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  • 17.12.2015, 12:01h           56      Teilen:   |

Schottland

Oralsex mit betrunkenem Hetero: 18 Monate Haft

Artikelbild
Ein 22-jähriger Schwuler muss ins Gefängnis, weil er sexuelle Handlungen an einem schlafenden Hetero durchgeführt hat (Bild: flickr / Chris Potter/StockMonkeys.com / cc by 2.0)

Ein junger Schwuler muss in Schottland ins Gefängnis, weil er nach einer durchtrunkenen Nacht einen heterosexuellen Mann oral befriedigt hatte, ohne vorher dessen Einverständnis einzuholen.

Ein 22-Jähriger ist am Montag von einem Gericht in der schottischen Stadt Dunfermline zu einer Haftstrafe von 18 Monaten verurteilt worden, weil der schwule Mann ohne ausdrückliche Erlaubnis Oralsex an einem betrunkenen, schlafenden Heterosexuellen verübt hatte. Wie die Tageszeitung "Courier" berichtet, erklärte Richter Craig McSherry, das Vergehen sei so schwerwiegend gewesen, dass die Strafe gegen den Ersttäter nicht zur Bewährung ausgesetzt werden konnte.

Die Tat hatte sich im Mai 2014 ereignet, als Dale E. sich mit dem Mann und dessen Freundin in einer Kneipe angefreundet hatte. Den übereinstimmenden Aussagen zufolge hat sich folgendes zugetragen: Die drei Personen haben mehrere Stunden zusammen getrunken, gelacht und getanzt. Der heterosexuelle Mann hat dann gegen zwei Uhr morgens erklärt, dass er sich betrunken fühle, Kopfschmerzen habe und deshalb nach Hause gehe. Kurze Zeit später kam die Freundin nach Hause und hat E. mitgebracht. Daraufhin hat sich das Paar gestritten, da der heterosexuelle Mann nicht glücklich darüber gewesen sei, dass ein Fremder in der Wohnung übernachte solle.

Fortsetzung nach Anzeige


"Das hat dir doch gefallen"

Später ist der Mann den Aussagen zufolge voll bekleidet auf seinem Bett eingeschlafen, während seine Freundin auf dem Sofa übernachtete. Um fünf Uhr morgens ist er schließlich aufgewacht, während ihn eine Person oral befriedigte. Der heterosexuelle Mann gab an, er habe seine Augen geschlossen gehalten, da er angenommen hat, dass es sich dabei um seine Freundin handelte. Er sei geschockt gewesen, dass E. die sexuelle Handlung vorgenommen hatte. Als der schwule Besucher sagte: "Das hat dir doch gefallen", hat er ihn aus dem Haus geschmissen. E. schrieb der Freundin des Mannes später via Facebook: "Dein Freund soll sich mal beruhigen."

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich E. der sexuellen Nötigung schuldig gemacht habe, weil er nicht das Einverständnis des Mannes vor der sexuellen Handlung eingeholt habe. Ohnehin habe der Kläger in seinem Zustand nicht sein Einverständnis oder seine Ablehnung deutlich machen können.

Der Verteidiger des Angeklagten erklärte, sein Klient könne sich "wegen exzessiven Alkoholkonsums" kaum an die Geschehnisse des Abends erinnern. Er schäme sich aber für den Vorfall.

E. wird mit dieser Strafe auch auf der Liste der Sexualstraftäter geführt werden. Damit muss er nach seiner Freilassung beispielsweise seine Urlaube oder Reisen ins Ausland bei der Polizei anmelden. (cw)

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Tags: schottland, oral-sex, gericht, gefängnis
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Reaktionen zu "Oralsex mit betrunkenem Hetero: 18 Monate Haft"


 56 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
17.12.2015
13:11:42


(+1, 15 Votes)

Von Laurent


"Er habe die Augen geschlossen gehalten, da er annahm, es habe sich um seine Freundin gehandelt ..."

Der muss ja wirklich gut intus oder der 'Täter' eine ähnliche "Technik" gehabt haben, wenn er das nicht gemerkt hat.

Abgesehen davon ist das Urteil, 18 Monate ohne Bewährung, schon hart.


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#2
17.12.2015
13:29:40
Via Handy


(+7, 17 Votes)

Von Nick


Die Strafe klingt akzeptabel.
Man stelle sich die Situation vor, dass Opfer wäre eine Frau.
Dann würden es alle einen sexuellen Übergriff nennen.
Warum sollte das in diesem Fall auch anders beurteilt werden.


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#3
17.12.2015
13:40:13


(0, 14 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #2 von Nick


Ja klar. Natürlich ist er gewaltsam mit seinem Mund eingedrungen, sodass man das vergleichen kann...


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#4
17.12.2015
13:43:53


(+9, 13 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #2 von Nick


>"Man stelle sich die Situation vor, dass Opfer wäre eine Frau. Dann würden es alle einen sexuellen Übergriff nennen."

ja, und zu recht. wäre aber die täterin eine frau, würden vermutlich viele fragen: was stellt der sich so an? ist doch geil!


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#5
17.12.2015
13:49:08


(+2, 14 Votes)

Von ehemaligem User kolturg
Antwort zu Kommentar #1 von Laurent


Für eine Vergewaltigung (und nichts anderes ist das hier) sind 18 Monate lächerlich.


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#6
17.12.2015
13:50:42


(+4, 10 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von Nick


""Man stelle sich die Situation vor, dass Opfer wäre eine Frau.
Dann würden es alle einen sexuellen Übergriff nennen.""..

Nach der gängigen "Meinung" von Juristen kann man Männer nicht vergewaltigen..

Deshalb sind hier solche Urteile dann auch so selten..

Derlei Überlegungen spielen dann wohl auch bei denen kaum eine rolle, die in ihren Köpfen das "Spiel" "Heten-Knacken" spielen, und dazu meinen, man müsse diese nur ein bisschen besoffen machen, um deren "eigene Wünsche" zu "befördern"..


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#7
17.12.2015
13:59:57


(+8, 14 Votes)

Von aaaa


Klar ist das ne Vergewaltigung. MIt "du hast es doch gewollt" sollte niemand durchkommen, egal in welcher Geschlechterkonstellation, und egal jemand rein körperlich auf sexuelle Stimulation reagiert hat. Und der Typ wollte ihn ja nicht mal in seiner Wohnung (seinem persönlichen Raum zu einem Zeitpunkt wo es ihm nicht gut ging) haben, was dem Verurteilten anscheinend auch egal war.


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#8
17.12.2015
14:01:24


(+11, 15 Votes)

Von aaaa


Auch wenn das mit der Liste schmerzt: Nächstes Mal vorher fragen, erst recht bei Leuten deren EInverständnis im nichtalkoholisierten Zustand nicht anzunehmen ist, und am besten nur so viel trinken, dass man sich noch unter Kontrolle hat.

Und wer jetzt sagt, dass das aber gemein sei, das mit "richtigen" Sexualstraftaten gleichzusetzen: Ich kenne jemanden, der unter k.o. Tropfen unfreiwillig Sex hatte. Er konnte sich nicht mal dran erinnern, außer an das Aufwachen in einem fremden Bett. Hat trotzdem lange Zeit mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung gekämpft, Flashbacks bei bestimmten Gerüchen in der S-Bahn gekriegt etc. "Du wolltest es doch auch" klingt so harmlos, aber man weiß wirklich nie, was es in jemandem auslöst, der das eben als Übergriff erlebt.


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#9
17.12.2015
14:15:29


(-10, 16 Votes)

Von wiking77
Profil nur für angemeldete User sichtbar


alles Ausreden des Hetero-Mannes. ...

Die Story scheint ähnlich zu wie die des Boxers, der stock hetero wahr und "unfreiwillig" in einem Gayporno mitgespielt hat.

Ist eigentlich der Hetero "zum Schuss" gekommen? Wenn ja, dann ist ja alles klar, dann war's ein Fehlurteil, da er ja schließlich Befriedigung erlangt hat.


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#10
17.12.2015
14:35:43


(+3, 13 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #9 von wiking77


Alles so absehbar aus deiner greisen Glaubensrichtung. Dennoch: Für dich sind Frauen in kurzen Röcken oder engen Oberteilen sicher auch selbst schuld, wenn sie vergewaltigt werden.

Adenauer-Relikte wie du sterben glücklicherweise langsam und sicher im zivilisierten Deutschland aus.

Dein Profil sagt zwar "Alter: 38", aber das muss wohl Jahrgang 1938 heißen - zumindest was deine christliche Verkalkung betrifft. Oder es liegt am Schwäbischen.


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