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  • 01.12.2015, 15:18h           34      Teilen:   |

Erzdiözese Köln

Katholische Jugendverbände: "Gottes Liebe macht keine Unterschiede"

Artikelbild
Die katholische Jugend in der Erzdiözese Köln will sexuell aktive Schwule und Lesben nicht mehr grundsätzlich als Sünder brandmarken (Bild: flickr / Keoni Cabral / cc by 2.0)

Auch Homosexuelle könnten verantwortungsbewusst Sex haben, findet die katholische Jugend in der Erzdiözese Köln – und geht damit auf Konfrontationskurs zu ihrem Erzbischof.

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Erzbistum Köln hat am Wochenende bei seiner Jahresversammlung die kirchliche Diskriminierung gegenüber "nicht-heterosexuellen Menschen" kritisiert. Beim Treffen des Dachverbandes katholischer Jugendverbände in Bonn, an dem rund 90 Delegierte teilnahmen, ist der Beschluss "Alle sind willkommen!" (PDF) verabschiedet worden.

Darin beklagen die jungen Katholiken, dass die Kirche sexuelle Minderheiten ausgrenze, wenn sie Heterosexualität als einzige Norm anerkenne. Das führe zu Mobbing und Ausgrenzung; LGBT würden von Anfang an in der Kirche die Erfahrung machen, "nicht normal" zu sein.

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"Kirchliche Lehre berücksichtigt nicht die Lebensrealität"

Der BDKJ kritisierte in dem Papier auch, dass die Kirche von Homosexuellen verlange, enthaltsam zu leben: "Diese kirchliche Lehre berücksichtigt nicht die Lebensrealität, wie wir sie bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen erleben". Vielmehr werde diese Kirchenlehre als "diskriminierend gegenüber nicht-heterosexuellen Menschen empfunden".

Daher wird in dem Papier proklamiert: "Gottes Liebe macht keine Unterschiede". Wichtig sei, "ob jemand aus Treue und Liebe Verantwortung für sich" und den Partner übernehme, aber nicht, "zwischen welchen Geschlechtern diese Partnerschaft besteht. Dies heißt, dass zwei Menschen – egal, ob männlich, weiblich, transsexuell, intersexuell – sich in einer Partnerschaft ergänzen, zu der auch Sexualität gehört", schreibt der BDKJ in dem sechsseitigen Papier.

"Wir fordern von unserer Kirche, dass sie ein Ort ist, an dem kein Mensch Intoleranz oder Diskriminierung erfährt", erklärte Diözesanvorsitzende Elena Stötzel das Anliegen der Jugendverbände am Montag. "Unsere Kirche muss bereit sein, Dialoge mit den Menschen aufzunehmen, die sich aufgrund ihrer sexuellen Identität nicht angenommen fühlen. Sie muss bereit sein, neue Bewertungen ihrer Mitglieder in Bezug auf den Umgang mit lesbisch, schwul, bisexuell, trans, inter und queer lebenden Menschen anzuhören, anzunehmen und umzusetzen."

Erzbischof Woelki akzeptiert nur keusche Homosexuelle

Rainer Maria Kardinal Woelki akzeptiert bislang nur Schwule und Lesben, wenn diese ohne Sex leben
Rainer Maria Kardinal Woelki akzeptiert bislang nur Schwule und Lesben, wenn diese ohne Sex leben

Die BDKJ zitierte als eine der ermutigenden Signale einen queer.de-Artikel aus dem Jahr 2012, in dem sich der jetzige Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki lobend über homosexuelle Menschen geäußert hatte, die "dauerhaft füreinander Verantwortung übernehmen". Allerdings stellte Woelki kurze Zeit später in einem Interview klar, dass er nur Schwule und Lesben akzeptieren könne, die vollständig keusch lebten – homosexuelle Handlungen könnten dagegen "von unserer Glaubensüberzeugung her nicht gebilligt werden". Hier mache er "keinerlei Abstriche" (queer.de berichtete).

Im BDKJ Köln sind mehrere katholische Jugendgruppen organisiert, darunter die Kolpingjugend, Katholische Studierende Jugend, die Malteser Jugend und die Christliche ArbeiterInnenjugend. (dk)

Links zum Thema:
» BDKJ Köln
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Service: | pdf | mailen
Tags: katholische kirche, bonn, köln, bdkj
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Reaktionen zu "Katholische Jugendverbände: "Gottes Liebe macht keine Unterschiede""


 34 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
01.12.2015
15:36:20


(+11, 15 Votes)

Von 23467


Kirchen bzw. Sekten, die einen Glauben diktieren, sind was für naive Spinner. Meine Meinung.

Leider sind Kirchen mächtig. Warum die Leute der Kirche auch noch ihr Geld hinterherwerfen (Kirchensteuer) ist mir ein Rätsel.

www.kirchenaustritt.de


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#2
01.12.2015
15:44:24


(+13, 13 Votes)

Von Sebi


"Auch Homosexuelle könnten verantwortungsbewusst Sex haben, findet die katholische Jugend in der Erzdiözese Köln"

Das "verantwortungsbewusst" ist schon wieder ein Synonym für "im Zusammenhang mit Treue und Liebe". Das mag für viele sicher zutreffend sein. Aber auch schneller, anonymer Sex um seiner selbst willen und als purer Lustgewinn ohne jede Liebe und Treue ist nicht sündenhaft oder sonstwas.


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#3
01.12.2015
16:40:21


(-13, 15 Votes)

Von Johannes45


Es ist zwar sehr löblich, wenn nunmehr nach dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken, nach der Kirchenbewegung "Kirche von unten" und nach dem Theologenprofessorenmemorandum "Kirche 2011: Notwendige Reformen" sich nunmehr auch der Bund der Deutschen Katholiken einen Beschluss verabschiedet, wonach homosexuelle Paare theologisch anerkannt werden sollen und von homosexuellen Menschen keine Enthaltsamkeit gefordert werden soll, aber da dies auf Vatikanleitungsebene nicht so gesehen wird, wie es die letzte Familiensynode gezeigt hat, kann ich nur jedem schwulen Katholiken empfehlen: tretet zu einer liberaleren, verantwortungsvolleren nicht ausgrenzenden protestantischen, anglikanischen oder altkatholischen Kirche über. Dort sind verpartnerte homosexuelle Pfarrerpaare im Pfarrhaus erlaubt, dort sind öffentliche Segnungsgottesdienste nach dem Gang zum Standesamt erlaubt und in einigen dieser Kirchen werden reguläre kirchliche Trauungen ermöglicht.

*
Link:
de.wikipedia.org/wiki/Segnung_gleichgeschlechtlich
er_Paare

(Segnung gleichgeschlechtlicher Paare)


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#4
01.12.2015
16:55:55


(+8, 12 Votes)

Von Fredinbkk
Aus Bangkok (Thailand)
Mitglied seit 08.01.2015


Katholischen Jugendverbänden ist es wohl nicht klar,dass die RKK eine Diktatur ist deren Chefs aus ueberwiegend "angeblich zoelibataer" lebenden alten Maennern besteht, welchen die Meinung der "kleine" (Aber-) Glaeubigen glatt am Arsch vorbei geht...da koennen die fordern was sie moechten...
nichts wird sich aendern ,was das Geschaeftprinzip und die Docmen der Gross-Sekte auch nur im Geringsten aufweicht.

Da ist kein Unterschied zu Jehovas Zeugen oder
Scientology ...da ist die Meinung der "kleine Mietglieder" auch weniger wert als der Dreck unter den Fingernaegeln...

Es ist eben typisch fuer alle Sekten !!!!


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#5
01.12.2015
17:43:21


(-3, 7 Votes)

Von Lars
Antwort zu Kommentar #2 von Sebi


"Aber auch schneller, anonymer Sex um seiner selbst willen und als purer Lustgewinn ohne jede Liebe und Treue ist nicht sündenhaft oder sonstwas."

Das impliziert zumindest die Formulierung "verantwortungsbewusst" erst einmal gar nicht. Verantwortungsbewusst wäre in diesem Zusammenhang eher das Einhalten von Safer-Sex-Regeln, oder, wenn solche Kontakte außerhalb einer Beziehung laufen, eine faire Regelung mit dem Partner. Verantwortungsbewusstsein könnte auch bedeuten, dass man sich dabei, wie bei anderen Aktivitäten zum Lustgewinn wie Sport, Alkohol, ausgiebiger Arbeit, Internetsurfen etc. sich bewusst macht, ob das Verhalten gesund ist, und wann es sich zur Sucht steigert.
Diese Gedanken machen sich Menschen natürlich auch außerhalb eines kirchlichen Kontextes.


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#6
01.12.2015
18:31:42


(+1, 9 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Lars


""Das impliziert zumindest die Formulierung "verantwortungsbewusst" erst einmal gar nicht. Verantwortungsbewusst wäre in diesem Zusammenhang eher das Einhalten von Safer-Sex-Regeln, oder, wenn solche Kontakte außerhalb einer Beziehung laufen, eine faire Regelung mit dem Partner.""..

GRÖL..

Es gibt weder den Weihnachtsmann noch den Osterhasen !

Verdummbibelte Sprache meint genau das, was "Sebi" angesprochen hat..

Das gilt auch für die verdummbibelte Katholen-Jugend !

""Verantwortungsbewusstsein könnte auch bedeuten, dass man sich dabei, wie bei anderen Aktivitäten zum Lustgewinn wie Sport, Alkohol, ausgiebiger Arbeit, Internetsurfen etc. sich bewusst macht, ob das Verhalten gesund ist, und wann es sich zur Sucht steigert.""..

Blah Blah Blah..

Und demnächst auf diesem Kanal eine Dokumentation über Sexsucht mit dem Titel "mehr als einmal im monat ist ungesund"..

Das Geschwafel dieser "Woelki-Jugend" ist ebenso unnütz wie dumm, und entspringt einem Stockholm-Syndrom..

""Diese Gedanken machen sich Menschen natürlich auch außerhalb eines kirchlichen Kontextes.""..

Das wage ich zu bezweifeln, und hätte dazu gerne Belege gelesen..
Links wären angenehm..
Dort kann man die Herkunft über das Impressum identifizieren..


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#7
01.12.2015
19:10:02


(-5, 7 Votes)

Von Lars
Antwort zu Kommentar #6 von TheDad


"Links wären angenehm.. "

Gern:

Link:
joekort.com/articles.htm/Sexual_Addiction/articles
18.htm


Und, Deine Einwände berücksichtigend, von demselben Autor:

Link:
joekort.com/articles.htm/Sexual_Addiction/sexualad
diction.htm


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#8
01.12.2015
19:29:34
Via Handy


(+11, 13 Votes)

Von TImm3425


Ich bin aus der Kirche ausgetreten...und das ist gut so


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#9
01.12.2015
20:44:13


(-1, 7 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #1 von 23467


Schon angesichts der Stadtsilhouette von Köln (oder meinetwegen auch von Instanbul) von Sekten zu sprechen, ist zwar gut gemeint, geht aber an der historischen wie aktuellen politischen Wirklichkeit völlig vorbei.

Leider...

Bild-Link:
koeln_520x290px.jpg


Bild-Link:
4big2.jpg


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#10
01.12.2015
20:55:27


(+6, 8 Votes)

Von ggdaast


Seh ich richtig, dass eine Frau der Katholischen Kirche vorschreiben möchte, wie sie zu funktionieren hat? Eine FRAU?

Sie hat wahrscheinlich noch nicht ganz mitbekommen, dass sie selbst gar nix zu vermelden hat. Nada. Niente. Nüscht.

Frauen als zweitwertig und Homosexuelle als drittwertig anzusehen, ist Kernmarke der RKK.

Eher fiert die Hölle zu, als dass sich das ändern würde.


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