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Der Rechtsanwalt Ansgar Dittmar aus Langen ist seit 2008 Bundesvorsitzender der Schwusos, der heutigen "Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD"

Ansgar Dittmar, der langjährige Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD, ist beim Bundesparteitag am Freitag in Berlin nicht wie gewünscht zum Beisitzer gewählt worden.

Für die 25 Beisitzer-Posten zum Bundesvorstand gab es insgesamt 30 Bewerber. 18 wurden bereits im ersten Wahlgang gewählt, Dittmar erhielt allerdings nur 147 Stimmen von 591 Delegierten mit gültig abgegebenen Wahlzetteln. Zum zweiten Wahlgang trat er nicht mehr an.

"Ihr Lieben, wie das bei Wahlen so ist, wenn mehr Kandidaten als Plätze vorhanden sind – es hat leider nicht geklappt", schrieb Dittmar auf Facebook. "Wir haben gekämpft – aber so läuft es in der Demokratie. Vielen Dank für eure Unterstützung!"

Der 44 Jahre alte Rechtsanwalt und Vorsitzende des AWO-Kreisverbands Frankfurt führt die Schwusos seit sieben Jahren. Seit 2009 hat die heutige Arbeitsgemeinschaft zwar eine beratende Stimme im 35-köpfigen Parteivorstand der Sozialdemokraten, sie sei jedoch "nicht immer eingeladen" worden, wie Dittmar gegenüber queer.de erklärte.

Jan Stöß in Vorstand gewählt

Wieder als Beisitzer in den Vorstand wurde hingegen Jan Stöß gewählt. Der offen schwule Berliner Landesvorsitzende erzielte am Freitag abend im zweiten Wahlgang 375 Stimmen von 571 gültig abstimmenden Delegierten.

Auf der Tagesordnung des SPD-Bundesparteitags, der bis zum Samstag andauert, steht auch ein gemeinsamer Antrag von Schwusos, Jusos und der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) zur Ehe für alle, der eine freie Abstimmung im Bundestag fordert. Die Antragskommission will diesen Appell jedoch streichen (queer.de berichtete). (cw)



#1 stephan
  • 11.12.2015, 19:55h
  • Das passt ins Bild, das ich von der SPD habe: LGBTI-Themen werden bestenfalls im Wahlkampf hochgehalten ... fürs Stimmvieh, aber wirklich wichtig sind sie der SPD nicht und auch die Repräsentanz von Minderheiten ist für die SPD unwichtig!

    August Bebel der 1898 im Reichstag den Antrag stellte den §175 StGB zu streichen kotzt wahrscheinlich im Jenseits vor Ärger und Erregung über den Sauhaufen!

    Seit ich mein Parteibuch abgegeben habe, fühl ich mich richtig gut und frei und ... sowas muss ich jetzt nicht mehr erklären und mit gespaltener Zunge zurechtbiegen!

    "100% Gleichstellung! - Nur mit uns!" ... Ich warte immer noch, dass einer der gut dotierten Herrschaften in den Ministerien oder im Bundestag endlich den Ar*** hochbekommt und der alten Tante SPD erklärt, was es heißt, Wort zu halten und andererseits was es bedeutet, als Lügner, Heuchler und Opportunist verschrieen zu sein!
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#2 Dont_talk_aboutProfil
#3 SebiAnonym
  • 12.12.2015, 09:18h
  • War doch klar.

    Die Schwusos meinen vielleicht, sie seien akzeptierter Bestandteil der SPD, aber in Wirklichkeit sieht die SPD in Schwulen und Lesben nur eines: "nützliche Idioten", die einem Stimmen geben, weil sie denken, die SPD sei homofreundlich, und die man nach Strich und Faden verarschen kann.
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#4 stephan
  • 12.12.2015, 11:00h
  • Antwort auf #3 von Sebi
  • So sehe ich es mittlerweile auch Sebi! die Schwusos sind auch in der SPD noch die Schmuddeltruppe, denn anders ist es nicht zu erklären, mit welcher Entschiedenheit das Versprechen "100% GLEICHSTELLUNG - NUR MIT UNS!" in den Koalitionsverhandlungen fallen gelassen wurde! ... "Geht mit der Union nicht! ... Dann kann man nichts machen, aber wir haben uns doch so bemüht!' war sinngemäß die Antwort, die ich von Manuela Schwesig, Thomas Oppermann und Hannelore Kraft erhalten habe. Siggimops hat natürlich erst gar nicht geantwortet, weil er um sein unmoralisches Spiel wusste und sich nicht mit Kritik auseinandersetzen wollte!
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#5 goddamn liberalAnonym
  • 12.12.2015, 11:36h
  • Antwort auf #2 von Dont_talk_about
  • Was hast Du denn so vorzuweisen?

    Der Mann ist Rechtsanwalt, hat also zwei Staatsexamen, und in einem leitendem Posten bei der Arbeiterwohlfahrt. Also im Milieu der Arbeiterbewegung eigentlich breit aufgestellt.

    Umso größer die Schande der SPD, dass sie ihn nicht in den Vorstand gewählt hat.

    Eine weitere Peinlichkeit für eine alte demokratische Partei, die es einfach nicht schafft, in Deutschland den normalen Rechtsstandard alter westlicher Demokratien (USA, Kanada, GB, Frankreich, Benelux etc.) für eine Opfergruppe des deutschen Faschismus durchzusetzen.
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#6 AEMR1948Anonym