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In Nigeria hat sich in den letzten Jahren die Lage von Schwulen und Lesben verschlechtert (Bild: jbdodane / flickr / by 2.0)

Im bevölkerungsreichsten Land Afrikas wird weiterhin gnadenlos gegen mutmaßliche Homosexuelle vorgegangen.

Im Süden Nigerias sind lokalen Medienberichten zufolge 21 männliche Studenten verhaftet worden, weil sie gleichgeschlechtlichen Sex gehabt haben sollen. Laut einem Bericht der Zeitung "Punch" vom Montag habe die Polizei an zwei staatlichen Fachhochschulen in Asaba genügend Beweise gesammelt, dass die Studenten "für einen finanziellen Gewinn" Sex mit Männern gehabt hätten.

Polizeisprecherin Celestina Kalu erklärte: "Aus guter Quelle wissen wir, dass die männlichen Studenten wohl Anal-Sex gehabt haben. Wir haben die Verdächtigen verhört und sie haben nützliche Angaben gemacht. Es wird weiter ermittelt."

Die Ermittlungen hätten ergeben, dass Homosexualität an den Hochschulen "anwachsen" würde. Dafür machte die Polizei "mehrere Kulte" verantwortlich, die laut "Punch" die Bürger in dieser Gegend "terrorisieren" würden.

Es gab bereits wiederholt Berichte über Massenverhaftungen von angeblichen Homosexuellen in Nigeria. So sollen im Mai in der westnigerianischen Großstadt Ibadan ebenfalls 21 junge Männer festgenommen worden sein, die einem "schwulen Kult" angehörten (queer.de berichtete). Zu den "Beweismitteln" der Polizei gehörten unter anderem Kondome. Zudem sollen vor wenigen Tagen auch ein 14-Jähriger und ein 19-Jähriger nahe der Hauptstadt Lagos verhaftet worden sein, weil sie zusammen in einem Bett gelegen hätten.

Gesetzeslage in Nigeria verschärft

In Nigeria wird derzeit vermehrt gegen Homosexuelle vorgegangen. Erst im vergangenen Jahr hat die Regierung Gesetze gegen Schwule und Lesben verschärft (queer.de berichtete). Seither sind sogar Treffen von Homosexuellen verboten. Für gleichgeschlechtlichen Sex ist eine Haftstrafe von bis zu 14 Jahren vorgesehen, in islamischen Regionen steht für Muslime auf Homosexualität sogar die Todesstrafe.

Eine besonders zwielichtige Rolle spielt dabei die katholische Kirche, die im Land offen die Verfolgung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung unterstützt. Die Verschärfung der Anti-Homo-Gesetze sei ein "richtiger Schritt in die richtige Richtung, um die Würde des Menschen zu schützen", erklärte die Bischofskonferenz vor einem Jahr (queer.de berichtete).

Studie: Verfolgung erschwert HIV-Prävention

Das Homo-Verbot in Nigeria geht noch auf die britischen Kolonialherren zurück, die das Land bis 1960 besetzt hielten. In einer am Wochenende von der britischen Regierung vorgestellten Studie heißt es, dass insbesondere die homophoben Gesetze aus London noch heute negative Auswirkungen auf diese Ex-Kolonien hätten. So machten Commonwealth-Länder 60 Prozent der HIV-Fälle aus, obwohl sie nur 30 Prozent der Weltbevölkerung stellten. Grund sei auch, dass HIV-Prävention unter schwulen Männern in Ländern, in denen Homosexualität illegal ist, "wegen der doppelten Stigmatisierung" praktisch unmöglich sei.

Nigeria ist mit rund 160 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste Staat in Afrika und die Nummer acht in der Welt. Das Volk unterstützt dabei mehrheitlich die homophobe Politik der Regierung: Bei einer Mitte 2013 durchgeführten Umfrage sprachen sich 92 Prozent der Nigerianer für eine Gesetzesverschärfung gegen Schwule und Lesben aus. (dk)



#1 PeerAnonym
#2 some0neAnonym
#4 hugo1970Profil
  • 23.11.2015, 19:13hPyrbaum
  • Scheiß verdammten Katholischen verfluchten scheiß Pfaffen, die verfluchten
  • Antworten » | Direktlink »
#5 hugo1970Profil
#6 hugo1970Profil
  • 23.11.2015, 19:32hPyrbaum
  • Hab auch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefragt:
    Hugo Egon Maurer Da man nicht direkt ein anderes Thema ansprechen kann, nutz ich die erstbeste Anfragemöglichkleit: Mit Entsetzen hab ich eine Meldung auf queer.de gelesen, das wieder Homosexuelle in Nigeria staatlich drangsaliert werden:
    www.queer.de/detail.php?article_id=25093.
    Was tuns Sie dagegen?
  • Antworten » | Direktlink »
#7 hugo1970Profil
  • 23.11.2015, 20:14hPyrbaum
  • Hab auch an Amnesty International Deutschland Section eine Mail geschrieben:
    Betreff: Aktueller Bericht von Homosexuellenverfolgung in Nigeria
    Hallo,

    Mit Entsetzen hab ich eine Meldung auf queer.de gelesen, das wieder Homosexuelle in Nigeria staatlich drangsaliert werden:
    Link:
    www.queer.de/detail.php?article_id=25093.
    Bitte starten Sie eine Action, auf Ihrer Homepage, wo man Mails an die Nigerianische Botschaft in Deutschland und an Nigerianische Politiker, Nigerianisches Staatsoberhaupt und Minister schicken kann.

    Mit freundlichen Grüßen
  • Antworten » | Direktlink »
#8 seb1983
  • 24.11.2015, 00:31h
  • Antwort auf #7 von hugo1970
  • Solch "neokolonialistische Anwandlungen" weißer Männer wird sich Nigeria verbitten und mit der Verteidigung seiner "afrikanischen Werte" dagegenhalten.

    Durch seinen Ölreichtum könnte Nigeria eigentlich alles erreichen was es wollte, aber wer nicht will der hat halt schon, ohnehin dürfte es den Staat auf absehbare Zeit in zwei Teile zerreißen, im Norden wo es einzig noch Koranschulen gibt hat man schon faktisch jede Kontrolle verloren.

    Also weiter Vollgas ins Verderben sodass man auch die nächsten 50 Jahren zu den Verlierern dieser Welt gehört, die Weichen sind ja gestellt.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 ollinaieProfil