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  • 02.12.2015, 15:52h           121      Teilen:   |

Evangelische Kirche

Pfarrer vergleichen Homosexualität mit Sex mit Tieren

Artikelbild
Für manchen Pfarrer ist es das gleiche, ob jemand sein Rindvieh oder einen anderen Menschen liebt (Bild: flickr / Loozrboy / cc by 2.0)

In der Lippischen Landeskirche warnen zwei Pfarrer, dass die Segnung von Homo-Paaren Sodomie "normal" mache.

Zwei evangelische Pfarrer wehren sich öffentlich gegen die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften durch die Lippische Landeskirche. Peter Busse und Matthias Köhler von der evangelisch-reformierten Gemeinde Kalletal-Hohenhausen haben nach einem Bericht der "Neuen Westfälischen" im aktuellen Gemeindeblatt den vergangene Woche bei einer Synode gefällten Beschluss, verpartnerte Paare zu segnen, scharf kritisiert.

Im Gemeindeblatt druckten die Pfarrer eine von ihnen mitverfasste Stellungnahme aus dem Jahr 2002 ab, in der sie unter anderem für die Homo-"Heilung" werben. Die gleichgeschlechtliche Liebe sei demnach "kein unveränderliches Schicksal, das ausgelebt werden muss". Wird sie doch ausgelebt, sei das eine "Sünde".

Auch setzten die Pfarrer Schwule und Lesben mit Menschen gleich, die sexuelle Beziehungen mit Tieren unterhalten oder sexuelles Interesse an Kindern haben: "Wenn Homosexualität als berechtigter Weg zur Sexualität anerkannt wird, besteht dann nicht die Gefahr, dass in Zukunft auch andere Arten fehlgeleiteter Sexualität (Pädophilie, Polygamie, Sodomie…) als normal anerkannt, gefördert und 'abgesegnet' werden?"

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Chef der Landeskirche nennt Aussagen "völlig inakzeptabel"

Landessuperintendent Dieter Arends widersprach den beiden Pfarrern gegenüber der Zeitung energisch: "Wir haben die Diskussion darüber, wie das biblische Zeugnis auszulegen ist, intensiv geführt und kommen zu einem anderen Ergebnis." In der Synode habe es nur eine Gegenstimme gegeben. Arends sagte weiter, er habe es nicht für möglich gehalten, dass heute noch Homosexualität als heilbar bezeichnet werde. Es sei auch "völlig inakzeptabel", die gleichgeschlechtliche Orientierung mit Pädophilie, Polygamie oder Sodomie gleichzusetzen.

Nach dem Beschluss der Landeskirche können Pfarrer zwar die Segnung von Paaren aufgrund deren sexueller Orientierung ablehnen. Die Kirche hat dann aber die Pflicht, dem Paar einen nicht homophoben Pfarrer zu nennen, der die Zeremonie durchführen kann.

Die Lippische Landeskirche ist eine von drei evangelischen Gliedkirchen in Nordrhein-Westfalen, der 167.000 Gläubige angehören. Sie besteht aus 58 reformierten und 10 lutherischen Gemeinden, eine weitere Gemeinde ist unabhängig.

In den letzten Monaten waren einige evangelische Pfarrer durch homophobe Tiraden aufgefallen: Erst im August hatte ein fränkischer Gottesdiener die Ehe-Öffnung als "dekadent und pervers" bezeichnet und mit Eheschließungen zwischen Tieren und Menschen verglichen (queer.de berichtete). In Sachsen erklärte sogar der Landesbischof öffentlich, dass sexuell aktive Schwule und Lesben "gegen den Willen Gottes" verstießen (queer.de berichtete).

Die Evangelische Kirche in Deutschland ist in dieser Frage allerdings schon einige Schritte weiter: Bereits 2013 stellte die EKD in einer unverbindlichen Orientierungshilfe fest, dass homosexuelle Beziehungen "gleichwertig" seien (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: evangelische kirche, lippe, segnung, sodomie, pädophilie
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Reaktionen zu "Pfarrer vergleichen Homosexualität mit Sex mit Tieren"


 121 User-Kommentare
« zurück  12345...1213  vor »

Die ersten:   
#1
02.12.2015
16:32:42


(-1, 11 Votes)

Von BiMannHH


rischtiiig. mann wird dabei zum tier.


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#2
02.12.2015
16:35:26


(+8, 10 Votes)

Von Fennek


Mir ist schon klar, dass Religion verblödet.

Aber den Unterschied zwischen Sex mit einem Menschen und Sex mit einem Tier sollten doch selbst die Religioten verstehen.

Oder schließen die wieder mal nur von sich auf andere?

"Religion ist das Asyl der Dummen."
(Spinoza)


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#3
02.12.2015
16:40:42


(+2, 10 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby
Antwort zu Kommentar #2 von Fennek


Ein bekannter Berliner "Islamist" und "Salafist" setzt Homosex lediglich mit einem Disko-Besuch, Alkoholgenuss und außerehelichen Sex mit einer Frau gleich...
Link zu www.youtube.com


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#4
02.12.2015
16:40:49


(+13, 13 Votes)

Von Felix


Was muss wohl in deren Köpfen vorgehen, dass die Liebe verachten und Hass predigen?

Sollten die nicht lieber Armut, Hunger und Gewalt bekämpfen statt Liebe, Freiheit und Vielfalt?

Gegen Hassprediger hilft nur eines:
Kirchenaustritt!

Link zu www.kirchenaustritt.de


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#5
02.12.2015
17:05:31


(-2, 6 Votes)

Von resi nun im tal
Antwort zu Kommentar #3 von reiserobby


macht das dick oder schlank?

Bild-Link:
Broder-Imam-Rohfassung-Foto-Martin-Le.jpg


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#6
02.12.2015
17:06:10
Via Handy


(+11, 11 Votes)

Von Pfote
Antwort zu Kommentar #4 von Felix


Was in deren Köpfen vorgeht? Unverarbeitetes persönliches homosexuelles Begehren und jahrzehntelange Selbstverleugnung. Sie machen sich selbst das Leben zur Hölle und hassen alle, die schwul und glücklich sind.


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#7
02.12.2015
17:07:41


(-6, 8 Votes)

Von GeorgG


Das kann ich gar nicht glauben, denn im Leitsatz der Gemeinde Hohenhausen heißt es doch:

"Wir wollen:

... im Glauben wachsen zu einer lebendigen Gemeinschaft von unterschiedlichen Menschen, die Jesus und sein Wort lieben,

... einander liebevoll annehmen, stützen, helfen und Verantwortung füreinander übernehmen,

... auf Menschen in ihren unterschiedlichsten Lebenssituationen zugehen und sie einladen, bei Gott und in unserer Gemeinde ein Zuhause zu finden.

Link zu www.ev-kirche-hohenhausen.de


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#8
02.12.2015
17:37:14


(+9, 9 Votes)

Von Anthrazit
Aus Alfter (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.08.2015


Die angenommene Sonderstellung des Menschen im Universum, als von den ihn umgebenden anderen Spezies unabhängig entstandenes, mutwillig fabriziertes 'Geschöpf' und Ebenbild seines 'Schöpfers', ist eine auf religiösen Überlieferungen basierende und durch Evolutionsbiologie, Anthropologie, Genetik, Paläontologie und dergleichen felsenfest widerlegte Fehlannahme.

Tatsächlich ist Homo sapiens eine durch evolutionäre Prozesse entstandene Art, die letze überlebende Art der Gattung Homo übrigens, die ebenso vom letzten gemeinsamen Vorfahren aller heutiger Lebewesen vor dreieinhalb Milliarden Jahren abstammt wie Zahnbelag, Blauwal, Darmbakterium, Rotalge, Hundkatzemaus, Radieschen und Mammutbaum.

Dagegen gibt es für die behaupteten Grundlagen der Religionen, Kulte und Schamanismen, nämlich die Existenz einer Geistwelt und unsichtbarer Geistwesen, Dämonen und Götter absolut keinen Hinweis. Nichts. Null.

Tatsächlich haben sich alle traditionell auf religiöse Handlungen, Überzeugungen und das Wirken übernatürlicher Wesen zurückgeführten Ereignisse, Wahrnehmungen und Erscheinungen bei exakter Prüfung stets als vollständig erklärbar durch natürliche Phänomene bzw Effekte der natürlichen Beschränkungen menschlicher Wahrnehmung erwiesen.

Link zu www.spektrum.de

Link zu www.spektrum.de

Link zu www.slate.com

Daraus ziehe ich den Schluß: Halt die Fresse Pfarrer.
Egal welcher.


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#9
02.12.2015
18:16:31


(-9, 11 Votes)

Von Pelayo
Aus Berlin
Mitglied seit 11.12.2014
Antwort zu Kommentar #8 von Anthrazit


Seit Tausenden von Jahren fragen die Menschen nach Gott. Sie haben verschiedene Religionen entwickelt, die sich oft durch Waffengewalt ausgedehnt und zu Weltreligionen entwickelt haben.
Es gibt kaum seriöse Menschen, die nicht die Frage nach Gott stellen. Es gibt das Sprichwort "Die Hoffnung stirbt zuletzt". In jeder Phase seines Lebens braucht der Mensch Hoffnung, auch und gerade in der Endphase des Lebens.
Einen wissenschaftlichen "Beweis" zu Gott gibt es nicht und kann es nicht geben. Der Reformator Ulrich Zwingli vergleicht das Verhältnis des Menschen zu Gott mit der Frage: Was weiß ein Käfer, was ein Mensch ist?
Es gibt aber die Sehnsucht nach Gott und nach einem Weiterleben. Nach C.G. Jung sollten wir Menschen Ahnungen, die tief in uns sind und sich nicht verdrängen lassen, ernst nehmen.
Keiner von uns hat also den Beweis, dass es Gott gibt, aber eben auch nicht den Beweis, dass es ihn nicht gibt. Auch Anthrazit nicht.


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#10
02.12.2015
18:39:10


(+9, 9 Votes)

Von GeorgB
Antwort zu Kommentar #9 von Pelayo


"Keiner von uns hat also den Beweis, dass es Gott gibt, aber eben auch nicht den Beweis, dass es ihn nicht gibt."

Doch nicht wieder diese Dumpfargumentation. Lies dir doch mal das Beispiel mit Russels Teekanne durch, das eigentlich jedem Göttergläubigen bekannt sein sollte.
Mal runtergebrochen: Ich behaupte, fern im Weltall in einer anderen Galaxy schwebt eine 1 km große pinkfarbene Büroklammer aus Plastik. Du kannst nicht beweisen, dass es nicht so ist? Und dadurch ist meine Büroklammer jetzt irgendwie wahrscheinlicher?

Die Beweislast liegt jeweils bei demjenigen, der die Existenz von etwas behauptet, nicht bei den anderen, die das für absurd halten!


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