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  • 10.12.2015, 11:24h           126      Teilen:   |

Interview mit "Christ & Welt"

Bischof Oster: Homosexualität ist nicht angeboren

Artikelbild
Stefan Oster, Jahrgang 1965, wurde 2014 von Papst Franziskus zum Bischof von Passau ernannt (Bild: pbp)

Lesben und Schwule haben eine "ungereifte" Sexualität, die nicht ausgelebt werden darf, meint der katholische Bischof von Passau.

Der katholische Passauer Bischof Stefan Oster bezweifelt, dass Homosexualität angeboren ist. Dies sei "keine gesicherte naturwissenschaftliche Erkenntnis", meinte Oster in einem Streitgespräch mit dem Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Stefan Vesper, das am Donnerstag in der "Zeit"-Beilage "Christ & Welt" veröffentlicht wurde.

"Wir alle sind von Gott gewollt und geliebt, aber niemand von uns ist genau so von Gott erdacht, wie er sich vorfindet", sagte der Bischof. "Auch unsere Sexualität wird, entsteht, reift, verändert sich, bei jedem! Daher ist Sexualität immer auch bleibend ein Lern- und Reifungsfeld für jeden von uns."

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Bischof vergleicht Homosexualität mit Pädophilie

Stefan Oster nannte ein Beispiel für seine These: "Wenn ich mir den ganzen Tag Pornos reinziehe, dann verwahrlost meine Sexualität. Wenn ich versuche, Treue zu leben, dann reift meine Sexualität als Liebesfähigkeit." Auf diese Weise entstünden auch homosexuelle Orientierungen: "Wir können die ganzen Lebensumstände eines Menschen, die psychosoziale Dimension nicht rauslassen", erklärte der Passauer Bischof.

Oster räumte auf einen Einwand Vespers zwar ein, dass Homosexualität eine Orientierung sei, die sich "in der Regel" niemand aussuche. Er fragte jedoch rhetorisch: "Aber folgt daraus schon die Norm, das Muss, dass sie 'gelebt werden darf'?" Diese Frage könne sich auch im Zusammenhang mit Pädophilie stellen. "Ich will das auf keinen Fall alles als gleichwertig oder vergleichbar in einen Topf werfen, aber es gibt Menschen, die sich auch in diesen Orientierungen finden. Was sagt man denen?"

Aus der bloßen Existenz von Lesben und Schwulen dürfe man nicht "eine Art Recht auf verantwortete sexuelle Betätigung" ableiten, warnte der Bischof. Sexualität habe nun mal ihren "genuinen Ort in der Ehe zwischen Mann und Frau". Die Sexuallehre der katholischen Kirche sei "wuchtig", räumte Stefan Oster ein. "Wenn aber die Begegnung mit Jesus selbst lebensverändernde Qualität hat, dann ist diese Erfahrung so tiefgreifend, dass sie mir hilft, meine Sexualität gemäß dem Willen Gottes zu leben. Das heißt: entweder Sex nur in der Ehe oder gar kein Sex."

Bereits im Sommer hatte sich der Passauer Bischof strikt gegen jedwede Anerkennung homosexueller Partnerschaften ausgesprochen. Das Argument, dass auch Lesben und Schwule Werte wie Treue und Verlässlichkeit lebten, wies er mit dem Hinweis zurück, dass dies auch "in einer Gangsterbande" der Fall sei (queer.de berichtete). (cw)

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Tags: stefan oster, katholische kirche
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Reaktionen zu "Bischof Oster: Homosexualität ist nicht angeboren"


 126 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
10.12.2015
11:35:03


(+6, 10 Votes)

Von TTNN


Dieser Typ ist ein Vollidiot, aber es wurde nun mal noch kein "Schwulen-Gen" gefunden. Wir wissen nicht genau, woher Homosexualität kommt. Nur, dass es sich natürlich niemand aussucht.


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#2
10.12.2015
11:39:28


(+12, 14 Votes)

Von Wolfgang_Aut


Alles Blablabla.........

Arschloch


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#3
10.12.2015
11:43:46


(+9, 15 Votes)

Von Adam


Falsch das ist sie aber Religion ist nicht Angeboren


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#4
10.12.2015
11:47:06


(+17, 17 Votes)

Von JarJar
Aus Kiel (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 30.10.2015


Er hat vollkommen Recht! Homosexualität kann nicht angeboren sein.
So toll wie es ist MUSS es ein Gottesgeschenk sein!


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#5
10.12.2015
11:48:18


(+12, 14 Votes)

Von Shinkaishi
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ich liebe es wenn Leute wie dieser Mann sich tatsächliche Fakten und Halbwahrheiten herauspicken und sie dann mit ein paar günstigen aber haltlosen Vergleichen spicken...

Es erinnert mich an die Debatte wenn es um Homosexualität im tierreich geht:

"Homosexualität ist wider die Natur, darum ist sie schlecht und sündhaft!"
"Tausende von Tierarten außer der menschlichen praktizieren Homosexualität."
"Ja, aber doch nur unter Gefangenschaftsbedingungen, das ist dann ja nicht natürlich!"
"Dieses Verhalten wurde auch vielfach in der freien Natur beobachtet."
"Aber du kannst doch nicht etwas moralisch rechtfertigen nur weil Tiere es machen!"

Ja, wir haben keine abschließende Gewissheit wie genau Homosexualität entsteht, auch wenn wir inzwischen viele Faktoren und Korrelationen ausmachen können, ja, für viele Paraphilien gilt wahrscheinlich ähnliches und kaum jemand trifft die Wahl seiner sexuellen Vorlieben als bewussten Willensakt.

Aber wie lange dauert es bis Leute dieser Art endlich es aufgeben, ihre willkürlichen Werturteile irgendwie mit einem Anschein des Faktischen untermauern zu wollen?

Die einzige Basis die sie für ihre Ablehnung haben ist ihr eigener Konsens, das es angeblich schlecht oder sündhaft sei.

Nur sind sie mit ihren Thesen eben schon bei den meisten Menschen in der Bredouille.
Die wenigsten Menschen reduzieren ihre Sexualität rein auf den Zweck der Fortpflanzung, dies genau wäre nämlich, wie man mit Fug und Recht sagen kann, wider ihre Natur!

Wenn dies den Herren Kirchenoberen nicht passt, bitte, sie können gerne der Meinung sein, dass alles körperliche schlecht ist, das haben vor ihnen schon viele andere Ideologien / Religionen getan.
Wenn sollten sie jedoch die Ehrlichkeit haben dass allen ihren Gläubigen und auch allen anderen offen ins Gesicht zu sagen und sich damit abfinden, dass die meisten Menschen wohl nur den Kopf schütteln werden.

Was sie jedoch tun ist das Schüren von Schuldgefühlen (da ja kaum ein Gläubiger den strengen Sexualmoralstandards genügen wird) beim gleichzeitigen Aufzeigen eines "Sündenbocks", Homosexuelle als eine Personifikation all dessen, wovon der Gläubige doch weiß, dass er insgeheim das selbe tut (nämlich Sexualität zur eigenen Befriedigung ausleben).

...ist es nicht wunderbar, wie man Menschen manipulieren kann?


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#6
10.12.2015
11:57:30


(+11, 15 Votes)

Von Fredinbkk
Aus Bangkok (Thailand)
Mitglied seit 08.01.2015


......ich koennte platzen vor Zorn ...

Preis-Frage :

wie bezeichnet man eigendlich die Hoden von Bischof Oster??

OSTER-EIER

..verlogene,bigote ,onanierende Tempelhusche...

ich koente kotzen...bei so einem Widerling


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#7
10.12.2015
12:09:57
Via Handy


(+10, 12 Votes)

Von Ggggasti


Schon wieder so ein Auskenner...


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#8
10.12.2015
12:14:53


(+10, 12 Votes)

Von Sven


Seiner Argumentation folgend ist auch Heterosexualität und Bisexualität nicht angeboren oder habe ich da was falsch verstanden?

Nur die Religion hat festgelegt was Norm ist und was nicht? Ist das dann nicht wieder ein Beispiel wie schädlich Religion doch ist?


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#9
10.12.2015
12:15:41


(-14, 20 Votes)

Von Johannes45


Diesen Sommer hat sich das Zentralkomitee der deutschen Katholiken einstimmig für öffentliche Segnungsgottesdienste ausgeprochen.

Gleiches forderten bereits das Theologenprofessorenmemorandum 2011 "Kirche 2011: Notwendige Reformen".

Ebenso forderte nunmehr aktuell der Bund der deutschen katholischen Jugend (BdJK) Reformen beim Umgang mit homosexuellen Paaren.

Papst Franziskus erkllärte bereits letztes Jahr zum Thema Homosexualität öffentlich: "Wer bin ich mir darüber ein Urteil anzumaßen".

Verschiedene liberalere römisch-katholische Bischöfe wie Ackermann in Trier oder Bode in Osnabrück oder auch im Ausland wie beispielsweise Gretch in Malta fordern Reformen und laden homosexuelle Paare und Ihre Familie in die römisch-katholische Kirche ein.

ABER es gibt immer noch genügend Hardliner in den Reihen des römisch-katholischen Klerus wie Voderholzer in Regensburg, Müller als Präfekten der Glaubenskongregation, Ex-Papst Ratzinger oder auch den Stefan Oster in Passau, die die "REINE LEHRE" vertreten wollen, dass Sex nur in der Ehe erlaubt sei", und alle heterosexuellen Singles und unverheirateten Paare sowie alle homosexuellen Menschen daher sexuell enthaltsam zu leben hätten.

Wie realitätsfremd diese Forderung von Stefan Oster ist, steht ausser Zweifel, wenn man sich die Zusammensetzung unserer Gesellschaft anschaut.

----------

Aber eines sei auch noch angemerkt: ich halte es durchaus für möglich, dass auch Stefan Oster schwul ist. Nur hat er seine eigene sexuelle Orientierung nie angenommen und begriffen, wer er ist.


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#10
10.12.2015
12:21:09


(+16, 16 Votes)

Von FIETE
Aus Eschenburg (Hessen)
Mitglied seit 22.12.2012


Na,...so was....wo her weis denn ,,Eure Eminenz ..vom Kath. Zölibatären ..Soutanenträger Verein , was einem bei übermässigem Pornokonsum,... so alles widerfahren kann ?

Dank einer Göttliche Eingebung

hat's der biedere Kirchenmann..... mangels junger Ministranten,... schon selbst ausprobiert !
Ergebnis: ,, Total verwahrloste Sexualität ....verbunden mit wund gerubbeltem Schwanz....und anderen schmerzhaften Begleiterscheinungen !''
Und... Teufel auch...obendrein auch noch diese ....sackerment..
3mal vermaledeite....verruchte Homosexualität bekommmen....!

Da muss man doch dagegen wettern, wäre ja nicht aus zu denken , in Treue und Verlässlichkeit ..in Ehe lebende Schwule , die dann auch noch fi....n... wie die Karnickel !
Wie doch jeder weis , ist doch Sex in dem Gott gewollten Sakrament ... der EHE ..von Mann u. Fau... nur zum Kinder machen da !!!


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