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Das Projekt geht auf eine Initiative von Queer Nations zurück

  • 11. Dezember 2015, 20:05h, noch kein Kommentar

Über 70 Jahre nach Zerstörung des Instituts für Sexualwissenschaft von Magnus Hirschfeld durch die Nazis soll Berlin wieder ein großes Zentrum bekommen, das für queere Forschung, Bildung und Kultur steht.

Das Elberskirchen-Hirschfeld-Haus (E2H), bereits vor Jahren von der Initiative "Queer Nations" angeregt, soll in Berlin-Mitte errichtet werden und unter anderem das Schwule Museum*, das Spinnboden Lesbenarchiv & Bibliothek e.V., die Forschungsstelle Archiv für Sexualwissenschaften der HU Berlin und die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft unter einem Dach vereinigen.

In dem am Donnerstag vom Berliner Abgeordnetenhaus beschlossenen Doppelhaushalt sind für die nächsten zwei Jahre Mittel vorgesehen, mit denen Vorarbeiten und eine Machbarkeitsstudie finanziert werden sollen. 2018 oder 2019 sollen konkrete Pläne vorgestellt werden, spätestens 2024 soll die Errichtung erfolgen, so die Abgeordneten Tom Schreiber (SPD) und Stefan Evers (CDU) am Freitag bei einer Pressekonferenz.

Das "Haus der queeren Archive, der Wissenschaften und der Ausstellungen" soll auf einem der Stadt oder dem Bund gehörenden Grundstück entstehen. Die beteiligten Projekten können dann Geld sparen, weil sie bislang Miete zahlen müssen.

Das von allen Fraktionen unterstützte Projekt habe eine "queere Leuchtturmfunktion" und sei bundesweit in der Form einmalig, so Schreiber und Evers. "Im Mai 2018 ist Magnus Hirschfelds 150. Geburtstag zu feiern, 2019 liegt die Gründung des Instituts für Sexualwissenschaft 100 Jahre zurück. Die aus diesen Anlässen ohnehin stattfindenden Gedenkveranstaltungen würden durch die E2H-Gründung eine würdige Ergänzung durch das Land Berlin finden." (cw)