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  • 03.12.2015, 16:58h           22      Teilen:   |

Kontrollgremium

LSVD künftig im SR-Rundfunkrat vertreten

Artikelbild
Der SR erzielt als zweitkleinste ARD-Anstalt jährliche Einnahmen von rund 120 Millionen Euro (Bild: SR)

Schwule und Lesben werden ab kommendem Jahr den Saarländischen Rundfunk zusammen mit anderen gesellschaftlichen Gruppen wie Kirchen und Frauenverbänden kontrollieren.

Der saarländische Landtag hat am Mittwoch ohne Gegenstimme ein neues Rundfunkgesetz (PDF) verabschiedet, das erstmals auch dem Lesben- und Schwulenverband des Saarlandes einen Sitz im Rundfunkrat einräumt. Dem Gesetz der schwarz-roten Koalition stimmten auch Piraten und Grüne zu, die Linksfraktion enthielt sich.

Der SR-Rundfunkrat ist wie bei den anderen öffentlich-rechtlichen Anstalten das oberste für die Programmkontrolle zuständige Aufsichtsgremium. Darin sind die Landesregierung und alle im Landtag vertreten Parteien sowie 32 gesellschaftlich relevante Gruppen mit je einem Sitz vertreten. Zu den Mitglieder zählen beispielsweise die Kirchen und die Synagogengemeinde sowie Journalisten-, Umwelt-, Behinderten- und Berufsverbände.

Das Saarland ist das erste Bundesland, das einer LGBT-Gruppe eine Vertretung in seinen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten einräumt. Nordrhein-Westfalen plant allerdings ebenfalls, Schwulen und Lesben einen Sitz im WDR-Rundfunkrat zuzugestehen – dort sollen sich das Schwule Netzwerk NRW und die LAG Lesben den Sitz teilen (queer.de berichtete).

Anlass für die Initiative des LSVD war der Streit um die Besetzung des ZDF-Fernsehrates Anfang des Jahres. Hier weigerten sich die Ministerpräsidenten, einen Vertreter des LSVD im Kontrollgremium zu akzeptieren (queer.de berichtete). Später kündigte jedoch das von einer rot-rot-grünen Koalition regierte Thüringen an, einen LGBT-Vertreter in den Fernsehrat zu entsenden (queer.de berichtete).

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"Starkes Signal für mehr Vielfalt"

"Es geht ein starkes Signal für mehr Vielfalt und Gleichstellung von dieser Gesetzesnovelle aus", erklärte das saarländische LSVD-Vorstandmitglied Hasso Müller-Kittnau am Donnerstag. Er soll den LSVD künftig im SR-Gremium vertreten. Der Verband sehe mit diesem Sitz die Chance verbunden, dass sich die Lebenswirklichkeit von homo-, bi- und transsexuellen Menschen stärker als bisher in den saarländischen Medien wiederfinde.

"Wir kooperieren seit Jahren erfolgreich mit dem SR, wenn es um die Übertragung und Bewerbung des SaarLorLux CSD geht", so Müller-Kittnau. "Neben diesem jährlichen Event, sollte jedoch auch der Lebensalltag von Lesben, Schwulen, Trans- und Bisexuellen in unserem Bundesland in den Fokus der saarländischen Medien genommen werden." So müssten Geschichten über gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften auf dem Land oder über Regenbogenfamilien vermehrt in der Berichterstattung berücksichtigt werden. "Wir werden die Belange unserer Zielgruppe mit in die Gremienarbeit nehmen", so Müller-Kittnau. (dk)

Links zum Thema:
» SR
» LSVD Saar
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Tags: saarländischer rundfunk, saarbrücken, lsvd
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Reaktionen zu "LSVD künftig im SR-Rundfunkrat vertreten"


 22 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
03.12.2015
18:26:24


(-1, 5 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


""Der saarländische Landtag hat am Mittwoch ohne Gegenstimme ein neues Rundfunkgesetz (PDF) verabschiedet""..

Saarland ?
Ohne Gegenstimme bei Enthaltung der Linken ?

Was ist mit Frau Kramp-Karrenbauer ?
War die abwesend, oder hat das Landtagspräsidium bei der Auszählung nicht aufgepaßt ?

Ein Erfolg für den LSVD und die Community..
Mal sehen wie sich das in dem ur-katholischem Bundesland auswirkt..
Immerhin sind dort von den 989.035 Einwohnern laut offiziellen Statistiken 64,1 % Mitglied der "Katholischen Kirche", und weitere 19,5 % Mitglied einer "Evangelischen Kirche"..

84,4 % aller Einwohner dort sind also offiziell verdummbibelt..
Das ist einsamer Rekord in der BRD, den weder Ba.-Wü. noch Bayern toppen kann..


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#2
03.12.2015
19:04:53


(+4, 6 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #1 von TheDad


In Sachsen ist es bei 80% Konfessionsfreien auch nicht liberaler, oder täusche ich mich da?

In BW (wie in Sachsen) sind die ev. Kirchen im Gegensatz zum Saarland in den Klauen von durch und durch homophoben Evangelikalen.

Übrigens kümmert es hierzulande den Staat nicht die Bohne, wieviel BürgerInnen KirchenmitgliederInnen sind, wenn er die Kirchen mit ihrem Geld aus ALLGEMEINEN Steuern regelrecht zuschüttet.

Zum Thema Saarland:

Das ist ein schöner Erfolg. Hoffentlich kuriert er die Ministerpräsidentin bald von ihren Inzest-Fantasien...


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#3
03.12.2015
21:36:23


(-1, 3 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von TheDad


Mit den atheistischen Homoparadiesen im Osten kann das Saarland leider nicht mithalten. Ansonsten lässt es dich dort aber ganz gut aushalten.


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#4
04.12.2015
09:06:12


(+2, 4 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #3 von seb1983


In Prag sitzt man sicherer im Kaffeehaus als in Bagdad, Beirut und bis vor kurzem in Belfast.

Merke: Säkularisierung heißt Humanisierung.

Außer in Sachsen.

Da bastelt man sich so seine eigene Relgiion:

Bild-Link:
Pegida-Kundgebung-in-Dresden.jpg


Link:
de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Christen


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#5
04.12.2015
10:06:02


(+5, 7 Votes)

Von Marek


Das ist zwar schön, aber es sind auch weiterhin Kirchen vertreten, die ihren fanatischen Zermon verbreiten können.

Ich finde dieses Konzept der "Rundfunkräte" eh anachronistsich, weil genauso auch immer manche gesellschaftliche Gruppen unter den Tisch fallen. Stattdessen sollte es nur eine journalistische Leitung geben.


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#6
04.12.2015
11:50:52


(+1, 5 Votes)

Von Nota bene
Antwort zu Kommentar #4 von goddamn liberal


"Merke: Säkularisierung heißt Humanisierung."

(goddamn liberal)

----------------------------------------

Ui, diese Ansicht ist in ihrer Naivität kaum zu überbieten. Schaffen wir einfach den Einfluss der Religionen auf unser Leben ab - und schon haben wir das Paradies auf Erden.

Fakt ist doch: Auch in aufgeklärten Ländern, die durch und durch säkularisiert wurden (bestes Beispiel: Frankreich) ist die Religion nicht verschwunden. Sie ist dort nur nicht so satt und vollgefressen wie in Deutschland. Und wo fanden noch bis vor kurzem Riesendemos gegen die Öffnung der Ehe statt? Richtig, im ach so liberalen Frankreich.

In Europa nimmt die Bedeutung von Religionen ab, in den USA, in Südamerika, Afrika oder Asien ist dies (leider) nicht zu beobachten - im Gegenteil. Dort steigt der Anteil von Christen wie von Moslems. Christlich-evangelikale Pfingstbewegungen etwa in Südamerika erfreuen sich riesigen Zulaufs - obwohl sie strenge Moralvorschriften predigen.

Meiner Ansicht nach wird man die Religion niemals "ausmerzen" können (was auch an sich schon ein hochgradig gewaltsamer Akt wäre) - ein Rest an Religion und Religiosität bleibt immer. Das zieht sich durch die Menschheitsgeschichte - muss irgendwas genetisch-archaisches sein. Es scheint ein dem Menschen innewohnendes natürliches Bedürfnis nach religiöser Welterklärung zu geben.

Insofern: Säkularisierung und Trennung von Kirchen und Staat sind löbliche Forderungen - aber paradiesische Zustände wirst Du auch dann nicht haben. Der Mensch wird seinem Mitmenschen immer auch ein Wolf sein - ob mit oder ohne Religion.

Dies sage ich Dir, obwohl ich schon lange aus der Kirche ausgetreten bin. Religion kriegt man nicht weg. Die wird bleiben. Ob es uns passt oder nicht.


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#7
04.12.2015
13:01:54


(0, 4 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #6 von Nota bene


""Meiner Ansicht nach wird man die Religion niemals "ausmerzen" können (was auch an sich schon ein hochgradig gewaltsamer Akt wäre)""..

Erstens ist es gar nicht notwendig diese "Religionen" ""auszumerzen""..

Zweitens ist ein konsequentes Verbot von Diskriminierungen durch diese "Religionen", und das Verbot des Einflusses dieser Religionen auf den Staat durchaus kein ""hochgradig gewaltsamer Akt""..

Sondern nur die Durchsetzung der Menschenrechte und der Verfassungen auf nationalen Ebenen..

Nur von Leuten die davor Angst haben ihre "Vormachtstellung" zu verlieren wird das dann als "Christen-Bashing" oder "Chritianophobie" beschrieben, und als "gewalttätiger Akt" empfunden..

""Das zieht sich durch die Menschheitsgeschichte - muss irgendwas genetisch-archaisches sein. Es scheint ein dem Menschen innewohnendes natürliches Bedürfnis nach religiöser Welterklärung zu geben.""..

Das ist bestenfalls Unsinn..
Religionen wurden immer "von oben nach unten" installiert..
Das Volk nahm den "Glauben" an, dem der jeweilige Herrscher anhing..
Das galt selbst für die Installation des ersten Monotheismus unter dem Ketzer-Pharao..

Daran ist auch nichts "genetisches"..
"Religionen" zu installieren geht immer nur über die Bildung und Erziehung..

Deren Abschaffung aber eben auch..

""Religion kriegt man nicht weg. Die wird bleiben. Ob es uns passt oder nicht.""..

Wie gesagt..
Muß man gar nicht..
Es genügt schon den Staat von der "Religion" ganz real zu trennen, was damit begänne, "Gottesbezeugungen" aus Verfassungen und Gesetzen zu entfernen..


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#8
04.12.2015
13:05:59


(+1, 3 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von seb1983


Wer die neuen Bundesländer als "atheistische Homoparadiese" beschreibt, weiß nicht, wovon er redet..

Die "Entwicklung" der "PEGIDA" ausgerechnet in Sachsen mit ihrer Bezugnahme auf die
"europäisch-christlich-jüdische Werte-Tradition" kommt nicht von ungefähr..


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#9
04.12.2015
13:56:41


(-1, 3 Votes)

Von Lithiumdeuterid


"Schwule und Lesben..."

WTF, als ob es nur Homo- und Heterosexuelle gibt!


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#10
04.12.2015
13:56:50


(+3, 5 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #6 von Nota bene


"diese Ansicht ist in ihrer Naivität kaum zu überbieten. "

Wer hier ausmerzt, ist offensichtlich.

Und:

Ich bin nicht naiv, ich sehe die Dinge, wie sie sind.

"natürlich"/"genetisch"? Religion ist Teil der Kultur, nicht der Natur. Tiere haben keinen Gott.

Die Welt ist da, wo die Menschen entweder keine oder eine sehr nette Religion haben (skandinavische kulturprotestantische Staatskirchen, die im Gegensatz zu den franz. Kirchen unter demokratischer Kontrolle sind, Reformjudentum, irischer Linkskatholizismus z. B.) in jeder Hinsicht angenehmer und zivilisierter.

Gegenbeweise kann man nicht aufbringen.


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