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  • 06.12.2015, 07:07h           34      Teilen:   |

Finale in Berlin

Tony Eberhardt ist der neue Mr. Gay Germany

Artikelbild
Der neue Vertreter von Deutschlands Gay Community: Tony Eberhardt konnte sich am Wochenende in Berlin gegen vier weitere Finalisten durchsetzen (Bild: Thomas Sievert)

Ein 21-jähriger Abiturient mit Hörbehinderung wird Deutschland 2016 bei der Wahl zum Mr. Gay World vertreten.

Als Kleinkind verlor er wegen einer Innenohrentzündung 80 Prozent seines Hörvermögens, das Sprechen lernen fiel ihm schwer, in der Schule wurde er deshalb gehänselt. Tony Eberhardts Biografie und vor allem sein überzeugendes Plädoyer gegen jede Form von Ausgrenzung und Diskriminierung haben am Samstagabend auch die Jury im Berliner nhow-Hotel überzeugt: Der 21 Jahre alte Schüler wurde zum neuen Mr. Gay Germany gekürt.

Der gebürtige Neubrandenburger besucht derzeit noch die 13. Klasse eines Gymnasiums in der Hauptstadt, nebenberuflich arbeitet er als Model etwa auf der Fashionweek. Nach dem Abitur will er Medien- und Wirtschaftsrecht studieren. In seiner Freizeit spielt Tony Eberhardt gerne Handball und macht Leichtathletik.

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Gesucht wurde ein "Role-Model und Vorbild"

Glücklicher Schärpenträger bei der After-Party - Quelle: Chicos Production
Glücklicher Schärpenträger bei der After-Party (Bild: Chicos Production)

In den Wettbewerben bei der Wahl zum Mr. Gay Germany war nicht nur Haut, sondern auch Hirn gefragt. Gesucht wurde ein "Role-Model und Vorbild", so der offizielle Ausschreibungstext. Folgende Eigenschaften waren dabei laut dem Veranstalter Chicos Production gefragt: "der Wille, Dinge in Bewegung zu bringen; der Mut, Unrecht aufzuzeigen; das Selbstbewusstein, für eine gerechte Sache einzustehen, sowie Empathie und Akzeptanz für deine Mitmenschen".

Tony Eberhardt traf den Nerv der Jury: "Als Botschafter der Gay Community möchte ich andere Menschen unterstützen, die gemobbt werden, die diskriminiert werden und aufgrund ihrer Homosexualität und ihres Aussehens ausgegrenzt werden", sagte der 21-Jährige in einem Bewerbungsvideo. Er konnte sich damit am Wochenende gegen vier weitere Finalisten durchsetzen – der sechste Kandidat aus Köln konnte aus familären Gründen nicht an der Veranstaltung im Berliner nhow-Hotel teilnehmen. Urspünglich sollte die Wahl bereits Ende Oktober in Mannheim stattfinden, sie war jedoch kurzfristig verschoben worden.

Als neuer Mr. Gay Germany darf sich Tony Eberhardt u.a. über eine KLM-Flugreise für zwei Personen nach New York, ein Fotoshooting auf Mallorca sowie einen Aufenthalt im Paso Chico Resort auf Gran Canaria freuen. Im April 2016 nimmt er an der offiziellen Wahl zum Mr. Gay World auf Malta teil.

Der Mr. Gay Germany des Vorjahres, Klaus Burkart, hatte im Mai diesen begehrten Titel nach Deutschland geholt. Mitte November gab er ihn jedoch überraschend "aus persönlichen Gründen" an den Zweitplatzierten Emmanuel Mass Luciano aus Hongkong ab (queer.de berichtete). (cw)

Youtube | Kurzvorstellung: Tony Eberhardt in 60 Sekunden
Youtube | Tony Eberhardt im Interview mit "about adam"
Links zum Thema:
» Homepage zur Wahl zum Mr. Gay Germany
Galerie
Tony Eberhardt - Mr. Gay Germany 2015

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Tags: mr gay germany, tony eberhardt
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Reaktionen zu "Tony Eberhardt ist der neue Mr. Gay Germany"


 34 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
06.12.2015
09:22:09


(+7, 11 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


Herzlichen Glückwunsch!
Der Gewinner zeigt, auch uns LGBTI's, das es auch LGBTI's mit Behinderung gibt.
Ich finde die Entscheidung der Jury ist richtig und wichtig was auch "Tony Eberhardts Biografie und vor allem sein überzeugendes Plädoyer gegen jede Form von Ausgrenzung und Diskriminierung aufzeigt".


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#2
06.12.2015
10:28:56


(-8, 14 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von hugo1970


Die Miss Germany setzt sich für Weltfrieden ein und der Mr. Gay für Antidiskriminierung. Ist wohl so ne Art Aufgabenteilung bei denen.


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#3
06.12.2015
11:55:10


(+7, 7 Votes)

Von JarJar
Aus Kiel (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 30.10.2015


Ich verstehe noch nicht den Trend mit den grauen Haaren bei jungen Menschen. Die werden doch noch früh genug grau, genießt es solange die noch voll und braun/schwarz/blond/rot/was auch immer sind. :D
Von dem hier beschriebenem Text scheint er aber ein Sympathieträger zu sein und sieht ja auch gut aus. Perfekte Verkörperung also für den Posten, herzlichen Glückwunsch Mr. Gay Germany.
Und ihm und den Lesern hier ein schönen Nikolaustag.


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#4
06.12.2015
12:16:32


(-12, 14 Votes)

Von DeinName


Ich finde, der sieht älter aus als 21.


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#5
06.12.2015
13:00:03
Via Handy


(+1, 11 Votes)

Von Jogolein
Aus Aalen (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 06.10.2015
Antwort zu Kommentar #1 von hugo1970


Naja, es stellt da natürlich schon die Frage ob die Jury auch jemanden gewählt hätte, dessen Behinderung auch optisch sichtbar ist, ich denke da an LGBT mit z. B. Downsyndrom, spastischer Lähmung o. ä. Das wäre mal ein Zeichen.


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#6
06.12.2015
13:14:07


(-14, 14 Votes)

Von Patroklos
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Das Silberpüdelchen ist es also geworden! Was hat sich die Jury dabei gedacht?


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#7
06.12.2015
13:41:02


(-3, 13 Votes)

Von GeorgG


Warum nimmt man als Mr. Gay Germany nur junge Männer um die 20? Es wäre ein schönes Zeichen für das Selbstbewusstsein der Schwulen, wenn man auch einmal einen älteren Mann wählen würde. Schwule fordern zu Recht, dass sie nicht diskriminiert werden. Warum aber diskriminieren sie ältere Männer in ihren eigenen Reihen?


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#8
06.12.2015
14:28:53


(+6, 8 Votes)

Von dumdumdiddle
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Herzlichen Glückwunsch, Tony. Gute Entscheidung.


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#9
06.12.2015
14:43:09
Via Handy


(-2, 10 Votes)

Von ehemaligem User DavidJacob
Antwort zu Kommentar #7 von GeorgG


Genau das habe ich mir auch gedacht, als ich den Artikel las.


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#10
06.12.2015
15:24:02


(+5, 11 Votes)

Von reality check


In den toitschen Massenmedien kommen junge Schwule praktisch überhaupt nicht vor, schon gar nicht in gleichberechtigter Darstellung.

Schwule Jugendliche brauchen dringend (auch) altersmäßig nicht zu weit entfernte Identifikationsfiguren.

Es ist auch zu hoffen, dass der diesjährige Kandidat im Falle einer Nominierung zum "Mr. Gay World" nicht wieder "wegen persönlicher Veränderungen", ohne jede ernsthafte und ehrliche Erklärung, einfach das Handtuch wirft. Man sollte bei einer solchen Veranstaltung schon wissen, wer man ist und was man will und für andere schwule Jungs und Männer beizutragen bereit ist. Tonys Biografie lässt jedenfalls sehr deutlich darauf schließen, dass er nicht zu der Gruppe "Jetzt spielen wir mal ein bisschen Mr. Gay, bis sich vielleicht eine (vermeintlich) interessantere Spielwiese ergibt" gehört.


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