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  • 04.12.2015, 12:46h           46      Teilen:   |

Steffen Flath

Homophober CDU-Politiker soll Chef des MDR-Rundfunkrats werden

Artikelbild
Der CDU-Politiker Steffen Flath könnte bald sehr viel Einfluss auf die Drei-Länder-Anstalt MDR erhalten
Bild: Wiki Commons / Steffen Prößdorf / cc by 3.0

Steffen Flath, der unter Berufung auf den christlichen Gott die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben ablehnt, soll eine Schlüsselposition beim Mitteldeutschen Rundfunk besetzen.

Die Kandidatur des früheren CDU-Fraktionschefs in Sachsen sorgt für Aufregung: Steffen Flath soll am Dienstag bei der konstituierenden Sitzung des MDR-Rundfunkrats zum neuen Vorsitzenden gewählt werden. Das 43-köpfige Aufsichtsgremium hat sich Medienberichten zufolge bereits auf den 58-Jährigen geeinigt. Turnusgemäß darf dieses Mal Sachsen den Chefsessel für den Rundfunkrat der Drei-Länder-Anstalt übernehmen.

Der erzkonservative Christdemokrat hatte in den vergangenen Jahren immer wieder gegen Schwule und Lesben polemisiert. So sprach sich der Katholik beim CDU-Bundesparteitag 2012 gegen die Gleichbehandlung von eingetragenen Lebenspartnern und heterosexuellen Eheleuten im Steuerrecht aus und begründete das mit seinem Glauben: "Gott hat uns geschaffen als Mann und Frau, und ich glaube, dass er sich dabei etwas gedacht hat." Er sorge sich bei einer Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben um den "Fortbestand der Menschheit".

Lebenspartnerschaften bezeichnete er in der Vergangenheit als "nicht nachhaltig" und warnte davor, dass bei einer Gleichbehandlung von Homo-Paaren plötzlich alle Menschen homosexuell werden könnten: "Nur man stelle sich vor, es würden alle in unserer Gesellschaft in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften leben, dann wäre es um die Zukunft wahrscheinlich schlecht bestellt, und deshalb halte ich es für gerechtfertigt, die Ehe zu privilegieren."

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Opposition befürchtet steigenden CDU-Einfluss auf MDR

Der linke Landtagsabgeordnete Falk Neubert kritisiert die Taktik der CDU - Quelle: Die Linke Sachsen
Der linke Landtagsabgeordnete Falk Neubert kritisiert die Taktik der CDU
Bild: Die Linke Sachsen

Die sächsischen Oppositionsparteien Linke und Grüne befürchten, dass die CDU mit der Kandidatur Flaths ihren Einfluss auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausbauen will. Mit der Kandidatur des im August 2014 aus der aktiven Politik ausgeschiedenen CDU-Mitglieds werde deutlich, "warum die sächsische Staatsregierung in den letzten 18 Monaten erst eine Neuverhandlung des MDR-Staatsvertrages torpediert hat und dann, als sie selbst für die Neuverhandlung zuständig war, auf Zeit spielte. Sie wollte die neue Karriere des Steffen Flath nicht gefährden. Beim Abschied Flaths aus der Landespolitik war die Übernahme des MDR-Rundfunkrates wohl schon fest eingeplant", mutmaßte der medienpolitische Sprecher der Linksfraktion, Falk Neubert.

Claudia Maicher, die Vize-Fraktionschefin der Grünen im Landtag, deutete die Kandidatur Flaths als "von der CDU Sachsen gezielt gesetzten Zug gegen alle Bestrebungen, den Staatsvertrag zu modernisieren".

Hintergrund der Kritik ist ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom März 2014, als Karlsruhe dem ZDF fehlende Staatsferne attestierte und Korrekturen bei der Zusammensetzung der Kontrollorgane verlangt hatte. Beim MDR gab es bislang keine Veränderungen.

Flath übernimmt auch Schlüsselposition in ARD

Flath könnte auch einen größeren Einfluss auf die gesamte ARD erhalten, da der MDR ab Januar 2016 für zwei Jahre den Vorsitz des Sender-Verbandes übernimmt. Der CDU-Politiker würde dann Chef der Gremienvorsitzendenkonferenz der ARD werden. Diese berät die Intendantenkonferenz der ARD, insbesondere bei grundsätzlichen Fragen der Programmgestaltung und -struktur. (dk)

 Update  08.12.: Steffen Flath zum Vorsitzenden gewählt: Steffen Flath ist in Leipzig zum neuen Rundfunkratsvorsitzenden des MDR gewählt worden.

Mehr zum Thema:
» LSVD künftig im SR-Rundfunkrat vertreten (03.12.15)
» Lesben und Schwule sollen den WDR mit kontrollieren (29.09.15)
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Tags: sachsen, cdu, steffen flath, mdr, rundfunkrat
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Reaktionen zu "Homophober CDU-Politiker soll Chef des MDR-Rundfunkrats werden"


 46 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
04.12.2015
12:55:03


(+10, 10 Votes)

Von Farbenspiel


Sowas geht schon einmal GAR NICHT! Deshalb hier das erforderliche Beschwerdeonlineformular des Senders, der in Leipzig seine Zentrale hat:

Link zu www.mdr.de

Es geht auch auf schriftlichem Wege:

Link zu www.mdr.de

Dann haut mal kräftig in die Tasten!


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#2
04.12.2015
13:02:48


(-21, 27 Votes)

Von joseph
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Warum kann queer.de eigentlich nicht objektiv berichten? Muss hier immer so unterschwellig gehetzt werden? Ich binauch gegen die Gleichschaltung unserer Lebenspartnerschaft mit der Ehe, die für Mann und Frau reserviert sein soll. Ich trete auch gegen Privilegien für Schwule und Lesben ein; auch als Schwuler kann man über den eigenen Tellerrand hinaus blicken; Ich teile nicht die Meinung der staatlich subventionierten Homofunktionäre, wenn ich deshalb homophob bin, dann ist Homophobie doch nichts Schlechtes.


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#3
04.12.2015
13:11:50


(+10, 12 Votes)

Von David77


Na, dann packt er sich doch selbstverständlich an die eigene Nase und fordert unter Berufung auf den christlichen Gott die Einstellung des Sendebetriebs an Sonntagen. Oder will er etwa gegen das 3. Gebot verstoßen???
Es ist doch verboten, an Sonntagen zu arbeiten!


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#4
04.12.2015
13:18:53


(+14, 16 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #2 von joseph


"Ich binauch gegen die Gleichschaltung unserer Lebenspartnerschaft mit der Ehe, die für Mann und Frau reserviert sein soll."

Wofür soll denn die Ehe eines kinderlosen Paares denn reserviert sein?

"Ich trete auch gegen Privilegien für Schwule und Lesben ein; "

Welche Privilegien z.B.? Welche Besserstellung im Vergleich zu anderen denn?? Wenn du GRUNDRECHTE etwa für Privilegien hältst, wie z.B. wegen seiner sexuellen Orientierung oder Partnerschaft nicht gefeuert werden zu dürfen?
Wo bleibt dein Entgegentreten gegen die gleichen PFLICHTEN z.B.?
Dann nutze sie gefälligst auch nicht, dich zwingt keiner dazu!

Wenn du dagegen tretest, dann gestatte es doch bitteschön anderen, z.B. gegen die Privilegien der Kirchen wie in diesem Beispiel entgegenzutreten.

"Ich teile nicht die Meinung der staatlich subventionierten Homofunktionäre, "

Aber anscheinend der staatliche subventionierten Religionsfunktionäre...

Ist deine Seite k-net etwa gerade offline?


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#5
04.12.2015
13:19:58


(+9, 11 Votes)

Von Solange
Antwort zu Kommentar #1 von Farbenspiel


eine "öffentlich-rechtliche" Sendung nach der anderen, bei der sich Homohasser und Rassisten die Klinke in die Hand geben, völlig ungestört stattfindet, wird sich auch weiterhin nichts ändern.


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#6
04.12.2015
13:26:19


(+11, 13 Votes)

Von HonestAbe
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 24.06.2012
Antwort zu Kommentar #2 von joseph


"Warum kann queer.de eigentlich nicht objektiv berichten? Muss hier immer so unterschwellig gehetzt werden?"

Wo wird gehetzt?

"Ich binauch gegen die Gleichschaltung unserer Lebenspartnerschaft mit der Ehe, die für Mann und Frau reserviert sein soll."

Üblicherweise spricht man von "Gleichstellung" und warum sollte die Ehe für Mann und Frau reserviert sein?

"Ich trete auch gegen Privilegien für Schwule und Lesben ein; auch als Schwuler kann man über den eigenen Tellerrand hinaus blicken"

Welche Privilegien? Eine Gleichstellung im Eherecht würde lediglich zu einer Aufhebung einiger Privilegien der heteronormativen Mehrheitsgesellschaft führen. Es geht also um den Abbau von Privilegien für bestimmte gesellschaftliche Gruppen in einem Staat, in dem laut Verfassung alle Bürger vor dem Gesetz gleich behandelt werden müssen. Eine ganz klar gebotene Selbstverständlichkeit.

"Ich teile nicht die Meinung der staatlich subventionierten Homofunktionäre"

Wer soll das sein?

"wenn ich deshalb homophob bin, dann ist Homophobie doch nichts Schlechtes."

Oder aber du gehst einfach wieder zurück in dein Trollversteck, wo du hingehörst.


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#7
04.12.2015
13:37:56


(+7, 9 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von joseph


""Ich binauch gegen die Gleichschaltung unserer Lebenspartnerschaft mit der Ehe,""..

Was soll das sein ?
Wer verlangt das ?

""Ich trete auch gegen Privilegien für Schwule und Lesben ein;""..

Welche sollen das sein ?
Wo bestehen die ?
Wo sollen die eingeführt werden ?

Link zu www.gesetze-im-internet.de


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#8
04.12.2015
13:38:21


(+12, 14 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #2 von joseph


Achtung: Sarkasmus:
Ich bin auch gegen die Gleichschaltung der Ehe von gemischtrassigen/gemischtkonfessionellen Paaren, die für den katholischen weißen Mann und katholische weiße Frau reserviert sein soll. Ich trete auch gegen Privilegien von gemischtrassigen/gemischkonfessionellen Paaren ein; auch als Afro-Amerikaner/Protestant/Jude/Konfessionsloser kann man über den eigenen Tellerrand hinaus blicken; Ich teile nicht die Meinung der staatlich subventionierten Afroamerikanischen/Jüdischen/konfessionslosen Funktionäre, wenn ich deshalb ein Rassist bin, dann ist Rassismus doch nichts Schlechtes.
Der Führer der RUndfunkanstalt hat befohlen und seiner Meinung folge ich voll und ganz, da ich ja über meinen Tellerrand hinausblicke und seine Argumente stichhaltig sind.
Wo kämen wir denn hin, wenn jeder nicht nach seiner Konfession oder Hautfarbe heiraten will?


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#9
04.12.2015
13:47:04


(+10, 10 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #4 von David77


Lieber David,

diesem Joseph kann man hier nicht helfen und seinen Selbsthass kurieren. Das ist ja, wie wenn ein 'Schwarzer' für die Arpartheid ist.

Der Fall Flath ist wichtiger.

Ich frage mich, wieso dieser menschenfeindliche Rechtsaußen, der mit der Verfassungsordnung im Wortsinn über Kreuz liegt, den Posten in einem Sender kriegen kann, der für zwei schwarz-rote und sogar für ein rot-rot-grünes Land zuständig ist.

In Pegida-Sachsen wundert einen nichts, aber in den Thüringen und Sachsen-Anhalt haben da viele geschlafen. Wenns denn unbedingt eine CDU-PolitikerIn sein muss, dann gibt es auch in Mitteldeutschland genug Normaldemokraten, die noch einen Posten brauchen (z. B. Frau Lieberknecht).


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#10
04.12.2015
13:55:15


(+9, 9 Votes)

Von Andreas V


Der sächsischen Landesregierung, die das Ganze eingefädelt hat, sollte man auch gleich mal schreiben, was man davon hält:

Link zu www.sachsen.de


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