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  • 19.11.2015, 13:36h           8      Teilen:   |

Parteitag der Christsozialen

Gründung von schwul-lesbischer Gruppe in der CSU geplant

Artikelbild
Die CSU ist bislang nicht dadurch aufgefallen, dass sie sich für LGBT-Rechte einsetzt (Bild: flickr / akante1776 / cc by sa 3.0)

Schwule und lesbische CSU-Mitglieder wollen am Rande des Parteitages am Wochenende in München eine innerparteiliche Interessenvertretung gründen.

Wie die Zeitung "Merkur" meldet, hat die Münchener Nachwuchspolitiker Patrick Slapal die Initiative zur Gründung übernommen.

"Es ist wichtig, dass wir auch in Bayern stärker zusammenhalten", heißt es demnach in einer internen Einladung. Man wolle künftig "Präsenz und Sichtbarkeit" zeigen. Die Gleichstellung von Schwulen und Lesben sei "Teil der deutschen Leitkultur".

Noch ist unklar, wie willkommen die Aktivisten innerhalb der CSU sind. Zwar gibt es in der bayerischen Regionalpartei mit dem Bundestagsabgeordneten und Vertriebenen-Sprecher Bernd Fabritius einen prominenten schwulen Politiker. Allerdings machten CSU-Mandatsträger wiederholt mit homofeindlichen Äußerungen von sich reden. So bezeichnete Generalsekretär Alexander Dobrindt Schwule und Lesben abwertend als "schrille Minderheit" (queer.de berichtete).

Außerdem hat die Antragskommission des Münchner Parteitags vorgeschlagen, das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben im CSU-Grundsatzprogramm zu etablieren (queer.de berichtete). Die Delegierten folgen in der Regel dem Vorschlag der Kommission.

Derzeit sind vereinzelt CSU-Mitglieder auch bei den Schwulen und Lesben in der Union (LSU) aktiv. Die LSU Bayern, die von der Transsexuellen Jane Thomas angeführt wird, ist Teil des LSU-Regionalverbandes Süd.

"Es ist jetzt an der Zeit, dass sich die CSU zur vollkommenen Gleichstellung bekennt", forderte die LSU in einer Pressemitteilung am Donnerstag. "Auch in der CSU sieht man: der Einfluss der Homosexuellen, ihrer Familien, Freunde und Unterstützer, nimmt auch innerhalb der CSU kontinuierlich zu." (dk)

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Reaktionen zu "Gründung von schwul-lesbischer Gruppe in der CSU geplant"


 8 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
19.11.2015
13:41:43


(-7, 9 Votes)

Von GeorgG


Endlich! Wer die volle Gleichstellung in Deutschland will, kommt um die konservativen Parteien nicht herum. Eine Emanzipationsarbeit ist bei den Grünen, bei den Linken und in der SPD so gut wie nicht mehr nötig, sehr wohl aber bei den Konservativen wie CSU und AfD.
Ich wünsche der neuen Initiative einen guten Start und viel Erfolg!


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#2
19.11.2015
14:03:30


(+6, 8 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von GeorgG


Gründung von syrischer Flüchtlingsgruppe bei Pegida geplant

Gründung von afroamerikanischer Gruppe beim Ku Klux Klan geplant


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#3
19.11.2015
14:14:40


(+4, 6 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #1 von GeorgG


"ine Emanzipationsarbeit ist bei den Grünen, bei den Linken und in der SPD so gut wie nicht mehr nötig, sehr wohl aber bei den Konservativen wie CSU und AfD."

Ach so ist das!? Und die Emanzipation bei der RKK ist etwa nicht nötig??

Wer bei der CSU und AFD mitmacht kennt die Spielregeln!
Wieso misst du hier mit 2erlei Maß??

Link zu www.queer.de


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#4
19.11.2015
15:46:00
Via Handy


(+5, 7 Votes)

Von Marc


Gastrednerin bei der Gründungsveranstaltung ist übrigens die Gleichstellungsbeauftragte des IS...


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#5
19.11.2015
16:55:09


(+5, 7 Votes)

Von Andreas V


Eine Selbsthilfegruppe für Leute, die sich einbilden, dass sie eine reaktionäre Herdprämien-Partei wie die CSU und ihre Homosexualität zusammenbringen können.

Warum sich schwul-lesbische CSU- und CDU-Mitglieder nicht einfach in politischen Parteien engagieren, die sich für sie einsetzen, wird mir immer ein Rätsel bleiben. Ist es einfach so anziehend in der Mehrheitspartei zu sein?


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#6
19.11.2015
18:01:47


(+3, 7 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


Schwul-lesbische Masos formieren sich?


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#7
19.11.2015
21:02:09


(+5, 7 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


Jeder, der LGBTI's angehört und bei der cfu mitmacht oder mitglied ist, ist ein verräter an unseren LGBTI Rechten.


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#8
15.07.2016
11:29:24


(0, 0 Vote)

Von Freeyourgender
Aus Würzburg (Bayern)
Mitglied seit 08.10.2014


Im Artikel wird Jane Thomas erwähnt,
als Teil der Regionalgruppe Süd der LSU
(Bayern hat es noch nicht zu einem Landesverband innerhalb der LSU geschafft)

Die Öffentlichkeitsarbeit von Jane Thomas wird leider öfter von LGBT kritischen Medien für transphob gefärbte Artikel benutzt, wie hier deutlich zu sehen:

Link zu www.taz.de

Link zu www.bild.de

hier werden Begriffe und Sprache verwendet,
die schon lange in der Transcommunity nicht mehr erwünscht sind, z.B. "Geschlechtsumwandlung"
Ich frage mich seit längerem,
auf welcher Seite Jane Thomas steht,
mir kommt es manchmal so vor,
sie wäre reaktionär und würde eher die LGBT Bewegung aushölen, als ihr helfen.
Aber vielleicht ist sie einfach nur zu naiv ?


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