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Blick auf Acapulco, das in den letzten Jahren von einer Welle der Gewalt überzogen wurde (Bild: flickr / Prayitno / by 2.0)

Drei Tote und fünf Verletzte – das ist die Bilanz eines bewaffeneten Angriffs auf ein schwul-lesbischen Festival im Süden Mexikos. Die Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar.

Bei einem bewaffneten Angriff auf Besucher des schwul-lesbischen Festivals "La Reina Gay" in der südmexikanischen Touristenmetropole Acapulco sind am Sonntagmorgen mindestens drei Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Die Tat soll sich laut der Zeitung "La Jornada de Guerrero" während des Festivals im Stadtteil Tres Palos in einer Basketball-Sporthalle zugetragen haben, in der sich zu diesem Zeitpunkt rund 30 Menschen aufgehalten haben sollen. Als die Schüsse fielen, soll eine Panik ausgebrochen sein.

Getötet wurden zwei Studenten Anfang 20 sowie ein 33-jähriger LKW-Fahrer. Die fünf Verletzten wurden dem Bericht zufolge sofort in einem Privatkrankenhaus gebracht.

Die gut 600.00 Einwohner zählende Metropole Acapulco befindet sich etwa 400 Kilometer südlich der Hauptstadt Mexiko-Stadt und ist die größte Stadt des Bundesstaates Guerrero.

Seit Jahren tobt ein Drogenkrieg

Die Hintergründe des Gewaltaktes sind noch völlig unklar. Unbekannt ist auch, wie viele Täter an dem Gewaltakt beteiligt waren. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Angreifer kein homophobes Motiv hatten, da die Region – ebenso wie ganz Mexiko – von einem Drogenkrieg überzogen wird, der in den letzten Jahren bereits zehntausende Todesopfer gefordert hat. Im Bundesstaat Guerrero etwa fand letztes Jahr auch eine Massenentführung von 43 Studenten statt, über die weltweit berichtet wurde. Die Studenten, die eine Ausbildung zu Grundschullehrern absolviert hatten, wurden später ermordet aufgefunden.

Acapulco hat die höchste Mordrate in ganz Mexiko – dort gab es in den letzten Jahren offiziellen Angaben zufolge pro Jahr zwischen 100 bis 150 Morde je 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: In Deutschland sind es 0,8 Morde pro 100.000 Einwohner. Die Gewalt hat in zuletzt auch Touristen abgeschreckt: So ging zwischen 2010 und 2012 die Zahl der Kreuzfahrtschiffe, die am Hafen anlegen, um 90 Prozent zurück. (dk)



#1 GeorgGAnonym
#2 hugo1970Profil
#3 DEA-El PasoAnonym
  • 01.12.2015, 23:27h
  • Antwort auf #2 von hugo1970
  • Für Drogen gibt es immer einen lukrativen Markt, also gibt es auch immer Leute, die davon was haben wollen. Wenn man Millionär oder Milliardär werden kann, wozu soll man sich dann mit Satt Werden (was in Mexiko übrigens möglich ist) begnügen?
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