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  • 09.12.2015, 09:20h           10      Teilen:   |

Großbritannien

Polizei ermittelt gegen Tyson Fury wegen homophober Äußerungen

Artikelbild
Tyson Fury will sich für seine homophoben Äußerungen nicht entschuldigen

Nun beschäftigt sich auch die Polizei mit dem englischen Boxer. Unterdessen wird der Druck auf die BBC größer, die Nominierung Furys als "Sportler des Jahres" zurückzunehmen.

Die Polizei der Region Manchester hat wegen des Vorwurfs homophober Äußerungen Ermittlungen gegen Boxweltmeister Tyson Fury aufgenommen. Das bestätigte eine Polizeisprecherin gegenüber der BBC. Demnach war Fury am Dienstag von einem Bürger angezeigt worden. "Wir nehmen jede Beschuldigung wegen eines Hassverbrechens extrem ernst", sagte die Sprecherin.

Fury hatte in den letzten Jahren wiederholt mit homophoben Äußerungen für Aufregung gesorgt. Bereits 2013 war er deshalb vom britischen Boxverband mit einer Geldstrafe belegt worden. Kurz vor seinem überraschenden Sieg gegen Wladimir Klitschko am 28. November in Düsseldorf hatte er in einem Interview Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt und bedauert, dass gleichgeschlechtlicher Sex legalisiert worden ist. Daraufhin hatte ihm u.a. ein Labour-Politiker vorgeworfen, dass solche Äußerungen homosexuelle Jugendliche in den Selbstmord treiben (queer.de berichtete).

Fortsetzung nach Anzeige


BBC hält an Nominierung fest

Kritik gab es nach den Äußerungen auch an der BBC, die Fury vergangene Woche in die Nominiertenliste für die Sport-Persönlichkeit des Jahres aufgenommen hatte. Tausende Briten haben deshalb inzwischen eine Online-Petition unterschrieben, in der sie den öffentlich-rechtlichen Sender auffordern, Fury von der Liste zu streichen. Erst am Wochenende bezeichnete der Boxer die Menschen, die sich dieser Petition angeschlossen hatten, als "50.000 Wichser" (queer.de berichtete). Inzwischen haben mehr als 120.000 Menschen unterzeichnet.

Der Intendant der BBC muss sich nächste Woche im Parlamentsausschuss für Kultur, Medien und Sport für die Nominierung rechtfertigen. Ausschussmitglied John Nicolson von der schottischen Partei SNP kritisierte in einem Offenen Brief die BBC scharf: "Mit der Nominierung von Herrn Fury unterstützt die BBC seine Ansicht, dass er ein Vorbild ist", so Nicolson. "Es wäre wohl undenkbar, dass die BBC ihn nominiert hätte, wenn er rassistische, islamophobe oder antisemitische Ansichten zum Ausdruck gebracht hätte." Bislang verweist der Sender aber darauf, dass Fury wegen seiner sportlichen Leistungen nominiert worden sei.

Inzwischen gehen auch andere Boxer auf Distanz zu Fury. So erklärte David Haye, der ehemalige Weltmeister im Cruisergewicht, gegenüber dem "Guardian": "Ich dachte, ich wäre der kontroverse Bad Boy. Aber Fury muss aufhören, solchen Blödsinn zu erzählen." Er mache sich Sorgen, dass der Boxsport deshalb an Ansehen verliere.

Auch in der BBC sind manche unglücklich über die Nominierung: So bezeichnete der Journalist Clive Myrie in einer von ihm moderierten Presseschau im britischen Nachrichtenkanal des Senders den Boxer als "Dickhead", was in England als recht scharfes Schimpfwort gilt. Dafür entschuldigte sich die BBC später: "Wir bitten um Verzeihung, falls Zuschauer vom dem Ausdruck, die Clive Myrie während einer Diskussionssendung genutzt hat, gekränkt worden sind." (dk)

 Update  17.40h: Weitere Entwicklungen

Fury ist am Mittwoch von einer weiteren Preisverleihung, den von der Sports Journalists' Association veranstalteten British Sports Awards, ausgeladen worden. Grund sind angebliche Drohungen gegen einen Journalisten.

Die International Boxing Federation (IBF) entzog ihm sogleich einen seiner drei Weltmeister-Titel, da sich Fury weigere, als nächstes zur Pflichtverteidigung gegen den an Nummer eins geführten Ukrainer Wjatscheslaw Glaskow anzutreten. Stattdessen plane der Schwergewichts-Profi einen profitablen Rückkampf gegen Klitschko.

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Tags: tyson fury, bbc
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Reaktionen zu "Polizei ermittelt gegen Tyson Fury wegen homophober Äußerungen"


 10 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
09.12.2015
10:20:57


(+9, 9 Votes)

Von Robin


Wenn die BBC daran festhält, einen frauenfeindlichen Sexisten für den Frauen "nur zum Putzen und Vögeln" (Zitat) da sind und einen erklärten Homohasser zum "Sportler des Jahres" zu erklären, machen sie sich komplett unglaubwürdig.

Für einen Senderverbund, der gerade erst die Pädophilieskandale eigener Moderatoren aufgearbeitet hat, skandalös...


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#2
09.12.2015
10:45:47


(+7, 7 Votes)

Von Farbenspiel


Dem Typen muß das Handwerk gelegt werden und ich bin überzeugt, daß auf change.org die Zahl der Unterzeichner in den nächsten Minuten drastisch ansteigen wird.

Es ist ungeheuerlich, daß die BBC weiterhin an der Nominierung festhält. Deshalb wird es Zeit, daß die Petition so schnell wie möglich an die BBC gereicht wird und der Druck massiv erhöht wird, endlich die unsägliche Nominierung zurückzunehmen.


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#3
09.12.2015
11:26:04


(+9, 9 Votes)

Von Carsten AC


Hoffentlich wird diesem selbstverliebten Großkotz endlich mal aufgezeigt, dass er nicht ungehindert gegen andere hetzen kann.


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#4
09.12.2015
11:42:35
Via Handy


(+4, 4 Votes)

Von Lawrence


"So bezeichnete der Journalist Clive Myrie in einer von ihm moderierten Presseschau im britischen Nachrich­tenkanal des Senders den Boxer(Anmerkung:also Fury und da stimme ich Clive Myrie zu, nach dem was man von Fury die letzten Tage las) als "Dickhead"(übersetze ich als Dickschädel), was in England als recht scharfes Schimpfwort gilt. Dafür entschuldigte sich die BBC später: "Wir bitten um Verzeihung, falls Zuschauer vom dem Ausdruck, die Clive Myrie während einer Diskus­si­ons­sendung genutzt hat, gekränkt worden sind.""

Auf wessen Seite steht die BBC??!


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#5
09.12.2015
11:52:06
Via Handy


(+2, 2 Votes)

Von Lawrence


Dickhead: "a stupid, irritating, or ridiculous person, particularly a man."

lt Google-Übersetzer


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#6
09.12.2015
13:20:15
Via Handy


(+5, 5 Votes)

Von Marc


Aufschlussreich, dass die BBC sich für Myries Äußerung entschuldigt - und das boxende Matschhirn gleichzeitig trotz DESSEN Äußerungen nominiert... Damit dürfte wohl klar sein,"auf wessen Seite" der Sender steht. Beschämend!


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#7
09.12.2015
15:04:11


(+7, 7 Votes)

Von Ralf


Ein ähnlicher Vorgang wie mit Xavier Naidoo und dem NDR in Deutschland. Es kann nicht sein, dass solche Typen nominiert werden, weil man isoliert ihre sportliche oder künstlerische Leistung gewichtet. Da muss auch die charakterliche Eignung eine wichtige Rolle spielen.


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#8
09.12.2015
16:38:27


(+1, 3 Votes)

Von ursus


wenn ich das richtig verstehe, wurde fury nun von der SJA-preisverleihung ausgeladen, bleibt aber absurderweise für den preis nominiert.

>"Heavyweight champ Tyson Fury has had his invitation to attend the Sports Personality of the Year awards revoked but not over comments he made about gay people.

The boxing stars invite was not revoked due to those comments, but over threats he allegedly made to a sports writer.

Fury will not attend the event in London on 17 December, hosted by the Sports Journalists Association but he remains nominated for the award.

A spokesman for the SJA said: 'We are aware of threats made by Tyson Fury against one of our members, and therefore feel that it would be incompatible with the nature of our event, or the interests of our members, our other guests and our sponsors, for us to continue to extend a welcome to Tyson Fury to our awards next week.'"

Link zu www.pinknews.co.uk

ein ukip-politiker verteidigt derweil furys paranoiden religionswahn: es gebe viele menschen, die dächten, die eheöffnung leite die apokalypse ein, und das sei unbedingt zu respektieren.

Link zu www.pinknews.co.uk


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#9
09.12.2015
21:00:54


(+3, 3 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


So, jetzt ist nicht nur der NDR in ein fettes Fettnäpchen getreten.
Haben die null Ahnung von Sozialkompetenz?, oder ist es denen alles egal?
Normalerweise müßten die, die für sowas verantwortung tragen den hut nehmen, sollche Leute sind nicht tragbar in Medienunternehmen.


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#10
10.12.2015
23:31:03


(+1, 3 Votes)

Von PinkPurpleBlue
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Oh Mann...
Ich war ja noch nie ein gesonderter Klischtko Fan, aber hoffentlich poliert diesem Arschloch im Rückampf so sehr die Fresse dass da irgendwas dauerhaft bei knackt.


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