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  • 09. März 2005, noch kein Kommentar

Anna Sahlene nahm 2002 für Estland erfolgreich beim Grand Prix teil. Nun debütiert sie mit dem Album "It's Been A While" auch in Deutschland.

Von Jan Gebauer

Die bildhübsche Sängerin Anna Sahlene begeisterte mit ihrem ersten Longplayer "It’s Been A While" bereits in Skandinavien, Japan und dem Baltikum. Dabei ist die junge Lady beileibe keine Unbekannte mehr. Mit dem Song "Runaway" nahm die Schwedin 2002 für Estland beim Eurovision Song Contest teil und landete auf einem sehr guten dritten Platz. 2003 nahm sie dann für ihr Heimatland an der Vorentscheidung teil, dem dortigen TV-Ereignis des Jahres, scheiterte aber mit "We're Unbreakable" bereits in der Vorrunde. Zu diesem Zeitpunkt verzichtete sie noch auf den Vornamen Anna. Mit "Runaway" (2002, Platz 20) und "Creeps" (2005, Platz 28) verzeichnete sie in Schweden ihre größten Hits in den Charts.

Anna blickt auf mehr als zehn Jahre Profi-Erfahrung im Musikbusiness zurück. Spielte sie als Kind noch eine der Hauptrollen in der Astrid Lindgren-Verfilmung "Die Kinder von Bullerbü", führte ihr Weg kurz vor dem 20. Lebensjahr zur ersten Band. Dann kam die Solokarriere. Anna traf auf Patrick Berger, einen namhaften schwedischen Produzenten (Hilary Duff, Jennifer Brown), mit dem sie fortan gemeinsam arbeitete. Darüber nahm sie Songs der Songwriterin Kara Dioguardi (Enrique Iglesias, Marc Anthony, Kylie Minogue, Celine Dion) auf.

In Schweden steht "It's Been A While" schon seit Mitte 2003 in den Geschäften. Für Deutschland nahm sie den Titel wörtlich und offenbarte das zwischen Pop und leichtem Rock pendelnde Werk erst jetzt. Ironischerweise erschien in Schweden fast zeitgleich ihr zweites Album "Photograph" mit neuen Songs der Sängerin. Doch konzentrieren wir uns auf "It's Been A While": Die beiden bereits angesprochenen Eurovisionshymnen sind Pop-Perlen erster Klasse und wer sich noch an den 2002er Auftritt von Sahlene erinnern kann, weiß, dass die Sängerin auch auf der Bühne top ist. Nicht alle Songs auf der CD können dieses Niveau halten. Manchmal hat man den Eindruck, dass die Künstlerin sich noch nicht entschieden hat, ob sie zickige Rock-Songs ("Do You Really Wanna?", "Disappear") oder fröhliche Pop-Songs im Stile von "Runaway" singen will. Dabei macht sie bei netten eingängigen Balladen wie "Just Another Day" oder "Hush Hush" noch die beste Figur. Witzig ist auch die vertrackte Abschluss-Nummer "House". Letztendlich ist Anna Sahlene eine hoffnungsvolle junge Sängerin, die mit den richtigen Songs sicher auch über ihre Heimat hinaus Erfolg haben kann.

9. März 2005