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Papst Franziskus hat den politischen Kampf gegen die Ehe für alle aufgenommen (Bild: Presidência da Republica/Roberto Stuckert Filho)

Vor dem Referendum zur Ehe für alle in Slowenien erklärt der Papst vor Pilgern, dass sich Katholiken für den Schutz der Hetero-Familie einsetzen müssten.

Am Sonntag werden die Slowenen in einem Volksentscheid darüber abstimmen, ob Schwulen und Lesben das Ehe-Recht weiter vorenthalten wird. In den Wahlkampf hat nun auch Papst Franziskus indirekt eingegriffen: Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP forderte der Pontifex am Mittwoch im Vatikanstaat slowenische Pilger auf, sich für traditionelle Werte einzusetzen.

Franziskus erklärte, dass katholische Slowenen für "Familenwerte" kämpfen müssten. Ohne direkt auf den Volksentscheid einzugehen, meinte der 79-Jährige, dass "jede Person, insbesondere wenn sie öffentliche Aufgaben übernimmt, die Familie unterstützen soll". Die heterosexuelle Familie sei ein "struktureller Bezugspunkt für das Leben in der Gesellschaft".

Slowenisches Parlament hatte Ehe-Öffnung zugestimmt

Beide Kammern des slowenischen Parlaments hatten zwar im Frühjahr mit deutlicher Mehrheit die Ehe für alle beschlossen (queer.de berichtete). Allerdings sammelten die von konservativen und katholischen Gruppen dominierte Organisation "Koalition für Kinder" genügend Stimmen, um gegen das Gesetz einen Volksentscheid zu erzwingen. Dieser soll nun am Sonntag stattfinden. Im zwei Millionen Einwohner zählenden Slowenien kann gegen Gesetze ein Referendum abgehalten werden, wenn mindestens 40.000 Unterschriften vorgelegt werden.

Das Parlament hatte den Volksentscheid zunächst verboten. Es begründete diese Entscheidung damit, dass seit 2013 in der Verfassung festgelegt ist, dass es keine Volksentscheide über Grundrechte geben dürfe. Allerdings erlaubte der Oberste Gerichtshof mit fünf gegen vier Richterstimmen im Oktober das Referendum (queer.de berichtete).

Der Papst ist ein Wiederholungstäter

Die Kirche spielt – trotz der vordergründig freundlichen Rhetorik von Papst Franziskus – in vielen katholischen Ländern bei der Einschränkung von LGBT-Rechten eine entscheidende Rolle. Bereits im Februar hatte Papst Franziskus bei einer Generalaudienz den Kampf der slowakischen Kirche gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben gelobt – nur wenige Tage, bevor dort ein Referendum zum Ehe-Verbot für Schwule und Lesben abgehalten wurde (queer.de berichtete). in der Slowakei warb die Kirche auch auf Plakatwänden mit Bildern des Papstes für ein Verbot der Ehe für alle in der Verfassung. Das Referendum scheiterte jedoch wegen zu geringer Beteiligung (queer.de berichtete).

Auch in anderen Ländern mit Volksentscheiden versuchte die Kirche wiederholt, LGBT-Rechte zu verhindern. So gab die irische Bischofskonferenz vor dem Volksentscheid zur Ehe-Öffnung eine Werbebroschüre heraus, in der gegen die Gleichbehandlung Stimmung gemacht wurde (queer.de berichtete). In Kroatien konnte die Glaubensgemeinschaft vergangenes Jahr via Volksentscheid ein Ehe-Verbot für Schwule und Lesben in der Verfassung durchsetzen (queer.de berichtete). In den USA hatten die Bischöfe sogar eine Sonderkollekte gegen die Öffnung der Ehe durchgeführt, um in TV-Werbespots für ein "Nein" zu werben (queer.de berichtete).

Die Deutsche Bischofskonferenz hat ebenfalls vor kurzem erklärt, dass sie das Recht auf Zivil-Ehe für Schwule und Lesben ablehne (queer.de berichtete).

In Afrika geht die katholische Kirche sogar noch einen Schritt weiter: So hat es die nigerianische Bischofskonferenz ausdrücklich gelobt, dass Schwule und Lesben wegen ihrer sexuellen Orientierung staatlich verfolgt werden (queer.de berichtete). (dk)



#1 Schwanzus LAnonym
#2 YannickAnonym
  • 17.12.2015, 14:51h
  • Der Ober-Hassprediger von der Kinderficker-Sekte hetzt wieder mal ungeniert gegen Liebe und gegen demokratische Grundwerte.

    Bevor der sich anmaßt, aus seinem verlogenen, scheinheiligen, dreckigen Mund auch nur ein moralisches Urteil zu fällen, sollte der erst mal dafür sorgen, dass der zig-tausendfache Kindesmissbrauch, die Mafia-Verstrickungen der Vatikanbank, etc. wirklich aufgeklärt und bestraft werden. Da geben diese Hassprediger ja immer nur gerade so viel zu, wie sich nicht mehr vertuschen lässt.

    www.kirchenaustritt.de/
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#3 AufklärungAnonym
  • 17.12.2015, 15:08h
  • >> Slowenisches Parlament hatte Ehe-Öffnung zugestimmt <<

    Mit Demokratie und Rechtsstaat hat es dieser geld- und machtgeile Konzern nicht. Das gefährdet seinen Allmachtsanspruch und sein Vermögen.

    Wie jede Religion müssen die hetzen, unterdrücken und Angst verbreiten, um ihre Schäfchen auf Linie zu halten.

    Für ihre Interessen gehen die über Leichen - wortwörtlich!

    "Religion ist das Asyl der Dummen."
    (Spinoza)

    "Die beiden größten Gefahren für den Weltfrieden und den Fortbestand der Menschheit sind die Waffenindustrie und die Religionen."
    (Albert Einstein)

    www.giordano-bruno-stiftung.de/

    de.wikipedia.org/wiki/Russells_Teekanne
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#4 KorreAnonym
  • 17.12.2015, 15:21h
  • Die Religioten der Katholiban werden sich niemals aendern.

    Die wollen die ganze Welt mit ihrem Hass ueberziehen, bis sie wieder eine Kirchendiktatur wie im Mittelalter haben, wo sie als Kirchenfuersten uneingeschraenkte Macht haben.

    Aber das werden wir NIEMALS zulassen...
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#5 FinnAnonym
  • 17.12.2015, 16:05h
  • Die Kathol-Faschisten sehen den Kampf gegen Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle als ihren heiligen Krieg.

    Wird Zeit, die in ihre Schranken zu weisen.
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#6 hugo1970Profil
  • 17.12.2015, 18:45hPyrbaum
  • Liebe queer.de Redaktion ich berichtige den Untertitel: "Der Papst ist ein Wiederholungstäter" in ""Der Papst ist ein verlogener Wiederholungstäter""
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#7 hugo1970Profil
  • 17.12.2015, 18:48hPyrbaum
  • "So hat es die nigerianische Bischofskonferenz ausdrücklich gelobt, dass Schwule und Lesben wegen ihrer sexuellen Orientierung staatlich verfolgt werden"

    Und was für Sanktionen gegen den Vatikan und örtlichen afrikanischen katholischen bonzen gibt es dafür von den fast demokratischen sogenanten westlichen Länder?
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#8 Johannes45Anonym
  • 17.12.2015, 20:10h
  • Papst Franziskisus ist seit 2010 als strikter Gegner der gleichgeschlechtlichen Ehe {{Internetquelle | url=
    www.phoenix.de/content//649288
    | titel=Ein Jesuit mit zwei Gesichtern | autor=Stefan Biskamp | hrsg=Phoenix.de | datum=2013-03-14 | zugriff=2013-03-14}} und Befürworter der [[Eingetragene Partnerschaft|gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft]][
    www.nytimes.com/2013/03/20/world/americas/pope-francis-old-c
    olleagues-recall-pragmatic-streak.html?_r=2&

    New York Times:On Gay Unions, a Pragmatist Before He Was a Pope.] bekannt. Er lehnt die [[Adoption]] von Kindern durch homosexuelle Partner als Diskriminierung dieser Kinder ab.{{Internetquelle | url=
    secure.huffingtonpost.com/2013/03/13/pope-francis-gay-marria
    ge-anti_n_2869221.html

    | titel=Pope Francis Against Gay Marriage, Gay Adoption | datum=2013-03-13 | autor=Cavan Sieczkowski | hrsg=The Huffington Post | zugriff=2013-03-15 | sprache=en}} Im Juli 2013 erklärte er auf die Frage, wie er mit der ''Gay''-Lobby umgehen wolle: Wenn einer ''Gay'' ist und den Herrn sucht und guten Willen hat wer bin dann ich, ihn zu verurteilen? Nach dem [[Katechismus der Katholischen Kirche]] dürften solche Personen nie ausgegrenzt, sondern müssten in die Gesellschaft integriert werden; sie sollen Brüder sein. Nicht eine homosexuelle Neigung, sondern die Lobbybildung Homosexueller sei für ihn ein ernstes Problem. Lobbys seien schlecht.Vatikan: [
    w2.vatican.va/content/francesco/de/speeches/2013/july/docume
    nts/papa-francesco_20130728_gmg-conferenza-stampa.html

    ''Pressekonferenz des Heiligen Vaters auf dem Rückflug aus Brasilien (28. Juli 2013)''] (deutsch). Kenner erwarteten deshalb einen toleranteren Umgang der katholischen Kirche mit homosexuellen Priestern, aber keine Änderung der kirchlichen Lehre, wonach praktizierte Homosexualität Sünde sei.David Willey (BBC, 29. Juli 2013): [
    www.bbc.co.uk/news/world-europe-23489702
    ''Pope Francis: Who am I to judge gay people?'']; John Corvino (New York Times, 30. Juli 2013): [
    www.nytimes.com/2013/07/30/opinion/a-papal-surprise-humility
    .html?src=twrhp

    ''A Papal Surprise: Humility'']; Ross Doughat (New York Times, 30. Juli 2013): [
    douthat.blogs.nytimes.com/2013/07/30/pope-francis-in-context
    /

    ''Pope Francis in Context.'']

    Im März 2014 erklärte Franziskus, die Katholische Kirche müsse staatliche Regelungen im Hinblick auf homosexuelle Lebenspartnerschaften evaluieren (z.B. im Hinblick auf Krankenversicherung). Ihre Gleichstellung im Eherecht lehnte er weiterhin ab.Queer.de, 6. März 2014: [
    www.queer.de/detail.php?article_id=21157
    ''Papst will Lebenspartnerschaften evaluieren'']

    ---> Diese Fakten stehen teilsweise in diametralen Widerspruch zu Artikeln der Queer, wenn es um die Person Franziskus und seine Haltung geht. Da die Queer aber hier seit Jahren bekannt ist, eher einseitig zu berichten, ist auch dieser Bericht der Queer nach meiner Einschätzung kritisch zu bewerten.
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#9 David77Anonym
  • 17.12.2015, 20:30h
  • Antwort auf #8 von Johannes45
  • "---> Diese Fakten stehen teilsweise in diametralen Widerspruch zu Artikeln der Queer, wenn es um die Person Franziskus und seine Haltung geht. Da die Queer aber hier seit Jahren bekannt ist, eher einseitig zu berichten, ist auch dieser Bericht der Queer nach meiner Einschätzung kritisch zu bewerten."

    BLABLABLA...
    Dann mach deine eigene Seite auf!
    Was kann queer.de dafür, wenn manche Leute so dämlich sind und nicht begreifen, dass die vermeintliche Zustimmung zu rechtlichen Verbesserungen bis auf die Zustimmung zur Ehe ein RÜCKZUGSGEFECHT ist, im diese zu VERHINDERN!!!
    Warum gibt es denn noch immer noch nicht einmal die ELP in Italien??? (Die sollte doch schon 2007 gaaaaanz sicher eingeführt werden, wie du damals schon daneben lagst).
    RATE MAL!!!!!!!!

    "Im März 2014 erklärte Franziskus, die Katholische Kirche müsse staatliche Regelungen im Hinblick auf homosexuelle Lebenspartnerschafte n evaluieren
    (z.B. im Hinblick auf Krankenversicherung)."

    Wo ist die Meldung, dass christliche Parteien in Italien sich auf Empfehlung des Vatikans dafür einsetzen???
  • Antworten » | Direktlink »
#10 David77Anonym
  • 17.12.2015, 20:39h
  • Antwort auf #8 von Johannes45
  • "Im März 2014 erklärte Franziskus, die Katholische Kirche müsse staatliche Regelungen im Hinblick auf homosexuelle Lebenspartnerschaften evaluieren (z.B. im Hinblick auf Krankenversicherung). Ihre Gleichstellung im Eherecht lehnte er weiterhin ab.Queer.de, 6. März 2014: [
    Link zu www.queer.de
    ''Papst will Lebenspartnerschaften evaluieren'']

    ---> Diese Fakten stehen teilsweise in diametralen Widerspruch zu Artikeln der Queer, wenn es um die Person Franziskus und seine Haltung geht."

    Der einzige hier im Widerspruch bist du hier.
    Wieso lügst du!?!?!

    Lukas45 schreibt am 08.10.2015, 16:12:22 Uhr:
    "Der Vatikan hat in dieser Legislaturperiode in Italien "schlechte Karten" sich durchzusetzen."

    www.queer.de/detail.php?article_id=24779

    www.queer.de/detail.php?article_id=24779&antwort_zeigen=
    ja#c5


    Wieso sollte sich der Vatikan dagegen durchsetzen wollen, wenn er doch, wie du oben schreibst, staatliche Regelungen evaluieren will?!?

    Deine Speichelleckerei und deine Bettelei, der Vatikan möge dich doch endlich anerkennen, damit du in den Schoss der RKK zurückkehren kannst, "wie es sich für eine GUTE katholische Familie gehört", um dann "freudestrahlend mit dem Lebenspartner in der ersten Reihe zu sitzen" ist einfach nur PEINLICH!
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