2
18.11.2015
04:55:34


(-2, 16 Votes)

Von YoungHeterolike


Hab bisher nur den Trailer gesehen. Der Hauptdarsteller gefällt mir. Ich denke, dass viele Schwule meiner Generation sich mit ihm identifizieren.


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#3
18.11.2015
04:57:32


(-4, 14 Votes)

Von 4z6trefd


Allein schon vom Sehen des Trailers sieht man, dass der Film sehr oberflächlich und flach ist. Allein schon die Kulissen sehen irgendwie künstlich und unrealistisch aus.


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#4
18.11.2015
06:37:16


(+7, 19 Votes)

Von Christopher
Antwort zu Kommentar #2 von YoungHeterolike


Mit dem Unterschied, dass Schwule Deiner Machart offenbar die Almosen vom "von unten nach oben betteln" bevorzugen.

Ein Stonewall von Euch? Undenkbar.


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#5
18.11.2015
08:18:20


(+1, 15 Votes)

Von aLuckyGuy
Aus Peine (Niedersachsen)
Mitglied seit 28.08.2015
Antwort zu Kommentar #1 von tfuigg9h


@ tfuigg9
Na klar doch, weil eine Handvoll amerikanischer Tunten in völliger Geschichtsvergessenheit den Film Scheiße finden und einige Dutzend Heten-Zeitschriften natürlich voll auf dem Zug auffahren, kann der Film natürlich nichts taugen.

Kaum jemand hat den Film gesehen, noch nicht mal die jämmerlichen Schreiberlinge welche die Kritik geschrieben haben und von denen ohnehin kein einziger überhaupt weiß oder auch begreift was bei Stonewall damals überhaupt passiert ist, aber so viele Idioten können sich ja nicht irren, oder? Ein Idiot Ok. aber bei mehreren Idioten kommt automatisch die Wahrheit heraus oder wie?

Aber sicher sind Heten-Machofilme wie Independence Day 2 sehr viel besser. Ich frage mich manchmal, wie muss sich das anfühlen mit so einen kleinen Gehirn. Tut das nicht weh?


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#6
18.11.2015
08:28:32
Via Handy


(+3, 17 Votes)

Von Nixxo


Ich habe den Film schon im original gesehen und fand ihn klasse.

Nur weil er die Geschehnisse aus Sicht eines weißen Schwulen erzählt, heißt das nicht, dass Schwarze, Latinos oder auch Trans* und Drag-Queens zu kurz kämen.

Aber manche verreißen den Film ja lieber ohne ihn je gesehen zu haben. Genau das von Vorurteilen geprägte Verhalten, was wir Homohassern immer vorwerfen. Solange wir deren Arbeit machen und uns gegenseitig zerfetzen, wer denn der bessere GLBTI ist, können die sich entspannt zurücklehnen.


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#7
18.11.2015
08:45:52


(-6, 16 Votes)

Von Seeb


Dieser Film hätte wirklich etwas ändern können, eben weil er erstmals auch breite Hetero-Kreise erreicht. Und er hätte auch unseren Kampfgeist für volle Gleichstellung wecken können und vielleicht sogar ein neues Stonewall erreichen können.

Aber die Homohasser lernen auch dazu: während sie früher diesen Film ganz offen runtergemacht hätten, gehen sie heute raffinierter und perfider vor. Jetzt streuen sie Gerüchte und Zweifel unter uns, um die Zersetzung von innen zu starten. Die alte FUD-Taktik: Fear, Uncertainty, Doubt.

Und einige sind darauf reingefallen - ohne den Film je gesehen zu haben...

Wie gesagt: dieser Film hätte wirklich etwas ändern können. Aber diesmal haben wir es selbst versaut, weil wir auf eine homophobe Taktik reingefallen sind.


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#8
18.11.2015
08:48:05


(-3, 15 Votes)

Von Timon


Ich freue mich, dass ich nach all den Verrissen von Leuten, die den Film gar nicht gesehen haben, mir nun selbst ein Urteil bilden kann.

Übrigens:
es ist schon bezeichnend, dass auf dem Filmkritik-Metaportal Rotten Tomatoes die Kritikerwertungen überwiegend schlecht ausfallen, während bei den Leuten, die den Film wirklich gesehen haben, 92% den Film mochten und er eine Gesamtwertung von 4,6 von 5 möglichen Punkten bekommen hat.

Also ich orientiere mich da lieber an den Leuten, die den Film wirklich gesehen haben und nicht an Leuten, die einfach was nachplappern, ohne den Film selbst gesehen zu haben.


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#9
18.11.2015
09:01:31


(+1, 13 Votes)

Von Heiner


Manche Leute verstehen immer noch nicht den Unterschied zwischen einem Spielfilm und einem Dokumentarfilm.

Es gibt zahlreiche Dokumentarfilme zu Stonewall, die aber alle nicht die großen Massen erreicht haben. Dieser Spielfilm erzählt die Geschehnisse eben aus einer einzelnen Perspektive. Das heißt nicht, dass irgendwas verfälscht würde, es kommen allenfalls andere Perspektiven zu kurz. Das kann man kritisieren oder nicht, aber hätte man alle Perspektiven zeigen wollen, hätte niemand den Film sehen wollen.

Wenn man viele Leute für die Stonewall-Aufstände interessiert hätte, hätten die sich auch weiter informiert und andere Filme und Dokus zum Thema gesehen. Und dann wären auch weitere Dokus und Spielfilme dazugekommen, die auch andere Perspektiven gezeigt hätten. Ist doch eigentlich gut, wenn verschiedene Perspektiven gezeigt werden. Aber stattdessen haben wir das Thema Stonewall für Filmemacher komplett uninteressant gemacht.

Dann wird es eben keine Mainstream-Filme mehr zum Thema geben, sondern nur noch kleine Produktionen, die ein paar Dutzend Zuschauer erreichen, aber nicht die breiten Massen um diese für das Thema zu interessieren und dazu bekommen, auch mal einen kleineren Film zu dem Thema zu schauen.


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#10
18.11.2015
09:02:11


(-1, 11 Votes)

Von aLuckyGuy
Aus Peine (Niedersachsen)
Mitglied seit 28.08.2015
Antwort zu Kommentar #7 von Seeb


@Seeb
Vielen Dank für den Kommentar. Besser hätte man es nicht ausdrücken können!


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