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Bill Kennedy: "Ich bin stolz darauf, ein schwuler Mann zu sein" (Bild: Screenshot NBC26)

Er pfeift in der NBA, bei der WM und bei Olympia: Jetzt hat Bill Kennedy erstmals über seine Homosexualität gesprochen. Anlass war eine wüste Beschimpfung durch einen offenbar homophoben Spieler.

Mit Bill Kennedy hat sich einer der profiliertesten Schiedsrichter der nordamerikanischen Basketball-Profiliga als schwul geoutet. "Ich bin stolz darauf, ein NBA-Referee zu sein, und ich bin stolz darauf, ein schwuler Mann zu sein", erklärte Kennedy am Sonntag gegenüber "Yahoo Sports". Er wolle damit jungen Sportlerinnen und Sportlern Mut machen, dass sie sich nicht für ihre Identität schämen.

Der Anlass des Coming-outs: Der 49-Jährige war vor zwei Wochen während eines Spieles von einem Basketballer homophob beschimpft worden. Am 3. Dezember hatte ihn Rajon Rondo von den Sacramento Kings als "motherfucking faggot" (in etwa: Scheiß Schwuchtel) beschimpft, woraufhin er von Kennedy des Platzes verwiesen wurde.

Rondo, der pro Jahr fast zehn Millionen Dollar verdient, hat die Tat zugegeben und war daraufhin für ein Spiel gesperrt worden. Er entschuldigte sich nicht für die Äußerungen, sondern erklärte lediglich, dass er aus "Frustration und Emotion" heraus gehandelt habe. Zum Zeitpunkt der Attacke lag sein Team mit 21 Punkten im Rückstand. Er twitterte, er habe niemanden mit der Aussage beleidigen wollen. Wegen homophoben Ausrastern waren bereits zuvor die Spieler Amar'e Stoudemire, Joakim Noah und Superstar Kobe Bryant mit Geldstrafen belegt worden.

Lob für Kennedys Coming-out

NBA-Chef Adam Silver hat Bill Kennedy nach seinem Coming-out seine volle Unterstützung zugesichert: "Ich unterstütze Bills Entscheidung, sein Leben stolz und offen zu führen, von ganzem Herzen", so Silver. "In seiner 18-jährigen Karriere in der Liga ist Bill wegen seiner Leidenschaft, seinem Engagement und seinem Mut immer ein hervorragender Referee gewesen." Mit diesen Qualitäten würde er weiter einen positiven Einfluss ausüben.

Kennedy pfeift bereits seit fast zwei Jahrzehnten in der nordamerikanischen Profiliga. Außerdem wurde er bei der Basketball-WM 2010 und den Olympischen Spielen 2012 als Schiedsrichter nominiert. (dk)

Youtube | Der Zwischenfall vom 3. Dezember in der Live-Berichterstattung


#1 Klare KanteAnonym
  • 15.12.2015, 17:43h
  • Herzlichen Glückwunsch zum Coming-Out, Referee Bill Kennedy! Ich wünsche ihm alles Gute in seiner weiteren Schiedsrichterlaufbahn und daß er sich auch weiterhin nicht von den Basketballspielern beleidigen läßt!

    By the way: Rajon Rondos Sperre von einem Spiel ist ein Witz! Für die Beleidigung von Kennedy wäre eine längere Sperre und eine drastische Geldstrafe gewesen!
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#2 FelixAnonym
  • 15.12.2015, 18:04h

  • Genau die richtige Reaktion:
    solchen Homohassern selbstbewusst entgegentreten, zu sich selbst stehen und zeigen, dass einem deren Wahn nicht die Bohne interessiert.
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