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  • 09.12.2015, 13:07h               Teilen:   |

Vielfalt am Arbeitsplatz

Unternehmen setzen verstärkt auf das Diversity Concept

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Vielfalt ist gut für den iPhone-Umsatz: Apple-Mitarbeier beim Gay Pride in San Francisco (Bild: Apple)

Nicht nur in den USA, auch in Europa gibt es immer mehr Firmen, die auf die Vielfalt ihrer Mitarbeiter setzen.

Die LGBT-Community wird weltweit immer offener empfangen, Toleranz und Offenheit sind mittlerweile wichtige Aspekte der westlichen Welt. Viele Unternehmen setzen daher verstärkt auf das Diversity Concept.

Es geht darum, dass jeder zu seinem wahren Ich stehen und sich individuell und frei entfalten kann. Arbeitnehmer, die in Firmen angestellt sind, die dem Diversity Concept folgen, gelten allgemein als glücklicher und arbeiten effektiver, weil sie sich nicht verstellen müssen. Zusätzlich haben Studien gezeigt, dass LGBT beim Kauf von Produkten oder Inanspruchnahme von Services eher zu "gay-friendly" Unternehmen tendieren, selbst wenn dies höhere Kosten bedeutet.

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Die USA sind weltweit Vorreiter

Viele Lesben und Schwule suchen nach neuen beruflichen Herausforderungen im Ausland und bewerben sich besonders bei toleranten Firmen. Städte, die weltweit besonders offen mit Menschen jeder sexuellen Ausrichtung umgehen, sind das US-amerikanische San Francisco sowie die Weltstadt Sydney und die europäischen Städte Brighton, Amsterdam und Berlin.

Aus unternehmerischer Sicht erhält man vor allem im kalifornischen Silicon Valley und in der Startup-Szene von Berlin die größte Unterstützung. Weiterhin zählen Seattle, New York City, Chicago, Rio de Janeiro, Puerto Vallerta, Monteria, Melbourne, Tel Aviv, Paris, London und Kopenhagen zu den aufgeschlossensten Städten weltweit.

Doch wie kann man davon ausgehen, dass ein Unternehmen liberal ist? Eine Recherche in Sozialen Netzwerken, auf der Firmenseite und weiteren Informationsquellen hilft enorm, die Einstellung der Firma gegenüber LGBT herauszulesen. Besonders größere Firmen deklarieren Diversity in ihrer Unternehmensphilosophie.

Einer der wichtigsten IT- und High-Tech-Industriestandorte, das Silicon Valley, hat sich einen guten Ruf verdient. Durch die Nähe zum toleranten San Francisco haben sich dort viele Firmen angesiedelt, die eine weltoffene Ansicht vertreten.

Der große Tech-Konzern Apple präsentiert sich mit seinem homosexuellen CEO Tim Cook als Unterstützer der Gay-Bewegung. Er war einer der ersten TopäManager, die ihre Homosexualität in der Öffentlichkeit bestätigt haben. Weiterhin hat er im Juni 2015, eine Woche nachdem der US-amerikanische Supreme Court die gleichgeschlechtliche Ehe in allen Bundesstaaten für zulässig erklärte, 8.000 Apple-Angestellte in San Franciscos Gay-Pride-Parade angeführt.

Mitarbeiter der Suchmaschine Google taten es ihm gleich. Zusätzlich wird jedes Jahr in der Pride-Saison aus der typischen Suchzeile ein Regenbogen, wenn man einen LGBt-verwandten Begriff eingibt.

Europa holt immer mehr auf

Neben den USA gilt Europa als der toleranteste Kontinent. Die Niederlande haben 2001 als erstes Land der Welt nicht nur die Ehe geöffnet, auch viele Unternehmen setzen auf Diversity und engagieren sich etwa beim jährlichen Canal Pride in Amsterdam. Das holländische Unternehmen Travelbird hat dieses Jahr etwa mit einem eigenem Boot für seine Mitarbeiter teilgenommen. Unter dem Motto "Be free as a bird" wurde dies passend zum Firmentitel im Stil eines Vogels geschmückt.

Zu den größeren Unternehmen in Europa, die tolerant sind, zählt zum Beispiel der weltweit operierende Automobil- und Motorradhersteller BMW. Dieser hat seit 2013 ein Netzwerk für schwule und lesbische Mitarbeiter eingerichtet. Hugo Boss, einer der Weltmarktführer im Premium- und Luxussegment der Bekleidungsindustrie, macht sich für die Grundrechte ihrer Mitarbeiter stark.

Berlin steht zusammen mit London nach wie vor an der Spitze der Startup-Szene.
Mit dem Thema Toleranz geht die deutsche Hauptstadt mittlerweile genauso vorbildlich um wie Amsterdam. In der deutschen Hauptstadt findet seit einigen Jahren die queere Karrieremesse "Sticks & Stones" statt, die immer mehr Aussteller und Besucher anlockt. Alle Unternehmen, die an der Messe teilnehmen, sind grundsätzlich als Arbeitgeber empfehlenswert.

Besonders sticht hierbei das Spielesoftware-Unternehmen Wooga heraus. Mit knapp 250 Mitarbeitern und mehr als 40 verschiedenen Nationalitäten versucht es, eine offene, kreative und inspirierende Arbeitsatmosphäre zu schaffen, um jede mögliche Zielgruppe ihrer mobilen Spiele zu erreichen.

Darüber hinaus gibt es jährliche Rankings unabhängiger Institute. So zeichnete das Projekt "Pride 175" im Januar 24 deutsche Unternehmen mit einem Diversity-Siegel aus (queer.de berichtete). Auf internationaler Ebene wurde die amerikanische Technologiefirma IBM von der "Workplace Pride Foundation" in diesem Jahr erneut als bester Arbeitgeber für LGBT ausgezeichnet (queer.de berichtete). (cw)

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Tags: diversity concept, vielfalt, diversity management, apple
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