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Debatte um Anerkennung von Homo-Paaren

Griechischer Bischof: Homosexuelle "sind keine Menschen"


Bischof Ambrosios will keine Homo-Paare in der Gesellschaft akzeptieren

Die griechische Regierung will die Verpartnerung von Homo-Paaren zulassen. Das führt zu Streit innerhalb der Koalitionsregierung und zu scharfen Reaktionen von der Kirche.

Am 22. Dezember soll das griechische Parlament über die Öffnung des Instituts der Lebenspartnerschaft für Schwule und Lesben debattieren. Diese "Ehe Light" mit eingeschränkten Rechten gibt es zwar bereits seit 2008, allerdings ausschließlich für heterosexuelle Paare. Die Regierung muss handeln: Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof hatte im November 2013 den Ausschluss von Schwulen und Lesben aus diesem Rechtsinstitut als verbotene Diskriminierung gewertet (queer.de berichtete).

Über die rechtliche Anerkennung von Homo-Paaren gibt es bereits seit Jahren scharfe Diskussionen in Griechenland. Zwar unterstützt die linke Partei Syriza von Ministerpräsident Alexis Tsipras die Teil-Gleichbehandlung; Syriza befindet sich allerdings in einer Koalitionsregierung mit der rechtspopulistischen Partei Unabhängige Griechen (Anel), die immer wieder gegen Schwule und Lesben polemisiert. Anel-Politiker haben bereits angekündigt, gegen den Gesetzentwurf zu stimmen. Syriza ist damit auf Stimmen aus der Opposition angewiesen.

Orthodoxe Kirche gegen Anerkennung von Homo-Paaren

Noch schärfere Ablehnung kommt von der griechisch-orthodoxen Kirche. Sie hat bereits auf einer Synode erklärt, dass alternative Familienformen einen Angriff auf die christliche Familie darstellten und daher immer abgelehnt werden müssten.

Die schärfste Reaktion der letzten Tage kam von Bischof Ambrosios von Kalavryta, der nach der Ankündigung über die Parlamentsdebatte zur Öffnung der Lebenspartnerschaft in seinem Blog eine Tirade gegen Homosexuelle startete: "Wann und wo auch immer Sie diese Leute treffen: Spucken Sie auf sie!", schrieb der Gottesmann. Man solle Schwule und Lesben als "Launen der Natur" verurteilen, so Ambrosios weiter, denn Homosexuelle "sind keine Menschen". Außerdem beschimpfte Ambrosios Abgeordnete, die dem Gesetzentwurf zustimmen wollen.

In Griechenland sind mehr als 95 Prozent der Bevölkerung orthodoxe Christen. Laut einer von der Europäischen Kommission beauftragten Umfrage aus diesem Jahr sprechen sich nur 31 Prozent der Bevölkerung für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht aus – in Deutschland sind es 66 Prozent. (dk)



#1 JadugharProfil
  • 14.12.2015, 17:49hHamburg
  • Geistliche sind unmenschlich und völlig gegen die Natur gerichtet. So widernatürlich, daß man an deren Verstand zweifeln muß. Wer so ein abweichendes Verhalten hat, benötigt dringend eine psychologische Behandlung. Homosexuelle u.a. sind nicht widernatürlich, da Sexualität eine natürliche Sache ist. Die von den Geistlichen hochgelobte Keuschheit und sexuelle Unterdrückung ist widernatürlich!
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#2 HonestAbeProfil
  • 14.12.2015, 17:58hBonn
  • Was für ein kranker Faschist! Leute wie der richten die Welt zugrunde, wenn man sie lässt. Dummerweise ist sogar der ein Mensch. Die Bandbreite dessen, wozu Menschen im Stande sind, ist einfach atemberaubend. Von wundervollen, altruistischen Wesen bis hin zu einer solch hasserfüllten Abscheulichkeit, die nichts will außer die Vernichtung anderer Menschen, indem sie ihnen die Menschlichkeit abspricht. Ein Trick den die Nazis einst perfektionierten und in deren Fußstapfen Leute wie dieser Bischof nun ungeniert wandeln. Gleichzeitig hält er sich selbst für die höchste moralische Instanz auf Erden. Einfach WAHNSINN!
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#3 goddamn liberalAnonym
  • 14.12.2015, 18:27h
  • Das ist nicht nur unmenschlich, es zeigt auch den dramatischen kulturellen Niedergang Griechenlands seit der Antike.

    Fast sämtliche Götter der griechischen Mythologie hatten männliche Liebhaber.

    Aber das wird dieser völlig kulturlose Wüterich, der nach der Götterspeise benannt ist, wahrscheinlich gar nicht wissen.

    Nebenbei: Weshalbdie 'linke' Syriza statt mit den im Parlament existierenden Linksparteien ausgerechnet mit der faschistoiden Reeder-Partei Anel koaliert, wissen wahrscheinlich auch nur die Götter...
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#4 GerritAnonym
  • 14.12.2015, 19:39h
  • Die Religions-Faschisten werden niemals Demokratie und die damit verbundenen Grundrechte akzeptieren.

    Weil es ihren Allmachts-Anspruch und damit ihr Geschäftsmodell gefährdet.
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#5 ThorbenAnonym
  • 14.12.2015, 20:15h
  • "Wann und wo auch immer Sie diese Leute treffen: Spucken Sie auf sie!"

    Welche Leichen hat der wohl im Keller, von denen er ablenken will?!

    Aber schön, dass die Religioten endlich ihre Maske fallen lassen und ihre wahre, braune Gesinnung zeigen.
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#6 LucaAnonym
  • 14.12.2015, 20:39h

  • "Griechischer Bischof: Homosexuelle sind keine Menschen"

    Was Menschlichkeit betrifft, haben wir wohl mehr Kompetenz als dieser vom Hass zerfressene Typ.

    Aber solchen Gestalten sind wir keine Rechtfertigung schuldig. Die EU soll nur endlich dafür sorgen, dass es in allen Mitgliedstaaten eine rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare gibt.
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#7 gastAnonym
  • 14.12.2015, 20:49h
  • Schade, dass Queer.de ständig randständige Äußerungen als Meinung der Kirche veröffentlicht und von den Lesern auch noch so angenommen werden. Es gibt keine größere Liebe als die, die Jesus jedem Menschen zuteil werden lässt, der sie zulässt - eben und gerade auch Homosexuellen. So ist es. Die vielen kirchenfeindlichen Meinungen sind eine einzige Kränkung der Liebe Gottes. Wir alle bedürfen dieser Liebe, für die Gott so viel gegeben hat ...
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#9 TheDad
  • 14.12.2015, 21:14h
  • Antwort auf #7 von gast
  • ""ständig randständige Äußerungen als Meinung der Kirche veröffentlicht""..

    ""Die schärfste Reaktion der letzten Tage kam von Bischof Ambrosios von Kalavryta,""..

    Diese Hetze eines Bischofs ist KEINE "Einzelmeinung", die außerhalb des "kirchlichen kontextes" steht !

    ""Die vielen kirchenfeindlichen Meinungen sind eine einzige Kränkung""..

    Dann halte Deine "Bischöfe" besser unter Kontrolle !
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#10 goddamn liberalAnonym
  • 14.12.2015, 21:24h
  • Antwort auf #7 von gast
  • "randständige Äußerungen als Meinung der Kirche"

    Das ist diesmal keine Sensationsmache.

    Der Bischof ist ein wichtiger Staatsfunktionär, der ebenso wie der homophobe Bischof Rentzing in Sachsen vom Staat sein Gehalt bekommt und dessen Kirche steuerfrei im Geld schwimmt wie bei uns. Riesigen Grundbesitz inklusive.

    Und in Griechenland gibt es wie bei uns keine politisch relevante Kraft, die daran irgendetwas ändern möchte.
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