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Klaus Burkart übergibt das Szepter an den Zweitplatzierten (Bild: Mr. Gay World)

Aus persönlichen Gründen nimmt Klaus Burkart knapp ein halbes Jahr nach seinem Sieg den Hut.

Klaus Burkart hat am Mittwoch seinen Rücktritt als Mr. Gay World erklärt. Das gab der 21-Jährige auf der Website des Wettbewerbes bekannt. Als Grund nannte der aus Wangen im Allgäu stammende Milchtechniker "persönliche Veränderungen", ging aber nicht näher auf die Gründe ein.

Erst Anfang Mai hatte sich Burkart beim Mr.-Gay-World-Wettbewerb im südafrikanischen Kapstadt gegen 20 weitere Bewerber durchgesetzt (queer.de berichtete). Damals kündigte er an, in Schulklassen gehen zu wollen, um dort über Homosexualität und Mobbing zu sprechen. Nach seinem Amtsantritt nahm er u.a. an den CSDs in Prag, Mainz und Konstanz teil.

"Stolz und Freude"


Neuer Mr. Gay World ist Mass Luciano aus Hongkong

"Es hat mich mit Stolz und Freude erfüllt, der Mr. Gay World zu sein und der Community zu dienen", sagte Burkart, erklärte aber auch, dass es eine Herausforderung gewesen sei, die Erwartungen, die mit diesem Titel einhergehen, zu erfüllen. "Nach diesen Erfahrungen bin ich sehr traurig mitzuteilen, dass ich wegen persönlicher Veränderungen in meinem Leben nicht länger die Erwartungen erfüllen und der Community dienen kann, die mit dem Titel einhergehen."

Stattdessen wird künftig Mass Luciano aus Hongkong das Amt des Mr. Gay World übernehmen. Der 35-Jährige hatte beim Wettbewerb in Kapstadt den zweiten Platz belegt.

Die Wahl zum Mr. Gay World ist kein typischer Schönheitswettbewerb. So gibt es etwa kein Alterslimit – ältester Bewerber in diesem Jahr war etwa der 42-jährige Nomer Yuzon von den Philippinen. Die Kandidaten werden nicht nur nach ihrem Aussehen, ihrer Sportlichkeit und ihrer Körperpflege beurteilt, sondern auch nach ihrem Verstand und sozialen Fähigkeiten. Dazu gehörte beim Wettbewerb in Kapstadt auch ein schriftlicher Test mit Fragen zu LGBT-Rechten. (dk)



#1 ollinaieProfil
  • 19.11.2015, 11:03hSeligenstadt
  • So gibt es etwa kein Alterslimit ältester Bewerber in diesem Jahr war etwa der 42-jährige ...

    2010 lag das durchschnittliche Alter der Deutschen bei 43,7 Jahren,
    die Lebenserwartung bei 77,9 Jahren für Männer und bei 82,9 für Frauen.
    -Wikipedia-
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#2 sehr schwachAnonym
  • 19.11.2015, 11:26h
  • erst dieses große event zur selbstdarstellung nutzen und dann ohne die angabe konkreter gründe einfach hinschmeißen.

    das mindeste, was die community verdient hätte, wäre eine tatsächliche aufklärung über die "persönlichen veränderungen", die er genannt hat.

    ein verheerendes signal von jemandem, der vorgab, gerade für junge schwule ein role model sein zu wollen.
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#3 QuitterAnonym
  • 19.11.2015, 11:37h
  • Was soll das denn für eine "Erklärung" sein?

    "Wegen persönlicher Veränderungen..."

    Das klingt fast wie einer, der wieder zurück in den Schrank oder jetzt einen auf "straight" machen will.

    Anscheinend war sich da jemand nicht einmal ansatzweise der Verantwortung bewusst, die mit einem solchen Titel einhergeht.

    Ein Armutszeugnis nicht nur für ihn selbst, sondern für die ganze Veranstaltung, die solche offensichtlich nicht geeigneten Leute pusht, die nicht wissen, was sie wollen, und die anscheinend aus purem Opportunismus handeln.
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#4 ArztgattinAnonym
  • 19.11.2015, 11:42h
  • Antwort auf #3 von Quitter
  • Starker Tobak, Quitter.

    Es könnte doch auch sein, dass eine schwere Erkrankung wie Hodenkrebs der Grund ist. Nicht, dass ich ihm das wünsche, aber möglich ist es doch, oder? Und darüber mag man ja auch nicht gleich sprechen, das muss sich dann erst mal setzen.
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#5 danny4u1Profil
  • 19.11.2015, 11:49hKöln
  • Meine Güte, jetzt basht doch nicht gleich los.... Ist Euch mal in den Sinn gekommen dass es auch noch andere Gründe gibt die für einen Rücktritt sprechen als "zurück in den Schrank zu gehen"? Vielleicht ist jemand aus seiner Familie oder seinem Umfeld krank und braucht seine Unterstützung. Oder gar er selbst. Oder was auch immer. Es geht nur ihn etwas an. Zurück in den Schrank würde nach der medialen Aufmerksamkeit ja sowieso nicht mehr gehen. Überlegt doch vorher mal, bevor Ihr gleich lostönt.
    Das Leben hält oft Überraschungen bereit, die man vorher nicht planen kann. Da kann man noch so vorbereitet (worden) sein.
    Das musste ich jetzt mal loswerden.
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#6 seltsamAnonym
#7 ollinaieProfil
  • 19.11.2015, 12:08hSeligenstadt
  • Antwort auf #6 von seltsam
  • dann wäre es doch mit der ganz einfachen aussage "aus gesundheitlichen gründen" getan, wenn er über details nicht sprechen möchte.

    Wie wäre es mit:

    "Mein Arbeitgeber hat die Faxen dick und mir gekündigt, bin jetzt auf Harz IV und muß mich um 'nen Job kümmern, weil ich es mir nicht leisten kann meinen Lebensunterhalt von den "aufmunternden" Kommentaren der Queer.de-Community un 'ner Handvoll Werbegeschenken zu bestreiten."
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#8 burgerbergProfil
  • 19.11.2015, 12:45hberlin
  • Antwort auf #7 von ollinaie
  • "Mein Arbeitgeber hat die Faxen dick und mir gekündigt, bin jetzt auf Harz IV und muß mich um 'nen Job kümmern, weil ich es mir nicht leisten kann meinen Lebensunterhalt von den "aufmunternden" Kommentaren der Queer.de-Community un 'ner Handvoll Werbegeschenken zu bestreiten.

    Danke, treffender kann man es nicht sagen! Was manche hier ablassen ist einfach nur geschmacklos und dies könnte einer der Gründe sein, warum der Rücktritt erklärt wurde. Vielleicht fühlen sich hier einige um den Sieg beraubt, weil dieser Typ ihnen den Titel weggeschnappt hat vermutlich sind die auch noch weitaus gutaussehender und eloquenter als dieser Bauer aus der Pampa!
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#9 Gay ActivistAnonym
  • 19.11.2015, 13:16h
  • Antwort auf #7 von ollinaie
  • Dann wäre es seine Verantwortung gegenüber der Community, die er angeblich repräsentieren wollte, das auch offen so zu sagen. Das könnte dann auch notwendige Diskussionen über die sozialen Verhältnisse in dieser Gesellschaft und generell anstoßen.

    Allgemein ist aber eher davon auszugehen, dass der Titel für die meisten durchaus auch in finanzieller Hinsicht nicht von Nachteil ist.

    Auf mehreren internationalen Seiten löst seine (Nicht-) Erklärung Erstaunen aus, und die Formulierung "persönliche Veränderungen" ohne nähere Ausführung ist sehr unglücklich, weil nicht wenige damit die Rhetorik der "Ex-Gay"-Umpoler assoziieren. Gerade bei jungen Männern, die noch mitten in ihrem inneren wie äußeren Coming-out-Prozess sind, kann sowas angesichts der sozialen Realität, dass Schwulsein immer wieder angegriffen und als veränderbar dargestellt wird, einen gefährlichen Eindruck erwecken.

    Es ist mehr als berechtigt, auf diese Tatsachen hinzuweisen und auch an die Verantwortung zu erinnern, die mit einem solchen Titel einhergeht.
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#10 Sabelmann