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  • 03.12.2015, 12:13h           5      Teilen:   |

USA

Studie: Heterosexuelle Frauen vertrauen schwulen Männern

Artikelbild
In "Sex and the City" wusste Carrie, was sie an ihrem Stanford hatte (Bild: HBO)

Warum umgeben sich Heteras gerne mit Schwulen? Eine texanische Studie erklärt das Verhalten damit, dass diese den Mädels bei der Partnersuche behilflich sein können.

Heterosexuelle Frauen lieben schwule Männer, weil diese keine Konkurrenz im Kampf um Partner sind und außerdem bei Gesprächen über Beziehungen keine Hintergedanken haben. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität von Texas in Arlington. Die Untersuchung trägt den Titel "Warum (und wann) heterosexuelle Frauen schwulen Männern trauen" und wurde im Online-Fachmagazin "Archives of Sexual Behavior" veröffentlicht.

Die Forschungsarbeit unter Leitung des Doktoranden Eric Russell beruht aus vier unterschiedlichen Befragungen, an denen sich insgesamt rund 700 heterosexuelle Studentinnen beteiligt haben. So wurden einer Reihe der Probandinnen nachgemachte Profile aus sozialen Netzwerken gezeigt, die angeblich entweder von einer heterosexuellen Frau, einem heterosexuellen Mann oder einem schwulen Mann erstellt worden waren. Diese Untersuchung zeigte, dass die befragten Frauen dem schwulen Mann eher bei Beziehungsfragen Vertrauen schenken würden – dieser Vertrauensvorsprung bestand aber nicht bei anderen Fragen, etwa der beruflichen Laufbahn.

Außerdem entwickelten die Forscher weitere Szenarien, um das Vertrauen heterosexueller Frauen in schwule Männer zu testen. So mussten die Probandinnen einen Artikel darüber lesen, dass an US-Universitäten der Anteil von Männern stetig sinke und es dadurch schwieriger für Frauen werde, einen Partner zu finden. Danach sollten sie die Profile in den sozialen Netzwerken bewerten – dabei stellte sich heraus, dass die befragten Frauen schwule Männer als viel vertrauenswürdiger ansahen als eine Vergleichsgruppe, die zuvor einen zu diesem Thema nicht relevanten Artikel (über Schlafstörungen) gelesen hatte.

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Hetero-Frauen zu vertrauen ist risikoreicher

Chefautor der Studie: Doktorand Eric Russell von Universität von Texas in Arlington - Quelle: UT Arlington
Chefautor der Studie: Doktorand Eric Russell von Universität von Texas in Arlington (Bild: UT Arlington)

"Es ist risikoreicher, anderen heterosexuellen Frauen zu vertrauen, wenn der Konkurrenzdruck um Partner hoch ist", erklärte Vivian Ta, eine der Mitautorinnen der Studie. "Anders als andere Frauen unterminieren schwule Männer Frauen nicht, wenn sie sich nach Geschlechtspartnern umsehen. Schwule Männer konkurrieren nicht für die selben Männer wie heterosexuelle Frauen."

Der Psychologe Dr. William Ickes, der Mentor des Chefautoren Eric Russell, erklärte, dass die Studie angesichts der "seismischen Veränderung" in der öffentlichen Meinung in Bezug auf Homo-Rechte wichtig sei: "Erics Forschung zeigt, welchen Nutzen Frauen aus ihrer Freundschaft mit schwulen Männern ziehen. Das öffnet mehr Forschungsarbeiten die Tür, die sich mit den positiven Aspekten der Hetero-Homo-Beziehungen beschäftigen. Er kann seine Erkenntnisse als schwuler Mann in gesellschaftlich relevante und informative Forschung einbringen."

Ähnliche Untersuchungen kamen in der Vergangenheit zu ähnlichen Ergebnissen: So zeigte eine Studie der Texas Christian University im Jahr 2013, dass auch schwule Männer gerne mit heterosexuellen Frauen verkehren, da diese ihnen ebenfalls eher dabei behilflich sein können, einen Partner zu finden (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: studie, texas, arlington
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Reaktionen zu "Studie: Heterosexuelle Frauen vertrauen schwulen Männern"


 5 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
03.12.2015
14:22:27
Via Handy


(0, 6 Votes)

Von Kölner


Dat is misch ejal ob die Frolück mer vetraue.
Isch han met Wiewer nix am Hoot.


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#2
03.12.2015
15:48:12


(+1, 3 Votes)

Von NoThanks


Dieses Klischeedenken...
Ich brauche keine "Schwulenmutti", die mich bemuttert.


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#3
03.12.2015
15:52:38


(+2, 4 Votes)

Von Jiggo


Ich dachte, Faghag-Tum hätte stark abgenommen, seitdem Schwule selbstbewusster sind (sein dürfen).


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#4
04.12.2015
11:57:08


(+2, 4 Votes)

Von Kein Berater


"So mussten die Probandinnen einen Artikel darüber lesen, dass an US-Universitäten der Anteil von Männern stetig sinke und es dadurch schwieriger für Frauen werde, einen Partner zu finden."

Die Studentinnen an den Universitäten, die es als Selbstverständlich erachten können dass Frauen heutzutage akademische Berufe erzielen, könnten ja auch mal in anderen Bereichen für Gleichberechtigung sorgen.
Z.B. einen Partner nehmen der kein Akademiker ist.
Das fällt auch in meinem Bekanntenkreis auf, die Frauen sind emanzipiert und sind beruflich und auch sonst taff, aber bis auf wenige Ausnahmen haben sie alle Partner die entweder auf dem gleichen beruflichen Level stehen oder höher.
Auch unabhängig von Geld und/ oder Kindern.
Auch die kinderlosen Frauen und jene die bei denen Geldmangel keine Rolle spielt ( reiches Elternhaus etc) achten ( unbewusst oder bewusst) darauf, das ihre Männer mindestens den sozialen/ beruflichen Status heben wie sie selber...häufiger aber einen höheren.

Ein Mann mit einer soliden Ausbildung und gutem Beruf, aber ohne studiert zu haben, kann sich auch eine Beziehung mit einer Akademikerin vorstellen, aber eine Akademikerin kann sich das umgekehrt selten vorstellen.

Ich bin froh, dass man als Schwuler mit diesem Geschlechterkampf nichts zutun hat und das dieses Statusgehabe in homosexuellen Beziehungen nicht vorhanden oder zumindest weniger gewichtig ist.
Ich habe neben schwulen und heterosexuellen Männern auch heterosexuelle Freundinnen, aber dieses " in dem einen Bereich sind wir emanzipiert, aber in dem anderen Bereich wollen wir es bequem und altbacken, nach dem Motto: " Wir picken uns die Lorbeeren der Emanzipation raus wo es uns passt, was die Männer ihrerseits an Gleichberechtigung verlangen interessiert uns aber nicht" finde ich fadenscheinig.

Die Partnersuche einer heterosexuellen Frau und die eines schwulen Mannes sehe ich als völlig unterschiedlich an. Was soll ich einer Frau Tipps geben, wenn ich bei Männern auf ganz andere Sachen achte als eine Frau, zB in dem mir der Karriere- Status eines Mannes relativ schnuppe ist.

Ich weiß, es sind nicht alle Frauen so, aber unter Akademikerinnen die große Mehrheit.


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#5
04.12.2015
14:05:29


(+6, 6 Votes)

Von fink


Ich fände die Frage viel spannender, weshalb so viele heterosexuelle Männer als Freunde NICHT in Frage kommen. Aber das würde dann natürlich an der heterosexuellen Matrix kratzen. Man müsste sich mit Sexismus und anderen nicht-biologistischen Tatsachen beschäftigen, und das wollen wir ja nicht. Nein, da erklärt man doch lieber die heterosexuelle Partnersuche zum einzigen Lebenszweck der Frauen und degradiert schwule Männer zu lustigen Hilfsgeistern der heiligen heterosexuellen Paarbindung.

"Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden..." Da muss ich inzwischen immer schon vorher lachen.


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