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  • 05.12.2015, 19:00h           30      Teilen:   |

Leihmutterschaft

Schwules Paar zieht wegen Diskriminierung vor Gerichtshof für Menschenrechte

Artikelbild
Kleiner Sitzungssaal des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Straßburg (Bild: Wiki Commons / EGMR / CC-BY-SA-3.0)

Zwei Schweizer klagen in Straßburg, damit beide als Vater ihres mit Hilfe einer Leihmutter zur Welt gekommenen Sohnes anerkannt werden.

Ein homosexuelles Männerpaar aus der Schweiz will mit Hilfe einer Klage vor dem Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg erreichen, dass beide als Vater eines Kindes anerkannt werden, das sie in den USA per Leihmutter austragen ließen.

Das Schweizer Bundesgericht hatte im Mai knapp entschieden, dass nur einer der Männer, der Samenspender, in das Personenstandsregister eingetragen werden darf (queer.de berichtete). Gegen diese Entscheidung hat das Paar nun Klage am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) eingereicht – wegen Verletzung des Rechts auf Privat- und Familienleben sowie wegen Diskriminierung.

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Der Sohn wird von einem eigenen Anwalt vertreten

Auch der mittlerweile vierjährige Sohn gehört formal zu den Klägern. Die Nichtanerkennung der Elternschaft habe für ihn fatale Auswirkungen, argumentierte sein Anwalt in der Klageschrift. Das Kind, das seit seiner Geburt bei dem verpartnerten Paar lebt, habe gegenüber dem nicht-genetischen Vater keinerlei Rechte, zum Beispiel auf Betreuung, Unterhalt oder Erbe.

Die Verletzung der Europäischen Menschenrechtskommission wiege noch schwerer, argumentierte der Anwalt. Wegen des auch in der Schweiz geltenden Adoptionsverbots für eingetragene Lebenspartner könne er von seinem zweiten Vater auch nicht adoptiert werden.

Das schwule Paar aus St. Gallen hatte das Kind 2011 von einer Leihmutter in Kalifornien austragen lassen. Dort ist – anders als in der Schweiz oder in Deutschland – die Praxis der Leihmutterschaft legal, so dass die beiden Männer in amerikanischen Geburtsurkunde als Elternteile eingetragen wurden. Das Schweizer Bundesgericht hatte jedoch gefordert, dass anstelle des Lebenspartners des Samenspenders die leibliche Mutter aufgenommen werden muss, obwohl diese vertraglich alle Rechte und Pflichten als Mutter abgegeben hatte.

In Deutschland hatte der Bundesgerichtshof im Dezember 2014 noch das Gegenteil entschieden: In einem Grundsatzurteil erkannte es zwei verpartnerte Männer als Eltern eines in den USA von einer Leihmutter geborenen Kindes an (queer.de berichtete). (cw)

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Tags: leihmutterschaft, egmr, schweiz, adoptionsrecht, europäischer gerichtshof für menschenrechte, elternschaft
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Reaktionen zu "Schwules Paar zieht wegen Diskriminierung vor Gerichtshof für Menschenrechte"


 30 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
05.12.2015
19:20:15


(+2, 6 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


Tja, ohne die konservativen arschlöcher währe die Welt viel friedlicher und vor allem toleranter!!!


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#2
05.12.2015
19:30:23


(-5, 9 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


"vertraglich alle Rechte und Pflichten als Mutter abgegeben..."
Vertraglich heißt in diesem Falle, dass sie ein Kind verkauft hat, das ist doch nichts weiter als Menschenhandel und widerspricht dem Menschenrecht.


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#3
05.12.2015
21:02:17


(+1, 5 Votes)

Von Vater
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von reiserobby


Genau genommen handelt es sich eben nicht um 'nichts weiter als Menschenhandel'.

Eine Leihmutter trägt das Kind eigentlich nur aus. Sie ist aber nicht die Eizellen-Spenderin.


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#4
05.12.2015
21:19:36


(-6, 10 Votes)

Von Pelayo
Aus Berlin
Mitglied seit 11.12.2014


Eine Leihmutterschaft ist pervers!

Wenn das Kind später einmal nach seiner Mutter fragt, wird der Vater antworten müssen, dass es eine Frau ist, die das Kind aus Geldgier ausgetragen hat.

Wie tief können Menschen sinken?

Zurecht ist dieses Herumhantieren mit menschlichem Leben in Deutschland und in der Schweiz verboten.


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#5
05.12.2015
21:23:39


(-4, 8 Votes)

Von GeorgG
Antwort zu Kommentar #1 von hugo1970


Kennst du eigentlich noch andere Vokabeln als Scheiße, Arschlöcher, Idioten usw?


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#6
05.12.2015
21:35:40


(+4, 6 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #5 von GeorgG


Na klar!
Dumme, Blöde, verdumbibelte, abgedunkelte


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#7
05.12.2015
22:17:56


(+2, 4 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von Pelayo


""Wenn das Kind später einmal nach seiner Mutter fragt, wird der Vater antworten müssen, dass es eine Frau ist, die das Kind aus Geldgier ausgetragen hat.""..

Die Leihmutter ist NICHT die "leibliche" und damit die genetische Mutter !

Wie oft muß man Leuten wie Dir das hier noch erklären ?
Jedesmal wenn es um Leihmutterschaften geht kommt der gleiche Unsinn aus dem Keller der Vorurteile gekrochen..
Unfaßbar !

""Zurecht ist dieses Herumhantieren mit menschlichem Leben in Deutschland und in der Schweiz verboten.""..

Zunächst geht es hier um Schweizer Bürger..

Dann ist Leihmutterschaft in den USA erlaubt !

Daraus ergibt sich zwingend, daß dieses Kind JEDES Recht hat, als Kind der beiden Väter anerkannt, und dadurch wie alle anderen Kinder in der Schweiz behandelt zu werden !

DARUM geht es hier !


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#8
05.12.2015
23:33:59


(+5, 5 Votes)

Von Sebi


Hoffentlich haben die beiden Erfolg. Gerade auch zum Wohl des Kindes, für das dies eine Anerkennung wäre und auch mehr Rechtssicherheit und praktische Erleichterungen im Alltag bringen würde.


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#9
06.12.2015
02:02:45


(+3, 3 Votes)

Von Danny387
Aus Mannheim (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 06.07.2014
Antwort zu Kommentar #7 von TheDad


Wer ist denn im vorliegenden Fall die genetische (= biologische) Mutter? Habe ich da was überlesen oder erwähnt der Artikel das überhaupt nicht? Es scheint mir impliziert, dass in diesem speziellen Fall die biologische Mutter eben doch auch die Leihmutter ist. (Denn diesen Fall gibt es ja durchaus!)

Also, ich urteile wirklich über niemanden, aber ich finde schon auch kompliziert, die Mutterfigur zu dritteln in eine biologische Mutter, eine Leihmutter und eine soziale Mutter, wobei letzteres Drittel auch ein Mann übernehmen kann ... (Umgekehrt kann die Vaterfigur immerhin nur halbiert werden in einen biologischen Vater und einen sozialen Vater, wobei diese Hälfte auch eine Frau übernehmen kann. Wir hätten also künftig fünf Rollen zu unterscheiden: einen biologischen Vater, eine biologische Mutter, eine gebärende Mutter, zwei [wieso nicht auch eine oder drei?] soziale Personen beliebigen Geschlechts. Hm ... schon irgendwie kompliziert.)

In jedem Fall wünsche ich der Familie alles Gute in dieser schwierigen Situation, v.a. dem Kind!


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#10
06.12.2015
06:13:29


(-2, 6 Votes)

Von blahblahblah
Antwort zu Kommentar #7 von TheDad


"Dann ist Leihmutterschaft in den USA erlaubt !
Daraus ergibt sich zwingend, daß dieses Kind JEDES Recht hat, ... wie... alle anderen Kinder in der Schweiz behandelt zu werden !"

Du weißt schon, dass die Schweiz kein US-amerikanischer Bundesstaat ist - und somit nicht an US-amerikanische Gesetze gebunden ist ?


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