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Trotz der Gefahren greifen Schwule und Lesben gerne zur Zigarette (Bild: littlesourire / flickr / by 2.0)

Beim Konsum von Glimmstängeln gibt es einer US-Studie zufolge große Unterschiede aufgrund der sexuellen Orientierung.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat vor wenigen Tagen eine neue Studie über die Verbreitung von Zigarettenrauchern in der Bevölkerung veröffentlicht. Aus den Zahlen geht hervor, dass Schwule, Lesben und Bisexuelle eher zu Zigaretten greifen als Heterosexuelle. In der Umfrage wurden Angaben von insgesamt über 20.000 Menschen ausgewertet.

Der Untersuchung zufolge geht die Zahl der Raucher in den USA stetig zurück. Qualmten im Jahr 2005 noch rund 21 Prozent der Bevölkerung, waren es 2014 nur noch 17 Prozent. Unter schwulen und bisexuellen Männer rauchten aber 23 Prozent, unter lesbischen und bisexuellen Frauen waren es sogar 24,5 Prozent. Die Rate bei Heterosexuellen lag lediglich bei 16,6 Prozent (Männer: 19 Prozent, Frauen: 15 Prozent).

Auch bei anderen Gruppen maßen die Forscher Unterschiede: Besonders oft waren amerikanische Ureinwohner (29 Prozent), von Armut betroffene Menschen (26 Prozent) und Behinderte (22 Prozent) Zigaretten zugeneigt. Niedrige Raten wiesen dagegen über 65-Jährige (8,5 Prozent) und Asiaten (9,5 Prozent) auf.

Rauchen ist der "führende Grund für vermeidbare Krankheiten"

Die CDC kämpft bereits seit Jahren dafür, die Quote der Raucher zu senken. "Tabakrauch ist der führende Grund für vermeidbare Krankheiten und Tod in den Vereinigten Staaten", heißt es in dem Bericht. "Rauchen führt zu ungefähr 480.000 vorzeitigen Todesfällen und mehr als 300 Milliarden Dollar Kosten an Ausgaben im Gesundheitssytem und wegen verlorener Produktivität."

Die Studie bestätigt ähnliche Untersuchungen aus den vergangenen Jahren, in denen unter LGBT ebenfalls mehr Raucher waren als in der Allgemeinbevölkerung. Zu den möglichen Gründen zählt, dass Tabakfirmen gerade in Einrichtungen der schwul-lesbischen Szene werben würden. Außerdem lasse der Stress wegen Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität LGBT eher zum Glimmstängel greifen.

Nicht nur Zigaretten, auch Alkohol und andere – meist illegale – Rauschmittel sind unter LGBT besonders populär. So zeigte eine britische Studie, dass rund ein Drittel der schwulen und bisexuellen Männer binnen eines Jahres verbotene Drogen zu sich genommen hätten – und damit drei Mal so viel wie in der heterosexuellen Vergleichsgruppe (queer.de berichtete). (dk)

Wöchentliche Umfrage

» Rauchst du Zigaretten?
    Ergebnis der Umfrage vom 23.11.2015 bis 30.11.2015


#1 goddamn liberalAnonym
#2 Johannes45Anonym
  • 20.11.2015, 15:12h
  • In der Tat leider rauchen gerade auch Schwule und Lesben in Deutschland zu viel.

    Mittlerweile habe ich mit Mitte 40 schwule Freunde an Lungenkrebs verloren, aber noch keinen einzigen schwulen Freund an AIDS, da es dort in meiner Altersgeneration gottseidank gut wirkende HIV-Medikamente gab.

    Die AIDS-Katastrophe der 1980er/frühen 1990er hat meine Altersgeneration und jüngere Generationen "nicht mehr getroffen".

    Ich habe einige HIV-Positive schwule Freunde, aber die leben mit den heutigen HIV-Medikamente gut.

    Aufgrund dieser Entwicklung halte ich Antiraucherkampagnen auf den CSDs und in der Szene für mittlerweile genauso wichtig wie Kampagnen gegen AIDS.
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#3 Andreas VAnonym
  • 20.11.2015, 18:03h
  • Mich überrascht es vor allem, dass gerade viele sehr auf ihr Äußerliches und jugendliches Aussehen bedachte schwule Männer die vorzeitige Alterung inklusive knittriger Raucherhaut und gelber Zähne in Kauf nehmen - von der extrem erhöhten Krebsgefahr ganz zu schweigen. Und morgendliches Abhusten ist und bleibt verdammt unsexy.
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#4 RobinAnonym
  • 20.11.2015, 18:05h
  • Traurige Nachrichten.

    Rauchen verursacht nicht nur viele vermeidbare Krankheiten. Sondern es macht auch die Haut vorzeitig faltig und fahl und lässt einen stinken.
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#5 TheDad
  • 20.11.2015, 19:18h
  • Antwort auf #2 von Johannes45
  • ""In der Tat leider rauchen gerade auch Schwule und Lesben in Deutschland zu viel.""..

    ""zu viel""..
    Wie viel Rauchen, oder wie viele Raucher wären denn demnach "gerade so richtig" ?

    ""Mittlerweile habe ich mit Mitte 40 schwule Freunde an Lungenkrebs verloren, aber noch keinen einzigen schwulen Freund an AIDS, da es dort in meiner Altersgeneration gottseidank gut wirkende HIV-Medikamente gab.""..

    Selektive Wahrnehmung..
    Oder einfach nur das Glück für die Betroffenen, nicht zu Deinem Freundeskreis" zu gehören !?..
    In dem sich ja auch mehrere ungeoutete katholische Pfaffen herumtreiben sollen..

    ""Die AIDS-Katastrophe der 1980er/frühen 1990er hat meine Altersgeneration und jüngere Generationen "nicht mehr getroffen". ""..

    ..schreibt der Mann "Mitte vierzig", der entweder nicht richtig rechnen kann, oder die Augen vor der Realität verschlossen hält..

    Die wirklich gut wirksamen Medikamente gibt es erst seit Anfang des Jahrtausends..
    Wer da also bis zu seinem 30.Lebensjahr niemanden kennen gelernt hat, der an AIDS erkrankt und gestorben ist, der hat bloß niemanden kennen gelernt..
    Alles andere ist blanker Unsinn..

    ""Aufgrund dieser Entwicklung halte ich Antiraucherkampagnen auf den CSDs und in der Szene für mittlerweile genauso wichtig wie Kampagnen gegen AIDS.""..

    Wie wäre es denn da noch mit Kampagnen gegen Verdummbibelung ?
    Oder für vegetarisches Lesbentum ?
    Vegane Leder-Fetische ?

    Wieso bildest Du dir eigentlich als "langjähriges LSVD-Mitglied" ein, solch lebensfremde Forderungen, die mit LGBTTIQ-Themen gar nichts zu tun haben, aufstellen zu dürfen ?

    Absurd..
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#6 Harry1972Profil
  • 20.11.2015, 23:11hBad Oeynhausen
  • Faltige Haut vom Rauchen? Ich halte das für ein Gerücht und bin sicher, daß Sonneneinstrahlung und "schlechte" Gene viel eher für Falten verantwortlich sind als Rauchen.
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#7 Alter EuropäerAnonym
  • 20.11.2015, 23:32h
  • Ah, amerikanische Wissenschaftler haben mal wieder etwas herausgefunden!

    Zum Beispiel daß es unter Schwulen und Lesben mehr Genußmenschen gibt? Na, egal, Rauchen geht jedenfalls gar nicht. Also: reinen Tabak. Und gut, daß es gerade in der "Community" sonst überhaupt keine Probleme mit Süchten und anderem gesundheitsschädlichen Verhalten gibt. Oder die ganze Welt überhaupt keine anderen Sorgen, auch für Leib und Leben, hat, als das Zigarettenrauchen.

    Vielen Dank jedenfalls für diese neueste Propa-, pardon: Volksgesundheitsaufklärung aus dem gesündesten Land der Welt, das von lauter durchtrainierten Menschen bevölkert wird.

    P.S.: Ein kluger Mann hat mal gesagt, er glaube nur die Statistiken, die er selbst gefälscht hat. Aber der war Raucher, also böse.
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#8 josef1Anonym
#9 josef1Anonym
#10 IsaakAnonym
  • 21.11.2015, 02:04h
  • Antwort auf #7 von Alter Europäer
  • Ich weiß nicht, aus welchem Grund Sie versuchen, das gewaltige Problem des Tabakkonsums zu bagatellisieren. Aber das es einen unmittelbaren Problemcharakter hat, das können selbst Sie nicht abstreiten. Tabakkonsum fordert alleine in Deutschland zigtausende Todesopfer jährlich und führt bei noch einmal ungleich mehr Menschen zu einer dauerhaften Verschlechterung der Gesundheit, der Selbstständigkeit und des allgemeinen Wohlbefindens. Und wenn das auf Schwule und Lesben in besonderem Maße zutrifft, dann ist das selbstredend eine nähere Untersuchung wert.

    Funfact: Können Sie uns vielleicht mitteilen, von welchem klugen Mann Sie dieses ausgelutschte Zitat haben? Von Winston Churchill sicher nicht, denn der hat das bekanntermaßen nie gesagt.
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