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Gleichbehandlungsgesetz für katholische Kirche

Irland verbietet Diskriminierung von homosexuellen Lehrern


Irland verbessert dieses Jahr Schritt für Schritt die Rechte von LGBT

In Deutschland dürfen christliche Schulen Lehrer wegen ihrer sexuellen Orientierung nach Gutdünken feuern. Irland hat diese Praxis nun untersagt.

Das irische Parlament hat am Mittwoch nach einem Bericht des "Irish Independent" die Diskriminierung von Lehrern aufgrund ihrer Homosexualität an konfessionellen Schulen und Krankenhäusern verboten. Die Abgeordneten des Dáil Éireann stimmten einer Änderung des Gleichbehandlungsgesetzes zu, in dem bislang eine Ausnahmeregelung für Schulen vorgesehen war, die von einer Glaubensgemeinschaft betrieben werden.

Der Senat hatte der Reform bereits zuvor zugestimmt. Nun muss das Gesetz noch von Präsident Michael D. Higgins unterzeichnet werden.

LGBT-Aktivisten begrüßten das Abstimmungsergebnis: "Das Gesetz ist ein wichtiger Bestandteil, damit sich LGBT-Menschen endlich nicht mehr verstecken müssen. Viele Lehrer führen derzeit eine Scheinehe und haben eine Familie, nur damit sie ihren Job nicht verlieren", erklärte Sandra Iwrin-Gowran vom Gay and Lesbian Equality Network (GLEN). Sie sagte weiter, die bisherige Gesetzeslage habe "tausende Lehrer an unseren Schulen zum Schweigen verdammt".

In Irland ist nach wie vor die große Mehrheit der Schulen in der Hand der katholischen Kirche, so dass es für viele Lehrer unmöglich ist, einen staatlichen Arbeitgeber zu finden. So sind etwa 93 Prozent der Grundschulen in der Hand von katholischen Trägern.

Gutes Jahr für LGBT-Rechte in Irland


Auf Twitter präsentierten Mitglieder des schwul-lesbischen Verbandes der Lehrergewerkschaft den neuen Gesetzestext

Die Gesetzesreform beendet das wohl beste Jahr aller Zeiten für LGBT-Rechte seit Bestehen der irischen Republik. Erst im Mai hatten die Wähler in einem Referendum der Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare mit deutlicher Mehrheit zugestimmt (queer.de berichtete). Kurze Zeit später reformierte das Parlament das Transsexuellenrecht (queer.de berichtete).

In Deutschland stagniert die Situation dagegen: Hierzulande gilt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz nicht für schwule und lesbische Angestellte an katholischen oder evangelischen Schulen. Erst im November letzten Jahres hatte das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass von Kirchen betriebene Einrichtungen "Sündern" kündigen darf, auch wenn ihre Arbeit von Steuergeldern finanziert wird (queer.de berichtete).

Die katholische Kirche hat im Mai in ihrem neuen Arbeitsrecht zwar inzwischen entschieden, verpartnerte Mitarbeiter nicht mehr automatisch zu feuern (queer.de berichtete). Allerdings beharrt sie auf ihrem Recht, Angestellte wegen ihrer sexuellen Orientierung zu diskriminieren. (dk)



#1 FarbenspielAnonym
  • 03.12.2015, 15:31h
  • Ich finde es super, daß Irland der Diskriminierung von schwulen Lehrern und lesbischen Lehrerinnen an christlichen Schulen einen Riegel vorschiebt! Im Senat gab es dafür schon eine breite Zustimmung und das Parlament hat ebenfalls so entschieden! Die Katholische Kirche hat dadurch wieder einmal eine vernichtende Niederlage hinnehmen müssen!

    Irland ist mit dieser Entscheidung und der Öffnung der Ehe für Alle ein Vorbild an LGBTIPA-Rechten in ganz Europa und Nationen wie Deutschland, Polen und Ungarn sollten sich eine riesige Scheibe davon abschneiden!
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#2 NicoAnonym
  • 03.12.2015, 15:47h

  • Und wieder mal ist man anderswo viel weiter als Deutschland.

    Weil Union und SPD einen besseren Diskriminierungsschutz blockieren.
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#3 TheDad
  • 03.12.2015, 15:49h
  • Damit ist Irland neben der Ehe-Öffnung noch einen weiteren wichtigen Schritt gegenüber der BRD voraus..

    Für die Iren sehr erfreulich..
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#4 SebiAnonym
  • 03.12.2015, 17:22h
  • Deutschland gerät dank der Blockade unserer schwarz-roten Bundesregierung immer mehr ins Hintertreffen.

    Die Politiker von Union und SPD halten Politik für einen Selbstbedieungsladen, wo man alle paar Jahre gewählt wird und dann uneingeschränkt wie Sonnenkönige herrschen kann. Aber in einer Demokratie ist das Volk der Souverän und die Politiker sind nur aus Praktikabilitätsgründen die Vertreter des Volkes, die seinen Willen umzusetzen haben. Tun sie das nicht, müssen sie eben aus der Verantwortung entfernt werden.
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#5 lucdfProfil
  • 03.12.2015, 18:51hköln
  • Deutschland sollte endlich mal die Trennung von Kirche und Staat vollziehen. Im 21. Jahrhundert ist es mehr als fällig.
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#6 JadugharProfil
  • 03.12.2015, 18:56hHamburg
  • Wenn Frau Merkel und Co. Bauchschmerzen bekommt, um rechtlich LGBTI's gleichzustellen, sollte sie mal in Irland zu Kur fahren und sich schulen lassen, denn da funktioniert diese Sache problemlos, obwohl es ein erzkatholisches Land ist, bzw. es war, da viele Iren aus der Kirche ausgetreten sind. Sie sollte mal diesen Beispiel folgen, da gehen sicherlich die Bauchschmerzen weg!
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#7 Julian SAnonym
#8 MarekAnonym
  • 04.12.2015, 10:10h
  • Ich finde es unerträglich, wie Deutschland von Union und SPD weiterhin im Würgegriff des Mittelalters festgehalten werden.

    Auf gut deutsch:
    Die scheißen aufs deutsche Grundgesetz, auf demokratische Grundprinzipien und auf die Meinung des Volkes, nur um aus dem Schüren von Hass persönliche Profite zu ziehen.
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