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Hedwig von Beverfoerde war auf dem Weg in den Gerichtssaal noch guten Mutes (Bild: Johannes Kram)

Die Berliner Schaubühne setzt sich vor Gericht gegen die AfD-Vizechefin Beatrix von Storch und die Organsatorin der "Demo für alle" durch.

Das Landgericht Berlin hat am Dienstagnachmittag die in der vergangenen Woche auf Antrag von Hedwig von Beverfoerde erlassene Einstweilige Verfügung aufgehoben, mit der der Schaubühne untersagt worden war, im Theaterstück "Fear" ein Bild der Organisatorin der "Demo für alle" zu zeigen. Einen ähnlich gerichteten Antrag auf Erlass einer Einstweiligen Verfügung der AfD-Vizechefin Beatrix von Storch hat das Gericht zurückgewiesen.

Die beiden homofeindlichen Aktivistinnen wollten verhindern, dass ihre Fotos bei "Fear" gezeigt werden (queer.de berichtete). In dem Theaterstück von Falk Richter werden die beiden Frauen als Teil einer Reihe von Vertretern rechter Bewegungen dargestellt.

In der mündlichen Verhandlung am Morgen hatte das Gericht deutlich gemacht, dass es keine Verletzung der Menschenwürde der beiden Antragstellerinnen in dem Stück sieht. Die Schaubühne hatte geltend gemacht, dass auch keine Verletzung der Persönlichkeitsrechte in der Bühnenbebilderung zu sehen sei, weil darin die neuen rechten und homophoben Bewegungen künstlerisch "verarbeitet" werden würden. Eine Argumentation von Beverfoerdes, sie sei keine öffentliche Person, brachte ihr auch keinen Erfolg. Das Landgericht hat sich der Auffassung der Schaubühne angeschlossen, unter dem Schutz der Kunstfreiheit gehandelt zu haben. Die schriftliche Urteilsbegründung liegt noch nicht vor; von Beverfoerdes Anwalt Jan Hegemann will sie prüfen, um über eine mögliche Berufung zu entscheiden.

In der Beschreibung des Stückes "Fear" heißt es: "Die untoten Geister von Rassismus und Homophobie beschwören die Performer herauf und setzen sich mit Sprache und Körperlichkeit von Angst, Hass und Gewalt auseinander". Außer von Beverfoerde und von Storch sind auch Gabriele Kuby und Birgit Kelle zu sehen, neben Personen wie Marine Le Pen, Beate Zschäpe oder Geert Wilders.

Von Storch vor Verhandlung siegesgewiss


AfD-Vizechefin Beatrix von Storch

Das Stück hatte Ende Oktober Premiere und soll wieder ab Mitte Januar zu sehen sein. Die AfD-Politikerin von Storch hatte in der letzten Woche erklärt, sie "werde die Klage gewinnen, weil dieses Theater kein Theater ist, sondern schlichte, dumpfe Hetze in bester brauner Manier".

Gleich nach der Premiere hatte es scharfe Reaktionen gegen "Fear" gegeben: So hatte von Beverfoerde kritisiert, dass sie und von Storch "auf verleumderische Weise als rechtsextreme, Hassreden schwingende Zombies dargestellt und 'künstlerisch' zum Abschuss freigegeben" würden. Im Rahmen einer größeren Kampagne wurde das Theater sogar beschuldigt, für die Brandanschläge auf die Autos von Storchs und von Beverfoerdes in Berlin und Magdeburg mitverantwortlich zu sein (queer.de berichtete).

Der Verein "Zivile Koalition" des Ehepaars von Storch hatte vor der Verhandlung öffentlich um Spenden gebeten, um gegen das Theaterstück vorzugehen ("Die weitere Aufführung des Stückes muss eingestellt werden"). AfD-Pressesprecher Christian Lüth war bereits vergangenen Monat des Theaters verwiesen worden, als er einen nicht genehmigten Mitschnitt des Stückes machen wollte (queer.de berichtete). Ein Transkript des Mitschnitts wurde vom Anwalt von Beverfoerdes vor Gericht genutzt. (dk)



#1 AdamAnonym
#2 herve64Profil
  • 15.12.2015, 16:55hMünchen
  • DAS wird man ja wohl noch sagen dürfen, gell, Frau von Beverfoerde und Frau von Storch?
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#3 Klare KanteAnonym
  • 15.12.2015, 17:19h
  • Wie würde Montgomery Burns in dieser Situation sagen: "Ausgezeichnet!"

    Da haben die beiden Schreckschrauben von Storch und von Bevervoerde eine krachende Niederlage eingefahren! Das Landgericht Berlin hat ganz klar für die Schaubühne entschieden und das ist auch gut so!

    Die Schaubühne wurde 1962 gegründet. Da waren Bevervoerde (geboren 1963) und Storch (geboren 1971) noch gar nicht "in Planung"! Hätten besser die Eltern der beiden verhütet, dann wären uns die beiden Schicksen erspart geblieben!
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#4 Venice-89Anonym
  • 15.12.2015, 17:40h
  • Die einzigen die Rechtmäßig gegen dieses Theaterstück vorgehen könnten, wäre der Verband deutscher Zombis (VdZ) oder die International zombie Alliance (IZA) weil sie mit Homophobe & Rassisten in einen Topf geworfen werden !!!

    Das ist extremst beleidigend mit Menschen wie Storch oder Beverfoerde verglichen zu werden, ich würde mir das nicht bieten lassen :)
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#5 panzernashorn
  • 15.12.2015, 18:03h
  • Diese zutiefst gestörten Weibsen mit ihrem menschenverachtenden Gedankengut würden allzu gerne weiter mit zweierlei Maß messen, aber glücklicherweise hat das Landgericht richtig entschieden!

    BRAVO!

    Diese beiden Fratzen hätte ich nach der Urteilsverkündung zu gerne gesehen...........

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#6 panzernashorn
  • 15.12.2015, 18:07h
  • Mich würde ja auch interessieren, woher der Schwulenhass dieser widerlichen Schrappnellen eigentlich kommt; ob ihnen wohl früher schon so manch angedachter potentieller Partner dadurch abhanden gekommen sein könnte..................?!

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#7 olfwobAnonym
  • 15.12.2015, 18:35h
  • Eine Lektion in "Wer austeilt, muss auch einstecken können" wie aus dem Lehrbuch. Merkwürdig, dass "solche" Leute immer überraschend empfindlich sind, wenn es die eigene Person betrifft und zur Abwechslung mal nicht jemanden, dessen Lebensstil nicht ihren Vorstellungen entpricht.
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#8 RobinAnonym
  • 15.12.2015, 19:27h
  • "Hedwig von Beverfoerde war auf dem Weg in den Gerichtssaal noch guten Mutes"

    "Von Storch vor Verhandlung siegesgewiss"

    Gut, dass diese Damen auch mal sehen, dass sie in einer Demokratie auch andere Meinungen akzeptieren müssen.
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#9 Carsten ACAnonym
  • 15.12.2015, 19:29h
  • Sehr gut!

    Alles andere wäre ein Ende für Rede- und Kunstfreiheit gewesen und damit das Ende der Demokratie...
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#10 AranosAnonym
  • 15.12.2015, 19:34h
  • Die schreit doch sonst immer nach "freier Meinungsäußerung"?!?! Was will die Tante eigentlich???
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