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Novum in Vietnam: Erstmals müssen Transsexuelle für Geschlechtanpassungen nicht mehr ins Ausland reisen (Bild: flickr / Maurice Koop / by 2.0)

Das Parlament des kommunistischen Vietnam hat am Dienstag das erste Transsexuellengesetz des Landes beschlossen.

Postoperative Transsexuelle haben damit das Recht, ihr Geschlecht in Dokumenten wie der Geburtsurkunde oder dem Reisepass zu ändern. Das Gesetz sei ein Versuch, gesellschaftliche Minderheiten besser zu berücksichtigen, ohne dabei die "nationalen Traditionen" zu beschädigen, heißt es laut AFP in einem Bericht des Parlaments. Das Gesetz soll zum 1. Januar 2017 in Kraft treten.

LGBT-Aktivisten begrüßten das Gesetz als ersten Schritt: "Jetzt wird endlich akzeptiert, dass hier eine Transgender-Community existiert, die Rechte verdient", erklärte Nguyen Hai Tam vom Organisationsteam des VietPride in der Hauptstadt Hanoi.

Mit dem Gesetz können in Vietnam künftig auch geschlechtsanpassende Operationen durchgeführt werden. Bislang mussten Transsexuelle dafür ins Ausland – meist nach Thailand – reisen.

In den letzten Jahren gab es im autoritär regierten Vietnam auch erstmals Debatten um die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren. Zwar war Homosexualität im 90 Millionen Einwohner zählenden Land nie verboten, allerdings gilt die gleichgeschlechtliche Liebe noch immer als Tabu-Thema. (dk)